AIDAaura          MSC Lirica
Mein Schiff     MSC Musica        
AIDAbella        Norwegian Gem        AIDAvita   
    AIDAdiva     AIDAcara      AIDAblu (bis 2007)

Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Kreuzfahrt gebucht – Clubschiff bekommen


Von Morris (männlich)
Alter: 55
Detailbild Schiff AIDAaura
Quelle: Quelle: Renate Kehret
SchiffAIDAaura
Bericht vom24.10.2008
Reise vom24.10.2008
Dauer16 TAGE
RouteUSA / Karibik

REISEBERICHT IM DETAIL


Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese Reise war eine der besten, die wir auf Aida je hatten, vergleichbar nur mit den Transatlantikreisen. Es war pures Clubschiff, wir hatten grandiose Ziele, beeindruckende Erlebnisse und jede Menge Spaß und Party. Der Bericht gehört mal wieder in die Kategorie: Wer hat den Längsten, aber weiter kürzen konnte ich nicht.

Anreise
Seit der geplatzten Aura-Weihnachts-TA bleibt uns immer ein gewisses Bangen, wenn wir in Düsseldorf am Flughafen sind, aber diesmal ging natürlich alles gut, wir wurden nicht zurückgerufen, der Flieger startete pünktlich – mit uns an Bord. OK, die Sitzplatzreservierung hatte mal wieder nicht hingehauen, wir hatten völlig andere Plätze, als die gebuchten. (Alle anderen AC Passagiere übrigens auch.) Diesmal sollte sich das als Glücksfall erweisen, denn so kamen wir direkt hinter den Goofys zu sitzen, und wir konnten uns gegenseitig mit netten Geschichten unserer vergangen drölfhundert Reisen die Zeit vertreiben.

Jay Eff Kay Ärport
Nach einem sehr kurzweiligen Anflug auf New York – man kann sehr schön die Küste und die unterschiedlichen Landschaften sehen – landeten wir einigermaßen pünktlich auf dem Flughafen, der nach dem 35. Präsidenten der USA benannt ist. Moni, Exi, Toddy, Dirk und Jan mussten unbedingt die Sanitärausstellung besuchen, und während ich wartete, rannten gefühlte 50.000 Menschen an mir vorbei, um sich an der Immigration anzustellen. Musste wohl am A380 liegen, und den beiden Triple7, die kurz vorher gelandet waren. Nun, nach dem alle abgeschüttelt hatten, stellten wir uns brav ebenfalls in die Schlange. Von etwa eintausend Schaltern waren ungefähr 12 besetzt, davon sechs nur für US-Bürger, von denen aber kaum welche da waren.

Dafür standen in der Schlange aber Menschen aus aller Herren Länder, Amerika hat anscheinend nichts von seiner Anziehungskraft verloren, und noch immer strömen sie dorthin, auf der Suche nach irgendwas. Wir sahen Pakistanis, Inder, Japaner, Vietnamesen und und und. Man konnte die Menschen recht gut an ihren Pässen erkennen, die die meisten in der Hand hielten. Außerdem vernahmen wir babylonischen Sprachwirrwarr aus Polnisch, Arabisch, Französisch oder Russisch, und sicherlich kamen noch etliche Sprachen und Dialekte hinzu, die keiner von uns irgendwo einordnen konnte.

Wir alle standen also nun für ca. zweieinhalb Stunden an der Immigration. Dort versuchen die Amis, so zu tun, als könnten sie mit Kontrollen und Datensammlungswahn Sicherheit erreichen. Dies ist nicht nur ein gefährlicher Trugschluss, sondern gerade für das Land, das Freiheitswerte immer so plakativ hochhält, auch ein gefährlicher Eingriff in gerade diese Freiheitsrechte. Wie sagte Benjamin Franklin, ein großer Amerikaner aus einer längst vergangnen Epoche: Wer meint, er kann Sicherheit gewinnen, indem er die Freiheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren. Mulmig wurde uns allerdings, als jemand einen Koffer entdeckte, inmitten der Wartenden, der scheinbar niemandem gehören wollte. Alle rückten plötzlich einige Schritte zur Seite, als ob der Abstand von wenigen Schritten vor der Bombe würde schützen können. Ein freundlich lächelnder Turbanträger, der einige Schritte entfernt stand, bedeutete dann, dass es wohl sein Koffer sei. Ganz ehrlich, das machte es nicht besser. Soweit sind wir also.

In der Menge entdeckten wir Kay Ray, wir sangen ihm ein munteres „Du hast die Haare schön“, und er erkannte uns und erschreckte sich gleichzeitig: Die schon wieder.

Wir vertrieben uns die Zeit mit CNN schauen (es waren einige Bildschirme installiert), mit Meckern über die Immigration, und mit allgemeinem Dummschwätz. Als man die nur für US-Bürger vorgesehenen Schalter endlich öffnete, und nachdem die wahrscheinlich gewerkschaftlich verordnete Burgerpause vorüber war, ging es endlich schneller. Wir waren dran.

„Godday Sir“. - Immer freundlich bleiben, der kleine Beamte hier entscheidet ob man einreisen darf.
Nicken.
„Passport.“
Die grüne Einreisekarte geben wir freiwillig mit ab.
„Dirk, your left indexfinger here.“ – Gescannt.
„Right finger.“ – Gescannt.
„Look here, Dirk.“ Zack. Foto.
Die Ausreisekarte wird eingeheftet, der Pass wird zurückgereicht.
„Goodbye Sir.“ – Immer freundlich bleiben, ihr wisst schon.
Nicken.

Das wars. Nun zum Kofferband. Dort drehten sich inzwischen die Koffer aus einer Maschine vom völlig anderen Ende der Welt, und unser Gepäck stand kunterbunt verteilt zwischen den Kofferbändern und wartete vorwurfsvoll darauf, eingesammelt zu werden. Nachdem wir alle sechs unser Gepäck hatten – die Goofys waren schon lange durch– marschierten wir Richtung Ausgang. Wie immer gab es auch eine Aida-Ground-Crew, die uns schon erwartete. Wir wurden auf Listen abgehakt, und sollten zur Haltestelle vor dem Terminal. Dort warteten wir nun erneut, auf unseren Shuttlebus zum Schiff.

Während wir aber nur auf den Bus warteten, mussten die Goofys noch einige Schreckminuten überstehen. Eine Alubox mit, für Simone überlebenswichtiger medizinischer Ausrüstung, fehlte. Nach einer halben Stunde tauchte die mit einem großen Roten Kreuz und Aufklebern in Deutsch und Englisch versehene Box dann doch noch auf. In Düsseldorf hatte ein wahrscheinlich grenzdebiler Kofferstapler entschieden, die Box mit dem Flieger zu schicken, der 15 Minuten nach uns von D’dorf nach NY startete. Exi nutze die Wartezeit für einen Burger, es sollte die erste von vielen Extramahlzeiten werden.

Es war inzwischen längst dunkel geworden. Nach einer weiteren Stunde des Wartens kam endlich unser Bus, und als ob man verlorene Zeit aufholen könnte, donnerte der Busfahrer durch das abendliche New York, und angesichts des Verkehrs und vor allem der Fahrweise konnte einem schon Angst und Bange werden.

Endlich, nach einem langen Tag, kamen wir am Pier 90 an. Erneuter Sicherheitscheck, Passkontrolle, und dann endlich – einchecken auf die Aura. Ist Euch auch aufgefallen, dass alle US-Kontrolleure ein so wichtiges Gesicht machen. Wahrscheinlich bekommen die zusammen mit ihren Badges grundsätzlich auch eine verspiegelte Sonnenbrille und eine Fibel, aus der grimmig zu schauen lernen kann.

Egal. Wir stürmten in unsere Kabinskis, klatschen uns grad `ne Hand voll Wasser ins Gesicht, schoben uns einige schnelle Happen zwischen die Zähne und dann machten wir uns auf nach Manhattan – und als wir gegen 21 Uhr Ortszeit dann auf dem Times Square standen, da waren alle Strapazen vergessen. Der Wahnsinn, oder? Die Leuchtreklamen, das HRC, die Virgin-Tribüne, Taxis, Menschen, die Ticketverkäufer („Wanna see the greatest show ever? We have air condition and cheap drinks…“), dampfende Gullys, wie im Film, Kondome mit Obama, McCain oder sogar Palin drauf. Alle von uns, die erstmalig dort waren, waren schier überwältigt. Nun sollte es ein Burger im HRC sein, aber dort hätten wir 30 Minuten warten müssen. Schon wieder warten, och nö, lieber nicht. Während sich nun Jan, Dirk, Toddy und Exi ins Plant Hollywood begaben, nahmen wir uns eine Fahrradrikscha zurück zum Schiff.

Nachdem ich dem russischen Emigranten, der die Pedale trat, auf seinem Stadtplan erklärt hatte, wo Pier 90 ist, ging’s auch schon los (Wieso muss eigentlich ich den Weg wissen, ich war doch gerade mal seit 5 Stunden in NY?) Der Junge haute richtig rein. Dabei musste er nicht nur dem einen oder anderen Taxi ausweichen, sondern vor allem den Schlaglöchern, die sich auf den Straßen wie Perlen an einer Kette aneinander reihten. Zurück auf dem Schiff nahmen wir noch einen Drink, und fielen dann müde und erschöpft, und von unseren ersten Eindrücken überwältig, ins Bett.

Manhattan, New York, NY, USA
Heute wurde mir in Wunsch erfüllt, an dessen Erfüllung ich lange nicht geglaubt hatte. Als Bike-Fan und Fan der Biker wollte ich natürlich ganz dringend mit dem Rad durch New York bzw. Manhattan fahren. Diese Tour wird auch angeboten, und zwar an unserem Anreisetag und auch am darauf folgenden Tag, also heute. Leider ist die Nachfrage am 2. Tag immer sehr gering; so dass die Tour eigentlich schon gestrichen war, aber dank David konnte die Biketour stattfinden. Normalerweise hatte er frei, aber für uns 5 Hanseln – das war Sigrun, Hans, Jan, André und ich – hat er es möglich gemacht. An dieser Stelle nochmals: Danke, Alter, ich werde Dich vermissen, und immer an unsere Touren durch die Städte dieser Welt denken. Wie sagte Ha-Gue doch an diesem Morgen: „Wenn Morris eine Tour will, dann…“

Big Apple by Bike
Meine 34. Bike-Tour, und es war ein absolutes Highlight, eine grandiose Tour durch den Big Apple.

Wir trafen uns um 9 Uhr und nach einer kurzen Einweisung radelten wir auch schon los. Wir, das waren David, Hans und Sigrun, Jan, André und ich. Ein übersichtliches Häuflein Radverrückter, die auf dem Weg zu einem grandiosen Erlebnis waren.

Unser Weg führte uns durch Hell’s Kitchen hinauf zum Columbus Circle und von dort hinein in den Central Park. Diesen umrundeten wir einmal, stoppten an den Strawberry Fields und gedachten John Lennon. Vorbei am Jackie O. Reservoir ( hier grüßte der Marathon Man) warfen wir Blicke aufs Guggenheim Museum und die 5th Avenue. Nach einer Runde um den Park verließen wir den CP und folgten dem Broadway bis zum Times Square. Wusstet Ihr, das der B’Way einen Radweg hat? Wo es keinen Radweg gab, folgten wir einfach der Busspur. Da Samstag war, war der Verkehr sehr dünn, und wir konnten entspannt durch Manhattan radeln.

Rockefeller Center, 42nd Street, Little Italy und Chinatown – mit dem Rad ein einmaliges Erlebnis. Da es in NY geführte Biketouren gibt, wurden wir nicht ganz so bestaunt, wie an anderen Orten. Wir folgten dem Broadway bis zur Lower East Side um dann auf die Brooklyn Bridge abzubiegen. Auch hier gibt’s wieder einen Radweg, und die meisten New Yorker halten sich an die Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern, so dass wir auch hier entspannt die Pedale treten konnten. Wir stärkten uns mit köstlichen Sandwichs und Kuchen aus eine kleinen Bäckerei, die wir im Fulton’s Landing Ferry State Park verzehrten, unterhalb der Brooklyn Bridge und der Manhattan Bridge. Hier hat man einen schönen Blick auf New York, die Pier 17 und auf die Brooklyn und die Manhattan Bridge.

Von hier aus drehten wir eine Runde durch die malerischen Straßen von Brooklyn Heights und zurück auf die Brooklyn Bridge wieder hinüber nach Manhattan und hinunter in den Battery Park. Hier blickten wir auf Miss Liberty und Ellis Island. Weiter ging’s durch den Financial District zur Wall Street, zur Börse und weiter zum Bullen, um ihn bei den Ei… also den Hörnern zu packen. Dann hinauf zum Ground Zero. Vom Wintergarten des Financial Centers aus schauten wir auf die Baustelle, und es war schon ein merkwürdiges Gefühl. In Gedanken tauchten sofort die Bilder auf, die wir alle kennen, von den brennenden und einstürzenden Zwillingstürmen, ein etwas düsterer Höhepunkt der Tour.

Der Rückweg führte uns noch durch Greenwich Village (hier grüßte mich Bob Dylan) und Soho zurück zur Pier 90 am Manhattan Cruise Terminal. Viele Radwege und die souveräne Führung durch David machten die 44km zu einer großartigen und entspannten Tour, die ich jedem, der 2009 nach New York kommt nur wärmstens empfehlen kann. Die Tour kostete 69 Euro und es gab 2 Trinkflaschen und den obligatorischen Riegel. Da die einzigen Anstiege die hinauf zu Brooklyn Bridge sind, kann wirklich jeder diese Tour fahren.

Moni war an diesem Tag mit den Goofys unterwegs, und ich war sehr froh darum. Denn so konnte Sie New York unter der fachkundigen Führung von Simone und Marco erleben, und wir hatten beide einen tollen Tag. Gegen 15 Uhr – wir waren gerade zurück auf dem Schiff – fing es an zu regnen, und es sollte auch bis zum Auslaufen nicht mehr aufhören.

Natürlich wollten wir das Auslaufen aus NY von Deck 11 aus sehen, denn dieses Erlebnis würden wir so schnell kein zweites Mal haben. Leider war es kalt, sehr windig, diesig und der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Wie Nadelstiche trafen uns die vom Wind gepeitschten Regentropfen, und nach einiger Zeit gaben wir auf, und schauten uns Miss Liberty durch die Fenster der Aida Bar an, denn da war es trocken und es schiffte uns nicht in den Drink.

Heute hatte ich auch erstmalig beim Aida-TV angerufen, welches vom Tanzball moderiert wurde:

„Hallo, wer ist da?“
„Hallo Markus, hier ist Morris.“
„Wer? Moritz?“
„Nein, Morris“
„Moritz?“
„Morris – Em – O – Er – Er – I – Es“
„Ah Morris ….. hallo Morris, alles klar wie geht’s bla bla bla. Wer ist bei Dir“
„Keine Ahnung.“
„Bist Du alleine auf Kabine?“
„Nein.“
“Ja wer ist dann bei Dir?“
„Weiß nicht, die hab ich so angesprochen hier.“
„Und dann seid Ihr gleich auf Kabine?“
„Ja, klar, ist doch ein Clubschiff hier.“
„Bist Du denn alleine an Bord? Oder mit einem Freund oder wie?“
„Ne, mit meiner Frau ……“

Ihr hättet sein Gesicht sehen sollen. Er hat die Geschichte so lange geglaubt, bis Moni ins Studio ist um mir über die Kamera mitzueilen, dass ich sie endlich in die Kabinsky reinlassen soll. Schön, so ein Clubschiff.

1. Seetag
Von einem kleinen leichten Anfall von Seekrankheit am Vorabend hatte ich mich gut erholt. Es war recht kühl heute, und nach dem vormittäglichen Unterhaltungsprogramm –genannt Seenotrettungsübung – verbrachten wir den Tag mit Pegeln, vorzugsweise an der Poolbar. Außerdem fand heute ein kleines Aida-Fans-Treffen statt, zu dem die Family vollständig erschien, ebenso die Reisegruppe Aidabar nebst Gräfin, Gabi, den Goofys und einem alten gar nicht so alten Freund nebst Bruder und einer Schwester. Die Family, vertreten durch Motte & Campino, Schiggi & Ossi, Toddy, Jan, Exi, Doktorfisch, Sahara & Ha-Gue, Nico & Micha sowie Sisserl & Morris, trug heute die grünen Shirts. Arne gab einen kleinen aus und so verging der Tag irgendwie mit Essen, Trinken, Labern, Leute treffen, bis zum Theater am Abend. Außerdem fand heute der Vielfahrer Treff 1 statt. Es gab Aida-Plörren-Brause für alle 300 Paxe und CD Schaubensteiner übte die freie Rede, was aber nicht so gut gelang. Am Abend hatte ich mich aus irgendeinem Grund den Theatergängern angeschlossen, aber als dann nach so einer langweiligen Nummern wie Love Boat sogar Junge komm bald wieder gesungen wurde, bin ich an die Bar gegangen. Die neue Welcome-Show war wirklich schlecht.

Wilmington, NC, USA
In Wilmingon gab es Shuttlebusse vom Hafen in die Stadt, und weil es am Hafen keine Taxen gibt, und es zum Latschen zu weit ist, sollte man in den sauren Apfel beißen und für 9 Euronen ein Shuttle-Ticket kaufen. Dies taten auch wir, und so drehten wir eine Runde durch diese wirklich todlangweilige Stadt, die aber auch gar nichts zu bieten hat (es sei denn, man interessiert sich für olle Südstaatenhäuser, aber weil wir dass so spannend fanden, wie Farbe beim Trocknen zuzuschauen, liefen wir einfach so durch die Stadt.) In einem T-Shirt-Shop in einem alten Baumwolllager erklärten wir der Verkäuferin wer wir sind, woher wir kommen, machten ihr klar dass Jan eigentlich Kommunist ist weil er im Osten geboren sei, wollten Exi dort verkuppeln, und kauften sogar ein paar Shirts.

Den Höhepunkt stellte das Home Made Beer dar, in der Front Street Brewerie (www.frontstreetbrewerie.com), und die Burger waren auch recht gut, außerdem entdeckten wir hier die universelle und weltweit nun gültige Maßeinheit für flüssige Nahrung und alkoholische Getränke: Die Flotze. Überall sonst vom Aussterben bedroht, hier gab es sie noch. Wir flotzten hier auch einiges weg, etliche Pints Lager und Ale. Die Hausband hätte ich gerne mal gehört, die hat den spannenden Namen „Gnomes with no homes“. Ansonsten kannste Wilmington – Cape Fear hin, Cape Fear her – getrost vergessen. Ach ja, ein olles Schlachtschiff kann man noch besichtigen.

An der Haltestelle des Shuttlebusses trafen wir Kay Ray. Der erklärte Moni nach heftigstem Küssen, dass er Lagerfeld Femme drauf hatte, und dass der 2006 verliehene Fan-Pin nicht mehr in seinem linken Nippel steckt, sondern an einem Duschvorhang, den er zur Aufbewahrung von Devotionalien nutzt. So, nun wissen wir auch das, und können getrost zurück zum Schiff.

Den Abend verbrachten wir in der Nightfly Bar, wo das großartige Trio Tuesday Night jede Nacht auftrat. Die Jungs waren richtig gut, erfüllten Zuschauerwunsch um Zuschauerwunsch, und überraschten uns gegen halb eins mit einem Gastkünstler: Kay Ray. Kay sang einige Lieder um sich auf- und das Publikum anzuwärmen, aber als er den ersten Touch Down sang, da dachte ich schon, jetzt brauchst Du ein Snickers. Aber er blieb brav, und nachdem er eine Hete schwul angesungen und ein paar weiße Socken beleidigte hatte, war er auch schon fertig.

Charleston, SC, USA
In Charleston war es lausig kalt. Ein strahlend blauer Himmel, aber nur 4° Celsius. Ausgerechnet bei diesem Wetter wollte ich aufs Bike. Aber wie immer, gebucht ist gebucht, und so schlimm wird es schon nicht werden.

La Belle of the South by Bike
Über diese Tour ist schnell berichtet, denn Charleston hätte als Ziel durchaus fehlen können, das wäre nicht weiter aufgefallen. Wir bekamen allerdings einen guten Eindruck von amerikanischen Vorstädten, die wir sonst nur aus dem TV kennen. Denn unser Weg führte uns größtenteils durch die Suburbans der Stadt Mt. Pleasant, die Charleston am Wando River gegenüber liegt. Die Boone Hall – eine Plantage bekannt aus „Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“ – konnte es auch nicht herausreißen. Ebenso wenig der Patriots Point, ein Kriegsschiffmuseum, typisch amerikanisch eben und für unsereinen nicht so interessant. Einziger Schwierigkeitsgrad der 52 km langen Tour war der Anstieg hinauf zur Ravenel Bridge bei Gegenwind. Der hatte es aber dafür in sich, einige mussten absteigen. Jan, David und ich hatten am Fuß der Brücke noch schnell einen Kümmerling inhaliert, und dann haben wir die Brücke gestürmt. Die Tour kostete 49 Euro und es gab 2 Trinkflaschen und einen Wirf-ihn-nach-dem-Hund-Riegel.

Ansonsten: Häuser, Häuser, Häuser aus dem längst verfallenen Süden, aber wie gesagt, Farbe beim Trocknen anschauen ist ähnlich spannend.

Der Abend brachte uns endlich ein Highlight des Entertainments: Kay Ray. Er war sehr gut drauf, soff deutlich weniger und war dadurch besser als beim letzten Mal in Köln. Trotzdem nickte einer ein! Ja, Lothi, ich kann es Dir nicht ersparen, wir haben genau gesehen, wie Du weggenickert bist. Der Abend sah uns dann in der Anytime Bar, dort fand Black & White statt, und wir machten nach einem rauschenden Fest das Licht aus.

Edutainment – Gastkünstler
Da gab’s zum einen den Maler, der mit großer Fertigkeit Bilder vom Meer malte. Die See, der Himmel, Wolken, Strand. Wolken, der Himmel, die See, Strand. Strand, Meer, Himmel, Wolken. Und weil alles immer in Blautönen gehalten war – mit Ausnahme der Wolken, die waren entweder weiß oder dräuten blauschwarz am Himmel - nannten wir ihn Monsieur Le Bleu. Im Malworkshop saßen so zwei bis drei ältere Damen.

Dann war da ein Fotograph, der auch Seemannsgarn über Piraten und Voodoo in der Karibik spann. Christoph hat uns auf dem Katamaran-Ausflug in Antigua begleitet, und weil er nett ist, gönnen wir ihm seinen Laumannjob. Ach ja, und Fotoworkshops gab er natürlich auch, für so zwei bis drei Paxe.

Dann hatten wir noch die Benimmtante. Moni wollte da in einen Kurs gehen, aber 20 Euronen waren mir zu teuer. Als ob das bei uns auch noch was genutzt hätte. Ich hab gesagt, zu der gehe ich nur, wenn die einen Wie-kleide-ich-mich-passend-Kurs belegt. Da sie aber immer in Großmutters Gardine gewandet (vulgo: Faltenrock bis unter die Arme) erschien, brauchte ich auch nicht in ihren Kurs.

Zu Kay Ray brauch ich nicht viel zu sagen, der war großartig.

Don Clarke kam ebenfalls aus dem Schmidt Tivoli. Don war nicht schlecht, hatte es aber schwer gegen Kay Ray.

Die Walkings Acts, die wir dabei hatten, tauchten unvermittelt auf, machten mal eine mehr mal eine weniger lustige Show, und verschwanden wieder. Alles in allem eine schöne Unterbrechung des Tagesablaufs.

2. Seetag
Der Tag vergeht mit Lümmeln, Pegeln, Pokern, und Jan, der Doktor und ich lassen uns breitschlagen, bei der Schau „Ich glotz TV“ mitzumachen. Wir erscheinen in Trikots, wie es sich für eine Mannschaft gehört. Die Aufschriften „Kein Schiff wird kommen …“ und „Es war die defekte Welle – Aura Weihnachts-TA 2007“ erregten allerdings das Missfallen des Theatermanagers, aber dem Publikum gefiel es. Aus Rache werden wir bis zur Unkenntlichkeit verkleidet. Team 1 – Aida-Fans-Rhein-Main – bekommt Lottokugeln auf den Kopf, Team 2 etwas, das aussieht wie abrollbereite Kondome, und Jan und Dirk bekommen einen Ernie verpasst, ich einen Bert. Wir können die Show souverän gewinnen, und bekommen eine Tasse mit „Ich glotz TV“ Aufdruck. Das Beste ist allerdings, dass wir hinten auf der Bühne sitzen dürfen, und somit dem Showensemble aus nächste Nähe auf den ….ähm auf die … also zuschauen dürfen. Danke nochmals an die Unterstützung durch unser Publikum.

Das Highlight des Tages war der Auftritt von Kay Ray um 23 Uhr in der Aida Bar. Der Junge war so gut drauf, die Bar war so voll wie noch nie, und wir waren auf der Bühne bei erster sich bietender Gelegenheit. Es hat Spaß gemacht. Hinterher waren wir noch in der fast leeren Anytime Bar. Aber es war trotzdem schön, denn es war der erste warme Abend

Miami, FL, USA
Welcome to Miami – nachdem wir an den Abenden vorher immer wieder Will Smith in der Disse gehört hatten, löste der Willkommensgruß am Hafenterminal ein großes Hallo aus. Mit einem Taxi ließen wir uns für 20,70 $ zum Ocean Drive/5th Street fahren. Von hier aus erliefen wir uns Miami. Ocean Drive, Miami Beach, Art Deco, Lincoln Blvd., Starbucks Coffee, Cubanian Food, Miami T-Shirts, was der Mensch so braucht. Nach etlichen Stunden Latsch brachte uns ein Taxi für 18.70$ zum Bay Side Market, dort gingen wir noch Shoppen und zu Hooters auf ein oder zwei Bier. Bei Hooters gibt’s draußen nur Kännchen, die man hier Pitcher nennt, und die Mädels, die hier bedienen, zeichnen sich durch außerordentliche zwei Charaktere aus. Für 15$ bringt uns ein Taxi dann zum Schiff, so dass wir insgesamt – inklusive Tipp – knapp 60USD für diesen Ausflug bezahlt haben, etwa 9 Euro pro Person. Der Ausflug von AC wäre deutlich teurer gewesen.

Das Auslaufen von Miami wird zu einem grandiosen Ereignis. Der Himmel brennt, die Sonne hat die Wolken entzündet, und wir sehen ein kitschiges Postkartenpanorama nach dem anderen. Aber so – live dabei – ist es schon sehr beeindruckend und anrührend. Gerade auch nach einem oder zwei Mai Tai. Das sind die großen Momente einer Schiffsreise, die nichts extra kosten.

Am Abend sahen wir den sehr bemühten und durchaus nicht schlechten Don Clark im Theater, hörten den Ikea Boys zu und angesichts einer leeren Anytime Bar ging’s relativ früh zu Bett.

Nassau, Bahamas
Tout la famille plus einem Freund und seinem Bruder schmeißen sich in 2 Taxen, und auf geht’s nach Paradise Island. Für 4 $ each gelangen wir an einen sehr schönen Strand unterhalb des Atlantis. Das Wasser ist fantastisch, warm, türkisgrün, gute Wellen und weicher Sand runden das Bild ab. Ein Rumpunschverkäufer serviert Bahama Mama Rumpunsch in der Kokosnuss. Ten Dollars each, 15 Dollars and you get 3 refills, 20 Dollars and you get as much refills as you want, my friend. Wir schlagen zu. Lecker sach ich euch, so eingepegelt an einem Strand auf den Bahamas. Später essen wir noch die Kokosnüsse, die wir allerdings auf Steinen weiter aufschlagen müssen, wie einst unsere Vorfahren. Back to nature.

Ein Teil der Truppe macht sich später noch auf Richtung Atlantis, weil M. Le Docteur herausgefunden hatte, dass am Strand vor dem Hotel einige Einheimische schwarz die rosa Eintrittsbänder für 30 statt für die regulären 120 Dollar verkaufen. Wir bleiben, erleben einen kurzen Regenschauer, und fahren nach genügend Sonne und Wasser zurück nach Nassau. Im dortigen HRC erwerben Moni und ich unsere ersten HRC-Shirts ever, während draußen ein tropischer Regen niedergeht, wie wir ihn selten erlebt haben. Riesige Tropfen klatschten zu Boden und trommelten aufs Wellblech der Dächer, im Nu ist alles Nass und aufgeweicht, aber schon nach 10 Minuten ist die Sonne wieder da, und sofort wird es schwül- warm wie in einer Waschküche. Ich liebe es, yah mon luv da carribean.

Weil heute Halloween ist, verbringen Jan, Dirk Moni und ich einige Zeit in der Maske, schließlich wollen wir zeigen, was wir haben und sind. Heute hat die Crew seit langem wieder Ausgang, und alle freuen sich wie Bolle auf diesen Abend. Dem entsprechend ist auch die Stimmung. Die Crew ist verkleidet, hat sich richtig auf Halloween eingestellt. Egal, wir können, im Gegensatz zu vielen anderen Paxen, mithalten.

Ein ganz grüner Kay Ray gibt uns noch eine Runde Wodka-Lemon aus und wankte mit arger Schräglage übers Pooldeck. Später habe ich noch hocherotisch mit ihm getanzt. Es wird schon wieder ein rauschendes Fest bis zum frühen Morgen.

Restaurants
Da wir im Marktrestaurant selten bis nie waren, kann ich dazu nichts sagen. Im Calypso fanden wir jedenfalls immer ein hervorragendes, abwechslungsreiches und schmackhaftes Essen. Der Service war freundlich, und auch die schon geschmähten Pakistanis waren immer auf der Höhe. Mir drängt sich manchmal der Gedanke auf, der eine oder andere Pax mag es selber Schuld sein, wenn etwas nicht klappt.

„Good Morning C******“
„Good Morning Sir.“
„I’d like to have some pancakes please“
„Of course, here you are Sir.“
„Thanks C******“
„I’m surprised ….“
„Why?“
„Someone who speaks English …. And he speaks to me!“

So etwas gibt mir zu denken.

Oder:

Gast hält dem Koch in der Show-Gally seinen Teller hin, er möchte anscheinend ein Spiegelei.
„Eins.“
Koch nimmt Teller, legt ein Ei darauf, und reicht ihn dem Gast.
„Bitte sehr, guten Appetit.“
Der Gast möchte sein Ei anscheinend von beiden Seiten gebraten haben, und sagt:
„Umdrehen.“
Der Koch dreht sich um. Der Gast geht sich beschweren.

Jedenfalls hatten die Restaurantleiter Veit und Thomas ihren Laden kompetent, freundlich aber bestimmt im Griff. Auch an Euch und Eure Teams nochmals einen Dank für alles. Leute wartet nicht auf daheim, geht sofort zum Restaurantleiter und Ihr werdet sehen, die meisten Dinge lassen sich regeln. Inklusive eines freien Tisches für 6 oder 8 Personen.

Das Rossini präsentierte sich weltmeisterlich auf höchstem Niveau, sowohl beim Service als auch bei den Speisen. Auch die Weinkarte bietet wirklich hervorragend Tropfen an, für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel.

3. Seetag
Heute ist Cocktailworkshop, nur für uns Aida-Fans, mal wieder. Dafür ebenfalls vielen Dank, vor allem an den EM (dazu später mehr). Barto und Stephie mussten mit viel Geduld und Humor diese Truppe hüten, von denen die meisten schon eins bis drölf CW hinter sich hatten. Andere wiederum waren zum ersten Mal dabei und wollten noch was lernen, und alle sollten zu ihrem Recht kommen. Gut, es gab auch einen, der sich dadurch hervortat, dass er unbedingt die vielgeliebte Alwine machen wollte. Übrigens, wenn ihr der Barcrew mal so einen richtigen Gefallen tun wollt, dann bestellt doch mal im dicksten Gewühle und Betrieb so etwa 12 Alwinen. Wir beschließen den CW traditionell mit einem U-Boot, wie es sich gehört. Das U-Boot ging aufs Haus, und man munkelt, es hätte einem Barchef Ärger eingebracht. Liebe Rostocker Mitleser: Das ist es, was wir wirklich zu schätzen wissen, diese Art von Aufmerksamkeit, diese Kleinigkeiten, die nicht weh tun (und bei der Zeche, die unsereins auf dem Dampfer macht erst recht nicht), die uns aber erfreuen.

Überhaupt, die Barcrew. Ein Traum oder? Schnell, engagiert, freundlich, zuvorkommend, attraktiv und kompetent. Da geht man doch gerne noch einen trinken, und noch einen, und auch doch einen Letzten.

Da nach einem ordentlichen CW nicht mehr viel kommen kann, waren wir heute nach einem Besuch bei den Ikea-Boys recht früh im Bett.

Ocho Rios, Jamaica
Moni und ich legten heute einen Standtag ein. Direkt am Schiff, 5 Minuten zu gehen, gibt’s einen ganz netten Strand. Er kostet 3$ Eintritt, eine Liege kostet die obligatorischen 5$, und ein Bier ist Verhandlungssache. Aufgerufen werden 5 oder 6 Dollar, 3 oder 4 Dollar sollten aber reichen. Das Wasser ist nicht ganz so schön, und der durchlöcherte Fuß eines Liegennachbarn zeigt: Es gibt Seeigel hier. Und der Tritt auf so ein tropisches Nadelkissen kann sehr schmerzhaft sein. Außer Bier könnt Ihr auch Eistee und Rumpunsch bekommen, oder schönes jamaikanischen Gras. Schon fertig gedreht, frei nach Peter Toshs Motto „Don’t walk on the Grass, smoke it“. Den Preis weiß ich nicht, ich hab’s nicht versucht. Da müsstet Ihr jetzt den Liegennachbar „gelochter Fuß“ fragen, der brauchte das, zu rein medizinischen Zwecken natürlich.

Der Rest der Familie besuchte heute auf eigene Faust die Dunn River Falls. Der Spaß kostete 25$ pro Nase inklusive Guide plus 5$ für obligatorische rutschfeste Gummischuhe (im Preis mit drin: tropischer Fußpilz). Für 20$ bekamen man noch ein Video. Das wurde gekauft und zu Hause für alle kopiert. Die Family war’s wohl zufrieden, und deshalb empfehle ich das hier mal, obwohl wir nicht dabei waren. Bei AC kostet das Ding übrigens 55 Euro plus 5$ für die Schuhe.

Das Auslaufen erlebten wir heute einmal mehr in der Blubberbox, schön mit Kaltgetränken. Hier verbrachten wir sowieso manche Stunde, und etliche Flaschen Brause unterschiedlichster Art mussten dran glauben.

Am Abend wurde es dann zünftig, wir gingen zum Alpenglühn. Ich muss ja zugeben, dass ich diese Veranstaltung anfangs verweigert habe, weil ich nicht einsehen wollte, was denn Alpenglühn mit Karibik zu tun hat, aber mittlerweile muss ich da einfach hin, denn es ist partymäßig doch immer ein Höhepunkt.

Natürlich waren wir bestens vorbereitet, schließlich hatten wir doch gerade erst auf Andreas Party in Rietberg geübt. Heute ging sogar die Benimmtante steil. Sie war ganz nass – in den Augen – und der Faltenrock flog über die Tanzfläche und später noch sonst wohin. Und so wurde es erneut ein rauschendes Fest bis in die frühen Morgenstunden.

4. Seetag
Heute wollten wir mal einen Ausflug buchen, konnten uns aber nicht entscheiden, im Angebot waren:
SEE01 – Ausschlafen auf eigener Kabine – 29 Euro
SEE02 – Ausschlafen auf fremder Kabine – 199 Euro
SEE03 – Aufzug fahren mit Hintergrundmusik – 29 Euro
SEE04 – Aufzug fahren mit anderen Passagieren – 9 Euro
SEE05 – Poolbar sitzen (Getränke exklusive) – 9 Euro
SEE06 – Liegenreserviererkurs – 49 Euro
SEE07 – Liegenentreserviererkurs (inkl. 1.-Hilfe-Kurs) - 99 Euro
SEE08 – großes Seetag-Paket: Liegenreserviererkurs, Buffetdrängler-Workshop und Wochen-Video-Kopier-Lehrgang – 299 Euro
SEE09 – Mit der Meute am Pool rumliegen und einpegeln – unbezahlbar

Wir hatten mal wieder SEE09 gebucht.

Später gingen wir dann zum VF2, der in der Nightfly begann, mit Sekt und einer erneuten Freie-Rede-Übung von Herrn Schaubensteiner. Käpt’n Hoppert lud uns trotz der großen Zahl von 40 Paxen auf die Brücke ein, und wir kamen erneut auf die Brücke der Aura, mit der wir so viele Erinnerungen verbinden.

Im Theater sahen wir heute Kay Ray zum Dritten, und es war wieder eine absolut großartige Show die Kay da ablieferte. Später hatten wir mit ihm noch einige Drinks und Moni und Kay ein langes Gespräch über die Schnaps und die Welt.

Oranjestad, Aruba
Nachdem wir Aruba beim letzten Mal als Wechselhafen hatten, wollten wir heute hier an den Stand. Für 3$ / Person ließe wir uns zum Eagle Beach fahren Ein traumhafter Strand, nur leider sind kaum Sonnenschirme zu bekommen, und anderweitigen Schatten gibt es kaum. Die Schirme und Liegestühle gehören entweder zu Hotels, oder sie sind schon früh besetzt, so dass Spätankommer wie wir eine Chance mehr hatten. Es war trotzdem ein schöner Strandtag mit der ganzen Meute, und die Zeit hat auch noch gerecht, ins Städtchen zu gehen.

Wir shoppten ein wenig, ich erstand eine echte falsche Ray Ban, und schließlich landeten wir in einem Restaurant mit schönem Blick auf Oranjestad, und hier sprachen wir dem Rumpunsch ordentlich zu. Der Punsch wurde in Blumenvasen serviert, und da kann man schon Mal das Maß verlieren. So waren wir bestens vorgepegelt für die abendliche Schlagerpoolparty und die Schlagertörtchen.

Um es kurz zu machen: Die Törtchen waren einfach mitreißend, großartig, toll, voller Energie und sprühten geradezu vor Spielfreude. Der Abend wollte und sollte kein Ende nehmen. Es war so heiß, daß Jan, Dirk und ich beschlossen, die Poolparty dort fortzusetzen, wo eine Poolparty stattfinden sollte, im Pool nämlich. Dass wir außer unseren Schuhen nichts weiter ausgezogen hatten, war dem SecO anscheinen nicht so recht, denn nach 20 Minuten pfiff er uns raus. Vielleicht lag es auch daran, dass er den Ruf von AC schützen musste, denn schließlich war noch ein gewisser Mitarbeiter der Firma ebenfalls in den Pool gehüpft.

Die Party dauerte jedenfalls erneut bis zum frühen Morgen, und wegen des Hörnerwhiskys hatte ich am nächsten Tag einen wirklich unschönen dicken Kopp und die tote Maus in meinem Mund schmeckte heute besonders pelzig und eklig.

Entertainment
Zeit, ein Wort über den Club zu verlieren. Zunächst riesen Dank an Arne persönlich und auch an sein sein Team, die haben wirklich mal wieder Clubschiff gemacht. Arne hat nicht nur den EM gegeben, sondern ist mit bestem Beispiel voran gegangen, wir hatten unendlich viel Spaß. Die Barcrew ging ebenfalls fast alles mit, Chapeau. Aber, auch das muss mal sagt werden, an die Adresse derjenigen, die immer den alten Club vermissen: Clubschiff ist auch, was Ihr daraus macht. Wie oft suchte das Clubteam verzweifelt nach Mitspielern, nach Mitmachern, und fand keine, so dass letztlich immer dieselben Leute mitgemacht haben. Trotzdem: Weiter so Leute, trotz Rostock, oder gerade deswegen. Die Partys waren klasse, gut besucht bis in den Morgen hinein, Dank daher auch an DJ Jörg Hightower.

5. Seetag
Die tote Maus habe ich nach einem warmen Frühstück aus der Pizzaecke mit einem Stützradler verjagt, und so konnten wir endlich wieder SEE09 frönen. Heute gab’s mal wieder „Wetten dass ...“ und weil die üblichen Wetten mit den Nautikern nicht gestattet waren, musste das Clubteam dran glauben. Arne zoppen war auch verboten worden, also brachten wir die üblichen „Clubtanz rückwärts im Pool tanzen“ oder „Karo trockenen Fußes über den Pool“ ein, und ich konnte mit meiner Wette gewinnen.

Den Abend verbrachten wir im Rossini mit einem wirklich sehr guten 11-Gänge-Menu. Sogar der Nicht-Fisch-Esser kam auf seine Kosten, man ist dort ausgesprochen flexibel. Da wir zu 18 Personen dort waren, stellte die Gruppe eine kleine Herausforderung dar, die aber hervorragend gemeistert wurde.

St. John’s, Antigua
Einige der Familie hatten heute die Katamaran-Tour gebucht. Wichtig war den meisten der Zusatz „Open Bar“, ich denke, damit sind Sinn und Zweck der Tour hinreichend erklärt. Wir verließen St. John’s auf dem Katamaran Mystique zu Klängen von Mr. Bob Marley & seinen Wailers unter der fachkundigen und humorigen Führung von Captain Mango.

Der Schnorchelstopp fand and er gleichen Stelle statt wie schon 2003, und weil schon damals auf einem Friedhof mehr los war als an dem Spot, habe ich mir das Schnorcheln gespart und Moni und ich sind ein wenig geschwommen. Als von der Crew eine Warnung vor Jellyfish kam, zogen wir es vor, an Bord zu gehen, denn dort öffnete nun die Bar. Es gab Softdrinks, Bier und vor allem Rumpunsch.

Als nächstes Highlight wartete der Lunch auf uns. Frisch an Bord gegrillter Fisch oder Chicken, dazu Salat, Coal Slaw, karibischer Reis und Nudelsalat, das war echt lecker, vor allem die Bar-B-Q-Sauce war ein Gedicht.

Wir segelten weiter die Küste entlang. Sissi und ich saßen, die Beine außenbords baumelnd, und schauten auf Antigua.
„Schatzi …?“
„Jaha..!“
„Schau mal, ist das nicht toll…“
Wir waren mittelmäßig illumniert, und so lauetet die Antwort:
„Jahaa … subber.“
„Und? … das willst Du gegen eine Woche Kanaren tauschen…?“
Hmm…. Dummdidumm … was hatte die Frau vor, genau das war der Plan.
Doch ehe ich es mich versah, war die Antwort:
„Nein, Karibik ist doch viel schöner.“
Grinsen.!

Wir landeten an einem Strand, hier konnten wir sonnen, schwimmen oder verbotener Weise von der Terrasse einer Hütte springen. Das war unvernünftig und gefährlich, hat aber Spaß gemacht. Einer von uns hat dafür auch von zu Hause Mecker bekommen, ich war’s aber nicht.

Die Hot Nights Party am Abend haben wir ausgelassen, es soll aber gut gewesen sein.

Road Town, Tortola
Auf Tortola hatten wir nur eine kurze Liegezeit bis 14 Uhr, deshalb war es sehr riskant, Ausflüge auf eigene Faust zu unternehmen. Wer noch nicht auf Virgin Gorda bei The Baths war, der buchte halt über AC, wir blieben einfach an Bord, da wir Tortola und auch The Baths schon kannten. Das frühe Ablegen nutzten wir, um in der Anytime sitzend, den Gewinnsekt und etliche zusätzliche Flaschen ihrem Zweck zuzuführen.

Abreise
Den Abreisetag verbrachten wir auf dem Pooldeck. Alle hatten im Hafen eingecheckt – das ging relativ chaotisch von statten – und warteten nun auf den Transfer. Es wurden Abschieds- und Stützbiere getrunken, und so nach und nach lichteten sich unsere Reihen. Das Warten am Airport verkürzten wir uns mit einigen fettigen Burgern und Pommes (können wir aber sehr empfehlen), um dann den nervigen weil langen Rückflug anzutreten. Dieser verlief ohne Vorkommnisse, selbst unsere Sitzplatzreservierung war richtig.

… und sonst so ….
Ihr müsst nicht alles wissen. Der eine oder andere mag sich an Begebenheiten erinnern, die hier nicht hergehören. Exi denkt sicherlich gerne an Dialoge über Kopfkissen, Micha erinnert sich an einen Abend des Wartens, der Bruder eines Freundes mag über dieses nicht reden, der Freund über jenes nicht, und schon gar nicht muss hier die Feiercrew erwähnt werden, ohne die wir nur halb so viel Spaß gehabt hätten, jedenfalls nicht namentlich, aber seid gegrüßt an dieser Stelle. Es soll verfängliche Situationen gegeben haben, und überhaupt war es diesmal auf dem Schiff recht heiß, nicht nur der tropischen Temperaturen wegen. Es wurde reichlich geflotzt, und der Tagesvollste wechselte mitunter, ging aber insgesamt an einen bekannten Naturwissenschaftler.

Fazit
Schön war’s, und es wird kaum zu toppen sein. Schau’n wir mal …

REISEBERICHT MELDEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um einen Bericht zu melden, geben sie bitte noch einen Grund an
Grund für die Meldung:

REISEBERICHT WEITERLEITEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um den Bericht weiterzuleiten, geben sie bitte die gewünschte EmailAdresse an
An wen weiterleiten:
Nachricht für den User: