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Reisebericht AIDAdiva Kanaren


Von kreuzfahrer (männlich)
Alter: 47
Detailbild Schiff AIDAdiva
Quelle: Quelle: Rainer Nuyken
SchiffAIDAdiva
Bericht vom10.11.2007
Reise vom10.11.2007
Dauer7 TAGE
RouteKanarische Inseln

REISEBERICHT IM DETAIL


Um 7:50 geht es in Hamburg an Bord der Condor-Maschine los. Ca. fünf Stunden später komme ich am Flughafen in Teneriffa an. Gelandet und schnell von Bord, die Koffer nach langen 12 Minuten in Empfang genommen, gehe ich zum Ausgang und finde sofort das Schild "AIDA". Dahingerast (mit einem Schweren Koffer plus Tasche bestückt wie ein LKW) zur Empfangsdame am AIDA-Stand, war mein extra gebuchter Transfer glücklicherweise auf der Liste. Das kommt (leider aus eigener Erfahrung) nicht immer vor.

Der Transfer kostet zwar stolze EUR 25,00 aber immerhin komme ich zum Schiff. Es dauert ca. 50 Minuten bis zum Hafen.

Die Einschiffung ist traumhaft schnell. Trotz Koffergerangel am Bus bin ich der der erste am Schalter für Deck 9. Allerdings (und das sollte ich erwähnen) hat Deck 9 die wenigsten und obersten Kabinen. Bei den Schaltern der anderen Decks sah es deutlich anders aus...

Ich komme an Bord...
Die AIDAdiva überzeugt durch futuristisches Design. alles ist sehr gut durchdacht. Hier waren Meister am Werk! Die Aufenthaltsräume und Fahrstühle sind sehr schön designed.

Vor der Reise habe ich sehr gemischte Berichte und Kritiken über die AIDAdiva lesen können. Auch durch meine Erfahrungen mit anderen AIDA-Schiffen (2x AIDAvita, 2xAIDAcara und 1xAIDAblu) gehe ich sehr skeptisch an Bord.

Was soll ich sagen? Einiges hat sich geändert, vieles ist auf diesem Schiff der neuen AIDA-Generation aber auch traditionell Clubschiff. Natürlich ist dieses Schiff sehr viel größer als die anderen AIDA-Schiffe. Das ist, meiner Meinung nach, ein großer Vorteil. Mit 252 Metern Länge ist das Schiff kein Mega-Liner, aber auch nicht zu klein.

Meine Kabine auf Deck 9 ist ausreichend groß (gut, ich bin ja auch Einzelpassagier in einer Doppelkabine!) und sie bietet jeden Komfort. Flachbildschirm mit ITV, schöne und ausreichende Naßzelle, Schreibtisch, Nachtschrank, etc. Was von mir wirklich vermißt wird, ist ein Kühlschrank oder eine Minibar, in der man Getränke kühlen kann. Selbst der auf die Kabine gelieferte AIDA-Sekt wird auf den Tisch gestellt und nicht in einem Kühler serviert. Das ist sehr schade. So kann man auch nicht das 1,90 EUR teure Wasser kühlen, was es an Bord anstatt der gewohnten Wasserstationen der "alten" AIDAs gibt. Aber dies ist auf Kreuzfahrtschiffen ja normal und daher von meiner Seite aus kein großer Kritikpunkt.

Der Eintritt in die "Body&Soul" Wellness-Oase kostet EUR 15,00. Das finde ich nicht in Ordnung. Ein Trend, der sich leider auch bei anderen Reedereien abzeichnet. Nun ist AIDA aber ein Clubschiff und dort sollte es Inklusivleistung sein. Man geht ja von diversen Inklusiv-Leistungen aus. (Nebenbei: Wenn sie diese Leistungen inklusive möchten, dann fahren sie mit Princess-Cruises.)

Das Essen in den Buffet-Restaurants (Weite Welt, Markt- und Bella Vista) ist für mich in Ordnung, obwohl mir dort die Steaks fehlen. Einmal habe ich sie im Markt-Restaurant gefunden, aber diese sind mit dem damaligen AIDA-Standard nicht vergleichbar. Die Auswahl beschränkt sich meist auf Schwein, Pute und Hühnerfleisch, Rind war nur selten vorhanden.

Das Essen in den Buffet-Restaurants hat sich dahin verändert, dass es keine Themenabende mehr gibt, wie auf den kleinen AIDA-Schiffen. Aber das Essen schmeckt mir, daher ist das kein Problem. Auch der Wein ist schmackhaft und mundet zu jeder Zeit.

Der Pool-Bereich bietet genug Platz. Die Pools sind zwar nicht sensationell groß, reichen aber aus. Liegenreservierer gibt es natürlich auch hier, aber als Einzelperson bekommt man hier immer eine Liege in der Sonne oder im Schatten.

Was auf dieser Reise doch sehr auffiel, ist die hohe Anzahl von älteren Passagieren, jenseits der der 70er. Auf einem Clubschiff? Lustig ist nur, daß zu Eröffnung der Restaurants gerade diese Rentner sich über den Andrang beschwerten; das alles so voll sei und man wohl keinen Tisch mehr abbekommen würde. Noch lustiger ist nur, daß diese Pensionäre wie Soldaten in "vorderster Front" stehen und sofort an den Tisch laufen, wo sie ja immer sitzen. Ich gehe ganz entspannt zu einem Vierertisch und warte meine Tischnachbarn ab. Das ist doch alles kein Problem. Ich frage mich nur, warum buchen diese unzufriedenen Leute nicht eine Kreuzfahrt auf einem "klassischen" Kreuzfahrtschiff mit fester Tischordnung? Aber wenn ich mir diese Personen so anschaue, dann ist es mir klar: Die trauen sich nicht!

REISEZIELE:

Funchal/Madeira:
Von Teneriffa geht es direkt nach Funchal, die Hauptstadt der Insel Madeira. Ankunft ist 13:00 Uhr bei schwül-warmer Hitze mit bedecktem Himmel. Die AIDAdiva bleibt bis zum nächsten Tag 17:00 Uhr im Hafen. Das ist sehr angenehm.

Einen Tag später begegnet mir strahlend blauer Himmel und 30° C. Dieses nutze ich natürlich sofort und gehe nochmals in die Stadt Funchal. Dies ist wirklich eine schöne Stadt. Gerade bei schönem Wetter ist dies nicht zu leugnen. Die zweite Hälfte des Tages verbringe ich dann in der Wellness-Oase der AIDAdiva für stolze EUR 15,00. Aber dies lohnt sich, da ich dort faßt alleine bin und die Vielfalt der Wellness-Welt erleben darf.

La Palma:
Viele Häuser, die recht schön wirken. Nach anderthalb Stunden ist die Stadt La Palma dann aber auch erkundet. Danach geht es wieder zurück zum Schiff.

Fuerteventura:
Aufgestanden um 10:40, kein Problem, ich habe ja keinen Ausflug gebucht. Danach gehe ich in die Stadt Puerto del Rosario. Diese hat nicht viel zu bieten. Ein bißchen Strand und ein respektables Einkaufszentrum. Das war es dann auch. Bei 32 °C bin ich sowieso schnell fertig. Zurück geht es dann mit dem Taxi....

Lanzarote:
Ausflugsbeginn: 8:30 Uhr, da sollte man nicht am Abend davor Feiern gehen..... Geduscht, und rasant gefrühstückt geht es dann ab in den Bus. Zunächst halten wir für 30 Minuten in der Stadt Teguise. Nett und interessant, aber viel zu lange. War auch nicht Programm des Ausfluges. Dann geht es weiter zum "Mirador del Rio", einer architektonischen Meisterleistung vom Architekten Cesar Manrique. Viele erkennen es wiede; hier wurden viele Filme gedreht. Vor allem die TV-Serie "Timm Thaler" ist in Deutschland sehr bekannt. Die nächste Station ist das "Jameos del Agua", ebenfalls von Cesar Manrique entworfen. Durch eine Grotte mit Albinobrebsen gelangt man in eine architektonische Zukunftswelt, die mir schon vor neun Jahren sehr gefiel, als ich mit der "Costa Marina" dort war. Am Nachmittag geht es weiter mit dem Shuttle-Bus (für EUR 6,00 hin- und zurück) in die Hauptstadt Arrecife. Nach einer Stunde stehe ich wieder am Bus. Es lohnt sich nicht wirklich.

Gran Canaria/Las Palmas:
Auch hier: Ausflugsprogramm 8:30 h. Warum eigentlich immer so früh?? Aber so ist es angesagt, ergo kann man wieder nicht ausschlafen... Es startet eine Panorama-Fahrt! Der Reiseleiter ist ein sehr lustiger Mensch. Das macht die Serpentinfahrt erträglich. Dass hier nicht täglich Busse abstürzen, wundert mich. Erster Stop: Krater Gran Canaria: Wer einmal den großen Krater von Arizona gesehen hat, der lächelt darüber. Ich habe gelächelt. Alle anderen Mitreisenden fanden das aber ganz toll. Der Ausflug führt uns weiter in eine Stadt namens "Teror". Eine alte Stadt inmitten der Insel. Danach geht es zum Aussichtspunkt in Las Palmas mit Blick auf die Stadt. Dafür, dass während des Ausfluges keine Eintrittsgelder verlangt werden, ist der Ausflug zu teuer.

FAZIT:
Wie schon geschrieben, wollte ich persönlich die recht negativen Kritiken der AIDAdiva nach eigenen Erleben und Erfahrungen überprüfen. Diese Woche an Bord der AIDAdiva hat mich derart positiv überrascht, daß ich es innerhalb der nächsten Jahre mal wieder in Erwägung ziehen werde, AIDA in meine nächsten Reiseplanungen mit einzubeziehen. Auch wenn immer nur Buffet (ohne Zuzahlung) angesagt ist und auch das Publikum nicht gerade einem vornehmen Kreis angehört, war doch vieles nicht so schlimm, wie von vielen AIDA-Fans geschildert. Vielleicht liegt es daran, daß sich die AIDAdiva in Richtung "normalen" Kreuzfahrtschiff entwickelt und nicht mehr ein reines Clubschiff ist, wie vor einigen Jahren.

Was natürlich gar nicht geht: Seine Ausflugtickets muss man an meterlangen Schlangen persönlich abholen.... Warum werden diese nicht auf die Kabine geliefert, wie bei anderen Reedereien selbstverständlich?

Auch das es kein Bonusprogramm für Stammgäste gibt (wie bei der Konkurrenz heutzutage durchaus üblich) lässt erahnen, daß es AIDA nicht nötig hat, Kunden binden zu wollen. In letzter Konsequenz bedeutet das aber, daß jüngere Passagiere sich auch mal woanders (NCL, Costa, Princess, Carnival, MSC, Transocean, etc.) umschauen und dort bleiben werden. Die älteren Kunden jedoch (mangels Fremdsprachen-kenntnissen) bei AIDA bleiben werden. Ergo werden die AIDA-Schiffe mittelfristig vergreisen.

Das kann aber nicht wirklich Ziel von AIDA Cruises sein. Zumindest hoffe ich das nicht.

Die Liegezeiten in den Häfen waren sehr großzügig bemessen. Die Melodien beim Ablegen immer wieder schön.

Also, liebe AIDA Cruises, besinnt euch, Gewinn ist nicht alles, sondern zufriedene Passagiere.
Also, auf ein nächstes Mal.

© 2007 Martin Buschmann

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