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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Schwarzes Meer & Inselträume


Von cetraria (weiblich)
Alter: 40
Detailbild Schiff Princess Daphne
Quelle: Quelle: Hansa Kreuzfahrten
SchiffPrincess Daphne
Bericht vom24.05.2010
Reise vom22.09.2009
Dauer14 TAGE
RouteVenedig-Zakynthos-Istanbul-Jalta-Odessa-Varna-Canakkale-Santorin-Catania-Nizza

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REISEBERICHT IM DETAIL


Buchung

Mein Vater hat sich diese Reise ausgesucht, für ihn war klar, er möchte ins Schwarze Meer. Zufällig hat meine Mutter in diesem Zeitraum auch noch Geburtstag und auf der Princess Daphne wurde ein Bordguthaben für Geburtstagskinder angeboten. Gebucht haben wir die Reise schon im November 2008, eine 4-Bett Kabine am Atlantic Deck vorne. Ende Dezember kam eine Bestätigung von unserem Reisebüro und die bitte, dass wir online das Bordmanifest ausfüllen sollen, was wir auch sofort machten. Ca. 6 Wochen vor Abfahrt hat mich das Reisebüro angerufen, wir sollen doch dringend das Bordmanifest ausfüllen – wie bitte? Also nochmal alles online ausgefüllt. 3 Wochen vor Abreise kam dann ein mail, dass die Gültigkeit des Reisepasses meines Vaters nicht ausreichend ist. Wir wussten, dass er an der Grenze ist, also wirklich auf den Tag genau noch 6 Monate gültig. Interessant war nur, dass der Pass meiner Schwester das gleiche Datum hat und der wurde nicht beanstandet. Gottseidank hat sich dann alles aufgeklärt und unser Bordmanifest und die Pässe wurden akzeptiert. Kleines Chaos bei Hansa Kreuzfahrten, welches sich an Bord fortsetzen sollte. Eines Tages lasen wir im Tagesprogramm, dass die Gutscheine für das Bordguthaben abzugeben sind, nur war kein Gutschein für meine Mutter bei den Reiseunterlagen dabei gewesen. Nach einigem hin und her landete dann auch das Guthaben am Bordkonto.

Was hervorragend klappte war unser Tischwunsch im Restaurant. Wir wollten unbedingt beim Fenster zu viert sitzen. An den Fenstern standen eigentlich 6er Tische, aber da das Schiff nicht ganz ausgebucht war, hat das funktioniert.

Anreise

Da die Reise in Venedig startete und in Nizza endete, dachten wir lange über die Anreise nach. Einen Bus über Hansa Kreuzfahrten ab Wien oder Österreich gab es nicht, es wäre also nur München in Frage gekommen. Es wäre auf jeden Fall mit der Kirche ums Kreuz gewesen, deshalb entschieden wir uns dafür, Flüge selbst zu buchen und bekamen diese auch für EUR 220,- pro Person. Die Flugangebote von Hansa wären alle zunächst über Deutschland gegangen und daher umständlich und auch teurer gewesen. Ich hatte im Vorfeld ziemlich Angst, dass etwas schief laufen könnte, also Flugverspätung in Venedig oder Schiff kommt später an in Nizza, aber es hat alles wunderbar geklappt. Auch die Fahrt von Flughafen zu Hafen und umgekehrt konnten wir mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut und vor allem günstig bewältigen.

Schiff Allgemein

„a ship is like a woman, like a flower…“ sagte der griechische Kapitän am dritten Abend zu mir und meiner Schwester, einige Minuten später befanden wir uns auch schon bei einer nächtlichen Führung auf der Brücke unserer Lady Daphne. Ein für junge Frauen sehr zugänglicher Kapitän ;-), aber nicht aufdringlich. Die letzte Hafenausfahrt unserer Kreuzfahrt aus Catania durfte ich auch auf der Brücke miterleben und zog dabei einige neidische Blicke von Mitreisenden auf mich.

Aber nun zum Schiff. Man merkt am Boden im Außenbereich, dass sie jetzt schon ein halbes Jahr unterwegs ist. Die blaue Farbe splitterte teilweise ab und der Boden wellte sich an einigen Stellen. Mich stört soetwas allerdings nicht. Als (geh-)behindertengerecht würde ich die Daphne sowieso nicht sehen – zu viele Stufen in allen Bereichen, so wie das halt früher üblich war. Ein Highlight auf jeden Fall die ca 300m lange Promenade, die wirklich einmal rundherum führt.

Ansonsten existiert im hinteren Bereich natürlich das übliche Motorengeräusch, aber nicht aufdringlich, wobei ich nicht beurteilen kann, wie das auf Deck 6 und 7 war. Auf Deck 5 hinten, konnte man das Stampfen noch vernehmen, fand es aber nicht störend. Geruchsbelästigungen konnte ich nicht feststellen.

An der Möblierung in den Lounges und Bars konnte ich keine groben Abnutzungserscheinungen feststellen, nur die Sessel im Restaurant sind bereits sehr abgesessen und benötigen auf jeden Fall einen neuen Überzug.

Kabine

Wir haben uns mal wieder für die kuschelige Variante der 4-er Kabine entschieden, da wir da doch schon sehr eingespielt sind. Vom Platzangebot die größte Kabine, die wir jemals auf einem Schiff hatten, da die Ober- und Unterbecken nicht parallel sondern übers Eck angeordnet waren. Zudem gab es einen Schreibtisch worauf der Fernseher stand mit vielen Laden und 2 Doppelkästen mit Ablage und Hängeteil. Die Möbel sind in dunklem Holz gehalten, die Oberbetten sind weiße „Metallwannen“, die Matratzen waren sehr gut.

Die Klimaanlage konnte individuell geregelt werden, wobei es mir auf der Daphne grundsätzlich fast zu heiß war als zu kalt. Restaurant und Show Lounge waren sobald mit Menschen angefüllt fast zu warm.

Das Badezimmer war für Schiffsverhältnisse auch riesig. Wir hatten auch zu dritt Platz. Das Waschbecken war in eine große Ablagefläche eingearbeitet, es gab eine Sitzbadewanne mit Duschvorhang. Die Wasserhähne waren moderne Einhandmischer, der Wasserdruck war fast zu viel.

Unsere Kabinenstewardess hat alles immer sehr sauber gehalten, es gab immer neue Handtücher, obwohl wir diese gar nicht so oft wechseln wollten. Wenn wir sie gesehen haben, wurden auch immer ein paar freundliche Worte gewechselt. Jeden Abend lag eine kleine Schokolade am Kopfpolster.

Gastronomie & Service

Frühstücken konnte man im Restaurant oder an Deck zwischen ca. 7:00 und 10 Uhr. Da wir immer draußen gefrühstückt haben, kann ich zum Restaurant nichts sagen.

Am Buffet gab es eine Auswahl an Wurst, Käse und Obst, Rührei, Speck, Rösti, Baked-Beans, Gurken, Brot, Brötchen, Croissants, Muffins, Plundergebäck, Portionsmarmeladen und Butter. Cerealien gab es in Kleinpackungen. Spiegelei und Omlette wurde frisch zubereitet, erfordertet nur etwas Geduld.

An Getränken gab es diverse Tees, Kaffee, Apfel-, Ananas-, Grapefruit-, Tomaten- und Orangensaft vom Automaten bzw Flaschen. Weiters natürlich kalte und warme Milch.

Beim Mittagessen konnte auch wieder zwischen Restaurant und Buffet an Deck gewählt werden, auch hier kann ich nichts zum Restaurant sagen. Beim Buffet würde ich den Andrang als normal bezeichnen, ich habe nie lange (eigentlich fast nie) warten müssen. Jeden Tag gab es eine andere Suppe; ein Fisch- und Fleischgericht sowie Pasta. Neben warmen Speisen gab es täglich eine Wurst- und Käseplatte, diverse Salate und Oliven. Leider schwammen Fleisch und Fisch immer in irgendeiner dicken Sauce. Zusätzlich konnte man aus diversen kleinen süßen Nachspeisen oder Obst wählen. Wider erwarten wurde mittags am Buffet auch der kostenlose Tischwein und Wasser ausgeschenkt, auch Kaffee- und Teeautomat wurden geöffnet.

Das Abendessen wurde in einer Sitzung im Restaurant serviert, ein zusätzliches Buffet wird nicht angeboten. Hier gibt es wie überall die Menükarte, aus der man sein bis zu 6-gängiges Menü zusammenstellt. Der Küchenchef war uns schon aus dem Jahr 2006 bekannt und es überraschte uns daher nicht, dass jede Speise mit einer dicken Sauce serviert wurde, meistens Rotweinsauce. Unser Tischkellner Vitaliy hat es uns nicht übel genommen, als wir begannen sämtliche Hauptspeisen (vor allem paniertes) ohne Sauce zu bestellen, das hat auch wunderbar funktioniert. Grundsätzlich war das Essen aber in Ordnung, die Portionen sind gerade passend. Auch unsere Getränkekellnerin war immer auf Zack und wir mussten nie lange warten. Der Tischwein stand bereits am Tisch (je 1 Flasche Weiß- und Rotwein), es wurde immer fleißig nachgeschenkt und auch nachgebracht, wenn sich die Flasche leerte. Die Beschränkung auf 1/4l Wein wird also nicht strikt eingehalten, allerdings wurden die Flaschen nach dem Hauptgang abserviert, natürlich nicht ohne vorher nochmal kräftig einzuschenken.

Der Nachmittagskaffe wurde wenn wir auf See waren immer im Restaurant abgehalten, standen wir noch, dann am Pool. Wir waren nur 1x im Restaurant, das hatte mehr was von Massenabfertigung.

Zum Geburtstag meiner Mutter bekamen wir ein instrumentales Happy Birthday, Torte und Sekt. Der Sekt war super, die Torte naja…

Sport/Unterhaltung

Täglich bekamen wir das Tagesprogramm mit den Aktivitäten des nächsten Tages auf die Kabine. Es wurde jeden Tag Gymnastik und Walk a Mile angeboten, Gruppentanz (inkl. Vorführung beim Jekami-Abend), Kartenspiele, Bingo, Origami. Es gab eine Schiffsolympiade, Frühshoppen mit Freibier, eine Sail-Away-Party mit Sangria. Die abendlichen Shows kann ich leider nicht beurteilen, weil Sie einfach meinem Alter nicht entsprachen.

Mitreisende

Gefühlte 70+ und keine Kinder. Meine Schwester (24) und ich (28) waren vermutlich die jüngsten Passagiere. Wir hatten uns darauf eingestellt, also störte mich das wenig. Wir unterhielten uns dafür öfters mit der Crew, was auch sehr nett war. Aus Österreich waren kaum Mitreisende, denke wir waren die einzigen. Bei ca 450 Passagieren kennt man bald jedes Gesicht. Positiv aufgefallen ist mir, dass kaum jemand herummeckerte.

Rezeption&Ausflugsbüro

Die Ausflugsbuchung funktioniert wie üblich und reibungslos. Fragen wurden freundlich beantwortet. Da wir sehr viel auf eigene Faust unternommen haben, kann ich nicht so viel dazu sagen (siehe bei den Destinationen). Gut fand ich, dass immer Stadtpläne zur Verfügung gestellt wurden.

Destinationen/Landausflüge

Zakynthos

Mit dem Tenderboot (Ausschiffung nach Farbpunkten auf der Bordkarte, welche immer variiert wurde) ging es rasch an Land. Wir marschierten dann eine ordentlich große Runde, auch hinauf zur Burg. Zakynthos hinterließ bei mir aber eher einen unordentlichen, fast schmutzigen Eindruck. Es war auch ziemlich schwül und unser Ausflug endete mit einem ordentlichen Regenguss.

Istanbul

Die Schiffe stehen ja superzentral. Zu unserer Überraschung stand auch die MS Princess Danae gleich neben uns, war ein schöner Anblick die beiden Schwestern nebeneinander zu sehen.

Die Straßenbahnstation befindet sich gleich vor dem Hafengebäude, allerdings benötigt man Lira um Jetons für die Straßenbahn kaufen zu können. Als Österreicher benötigt man normalerweise auch ein Visum, aber wir konnten mit der Visumskarte vom Schiff von Bord gehen, wurden auch nicht kontrolliert.

Mit der supermodernen Straßenbahn sind wir dann bis zur Hagia Sophia gefahren. Zuerst besichtigten wir aber die Yerebatan Seray, danach Hagia Sophia (nur außen) und die Blaue Moschee. Es war zwar einiges los, aber wir kamen schnell hinein. Obwohl sehr beeindruckend, wollten wir auf Grund der Menschenmassen und des Geruchs schnell auch wieder hinaus. Danach sind wir zum Großen Basar spaziert, dann durch die Gassen zum Gewürzbasar und zu Fuß über die Galata-Brücke wieder retour zum Schiff. Das war leider alles, was in 4 Stunden Aufenthalt möglich war. Nach Istanbul komme ich also sicher wieder!

Jalta

In Jalta haben wir uns für einen gebuchten Ausflug entschieden um etwas mehr von der Halbinsel zu sehen. Die Zuteilung der Busse lief etwas chaotisch ab, da man keine Busnummer zugeteilt bekommt. So mussten wir uns 3 Mal anstellen um endlich gemeinsam in einen Bus zu kommen. Der Ausflug entlang der Küste zu den beiden Palästen und dem Schwalbennest hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt.

Odessa

In Odessa haben wir wieder unsere Beine in die Hand genommen und sind gut 3 Stunden durch die Stadt spaziert. Die Oper ist wunderschön, aber den größten Eindruck haben die Straßenbahngleise hinterlassen.

Varna

In 15 Minuten zu Fuß ist man hier im Zentrum. Nach einem Bummel durch die Einkaufsgassen, kann man es sich im Meerespark gut gehen lassen und am Strand relaxen. Wir freuten uns, endlich unsere Füße ins Schwarze Meer halten zu können.

Canakkale

In Canakkale direkt wurde gerade der Hafen saniert und wir parkten ziemlich außerhalb. Neben dem Shuttlebus in die Stadt, wäre auch ein Ausflug nach Troja möglich gewesen. Wir entschieden uns aber an Bord zu bleiben, da wir sowieso erst mit Verspätung am Nachmittag angelegt hatten (war durch Strömung oder Wind ein sehr langwieriges Anlegemanöver). Wir bereuten es nicht, es war ein sonniger Nachmittag am Pool und ein filmreicher Sonnenuntergang.

Santorin

Als wir um die Mittagszeit in Santorin eingefahren sind, war schon einiges los. So viele Schiffe habe ich überhaupt noch nie auf einmal gesehen (Costa Fortuna, Aida Diva, Noordam, Rotterdam, Wind Star, Easycruise Life, The Agean Pearl, Cristal, Aquamarine). Dementsprechend ging es auch in Santorin zu, wobei ich es mir noch viel schlimmer vorgestellt hatte. Die Ausschiffung mit den Tenderbooten ging sehr schnell und auch bei der Seilbahn mussten wir nicht lange warten, wobei oben die Schlange zum Hinunterfahren sehr lang war. Wir ließen uns Zeit und ich bin heute noch total verzaubert von Santorin. Das Wetter war fast zu heiß - am 1. Oktober 35 Grad!

Catania

In Catania haben wir den Ganztagesausflug nach Taormina & Ätna gebucht, der sich auch auf jeden Fall ausgezahlt hat. In Taormina hatten wir allerdings viel zu wenig Zeit, da sich einige Mitreisende ihre Busnummer nicht merken konnten und sich alles verzögerte. Die Fahrt durch die Lavalandschaft war auch ganz toll, hab nur leider immer wieder eingeschlafen ;-). Am Ätna aßen wir dann auch zu Mittag. Ich hatte nach den beiden Vorspeisen (Bruschetta und Pasta) schon genug. Hier habe ich auch den allerbesten Espresso aller Zeiten getrunken (ich trinke normalerweise gar keinen Kaffee). Der Tag endete zumindest für mich mit der Ausfahrt aus Catania auf der Brücke. Von der Straße von Messina bekamen wir leider nicht viel mit, dafür konnte ich in der Nacht dann noch den Vulkan Stromboli bewundern.

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