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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Ein zauberhaftes Schmuckstück – Die Norwegian Gem


Von Lievi (weiblich)
Alter: 36
Detailbild Schiff Norwegian Gem
Quelle: Quelle: Sven Tornow
SchiffNorwegian Gem
Bericht vom19.10.2007
Reise vom19.10.2007
Dauer3 TAGE
RouteBarcelona - Villefranche - Barcelona

REISEBERICHT IM DETAIL


Ein kleiner Reisebericht von unserer Minicruise

Barcelona – Villefranche - Barcelona vom 19. bis 21.Oktober 2007

Ein Vorwort

Dies war unsere erste Reise mit einem amerikanischen Schiff. Für meine Oma sogar die erste Cruise überhaupt. Auch wenn sie leider viel zu kurz war. Aber für einen ersten Eindruck hat es auf jeden Fall gereicht. Wir kannten bisher nur die AIDAvita und AIDAcara und waren natürlich genau so aufgeregt wie vor unserer ersten Cruise. Wie wird es sein, so ein großes Schiff, wie ist das Bordleben und wie gut können wir uns wohl verständigen? Mit mehr oder weniger guten Englischkenntnissen ging es leichter als gedacht. Es gibt eine deutsche Ausgabe der Freestyle Daily, eine deutsche Reiseleiterin garantiert auf den Europafahrten und deutsche Speisekarten. Die Durchsagen wurden in Spanisch, deutsch, englisch und französisch durchgeführt. Den Passagieren angepasst. Selbst unser finnischer Kapitän führte Durchsagen in Deutsch durch.

Die Anreise

Wir hatten über unser Reisebüro das Rundum-Sorglos-Paket Fly & Cruise gebucht. Der Hinflug war bereits um 06:45 Uhr in der Früh ab Düsseldorf. Vor lauter Gespanntheit war an Schlaf auch im Flieger nicht zu denken. Wir saßen im Flugzeug auf der rechten Seite und konnten bereits im Landeanflug einen Blick auf die Norwegian Gem werfen. Vor ihr lag die ebenfalls sehr imposante MSC Musica.

Kurz vor dem Ausgang erwarteten uns schon die NCL-Mitarbeiter die neben den Formalitäten auch unser Gepäck in Empfang nahmen. Wir waren eine Gruppe von 10 Personen die nun in den Bus stiegen. Es war ca. 9:30 Uhr. Zuerst dachte ich, dass wir jetzt zum Schiff fahren, aber es folgte eine Stadtrundfahrt durch Barcelona. Lustigerweise hatte man unserem Stadtführer gesagt wir wären eine englische Gruppe, da wir die NCL-Mitarbeiter in Englisch angesprochen haben. Was auch sonst? *g* Während der Fahrt am Olympiastadion vorbei stellte sich für unseren Stadtführer heraus, dass wir alle aus Deutschland kommen. Er sprach auch Deutsch und somit ging die restliche Führung in Deutsch weiter.

Nach dem Olympiapark ging es zur La Sagrada Familia, bei der wir nach ein paar Informationen etwas Freizeit hatten. Was für ein tolles Bauwerk. Das war schon sehr interessant. Der nächste Stopp war an der Kathedrale, dort hatte ich aber keine Lust auszusteigen, und bin mit meiner Oma im Bus sitzen geblieben und habe für ein paar Minuten die Augen zu gemacht. Um ca. 13 Uhr ging es dann auch endlich zum Hafen! Da warten wir doch schon die ganze Zeit drauf!

Die Einschiffung

Mit mehr als 30 Check-In-Terminals ging die Einschiffung sehr schnell. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht und die Registration Form dabei. Um 13:30 Uhr haben wir dann endlich die Norwegian Gem auf Deck 7 betreten! Vorher gab es natürlich das obligatorische Foto. Gekauft haben wir es aber nicht. Auch bei NCL sind die Fotopreise, trotz Bordwährung US-$, total überzogen.

Das Schiff

Die Norwegian Gem ist wirklich ein sehr, sehr schönes Schiff! Es passt alles wunderbar zusammen und die Farben wirken auch nicht aufdringlich. Uns hat auch die detailverliebte Ausstattung wunderbar gefallen. Auf den dicken, weichen Teppichen läuft man wie auf Wolken. Die Klimaanlage empfanden wir als angenehm. Das Pooldeck ist schön groß. Die Liegenauflagen sind dick und bequem. Toll sind die Lümmelecken. Dort kann man es an lauen Sommernächten bestimmt lange aushalten. Es gibt zwei große Pools in denen man durchaus auch Bahnen schwimmen könnte. Kurze natürlich. Es gibt Whirlpools. Die Wasserrutsche war natürlich das Highlight für die Kinder. Ein paar sind tatsächlich schwimmen gegangen. Für mich wäre es etwas zu frisch gewesen, aber Kindern ist das egal. *g* Es war ein schöner Tag in Barcelona. Es gibt aber auch einen eigenen Kinderpool und Kinderspielbereich auf dem Pooldeck. Den Kids-Club haben wir uns allerdings nicht angeschaut. Er soll aber schön groß sein.

Langeweile kommt auf dem Schiff garantiert nicht auf. Vom Sportbereich, wie Kletterfelsen, Tenniscourt, Basketballfeld, Fußballplatz und Tischtennisplatte, über die vier Bowlingbahnen in der Bliss Ultra Lounge. Kosten pro Person und Spiel 5 $. Sowie die Nintendo WII Station im Atrium auf Deck 7. Am Freitag konnte für eine Stunde auf der riesigen Videowall gespielt werden. Und dann natürlich die etlichen Bars, Lounges und Restaurants. Die Seenotrettungsübung fand bereits vor dem Auslaufen um 17 Uhr statt. Wir hatten natürlich sehr viele Spanier an Bord, die aber eigentlich ganz angenehme Mitreisende waren. Der Altersdurchschnitt war auch sehr niedrig. Neben deutschen Gästen waren auch Franzosen an Bord.

Ein Traum wird wahr – Die Balkonkabine

Auf der Norwegian Gem haben wir unsere erste Balkonkabine bezogen. Einem Upgrade von Innen sei Dank! Sie befindet sich auf Deck 10 im Heckbereich. Es ist die Kabine 10156 die mit der Kabine 10158 verbunden werden kann. In der Nachbarkabine wohnte Oma. Da Omas sehr leise sind können wir nichts negatives über Kabinen mit Verbindungstüren berichten. Wir haben nichts gehört.

Eine Balkonkabine ist wirklich ein Traum! Bisher konnten wir nur Innen reisen, was wir nie wieder wollen! Mit einer Größe von 19 m² hatte man Platz. Die Koffer konnten unter dem Bett verstaut werden. Die Kabine ist wunderschön eingerichtet. Der Teppich ist auch wieder schön dick und weich und hatte ein Muster von Muscheln und Seepferdchen. Die Badaufteilung ist auch super. Geradeaus befindet sich das Waschbecken mit genügend Ablageflächen. Rechts die Dusche mit einer Glasschiebetür, links die Toilette, die ebenfalls mit einer Glasschiebetür geschlossen werden kann. Der Kleiderschrank ist groß genug, es gibt viele Schubladen. Ebenfalls passt in den Safe unglaublich viel rein. Der Haarfön an der Schminkecke taugt auch was. *g* Bei langen Haaren ist es ja immer so eine Sache. Sehr schön ist auch die kleine Kaffeemaschine. Der Fernseher war gut positioniert. Die Namen standen als Begrüßung auf dem Monitor. Man konnte auch alles auf deutsch einstellen. Eine europäische Steckdose befindet sich unterhalb der Minibar. Neben dem Bett befindet sich noch ein kleines Sofa mit einem kleinen Tisch.

Der Balkon wird mit einer Schiebetür geöffnet. Man könnte auch die Trennwand zwischen den beiden Balkonen öffnen. So hätten beide Kabinen einen großen Balkon. Auf dem Balkon standen zwei Stühle und ein kleiner Abstelltisch.

Das Essen

Freitagabend waren wir im nicht aufpreispflichtigen La Cucina essen. Wir hatten zur Vorsicht einen Tisch reserviert. Ein urgemütliches Restaurant und das essen war sehr, sehr lecker. Die Servicemitarbeiter waren äußerst freundlich und immer zur Stelle.

Samstagabend waren wir zu gegebenen Anlass, Oma feierte ihren 84. Geburtstag, im aufpreispflichtigen Cagneys essen. Dort hatten wir auch einen Tisch reserviert. Niemand hatte vorher zu viel versprochen!!! Das Essen war einfach nur lecker und überhaupt haben wir uns sehr wohlgefühlt. Auch hier war das Personal äußerst freundlich und aufmerksam. Wir hatten einen sehr schönen Geburtstagsabend mit Oma.

Auch die Kleiderordnung ist Freestyle. Am Abend sah man alles, vom langen Abendkleid bis zur Jeans mit T-Shirt.

Frühstück

Wir sind nach 9 Uhr frühstücken gegangen. Das Garden Cafe war nur sehr, sehr voll und durch die Spanier auch sehr laut. Auf dem Pooldeck konnte man aber wunderbar in Ruhe mit Blick auf Villefranche sitzen und essen. Auf einer längeren Reise werden wir sicher auch mal den Kabinenservice in Anspruch nehmen.

Das Geburtstagspackage

Wir hatten von zu Hause aus das Geburtstagspackage als kleine Geste gebucht. Für 22 € wurde die Kabine mit Konfetti, Luftballons und einer Happy-Birthday-Girlande geschmückt. Der Kuchen war wirklich nicht süß und sehr lecker. Wir hatten uns schon auf das Schlimmste eingestellt.

Entertainment

Freitagabend war eine Show mit Romano Frediani im Stardust Theater. Eine Jongliershow. Wir fanden es nicht schlecht und ganz lustig. Der Jongleur hatte sich zwar mehr auf die Spanier eingestellt, wir hatten aber trotzdem alle unseren Spaß. Danach waren wir noch in der Spinnaker Lounge. Schön zu sehen, dass auch auf einem NCL-Schiff ältere Damen nicht allein tanzen müssen. Das gibt’s doch auch auf der QM2….

Samstagabend gab es eine Musikshow „World Beat“. War auch nicht schlecht, tolle Musik und vor allem tolle Sänger. Danach waren wir noch eine Runde bowlen in der Bliss Ultra Lounge. Es macht nicht viel Sinn auf hoher See zu bowlen. So schlecht war ich noch nie! Danach haben wir noch etwas getrunken und die Schattentänzerinnen angeschaut. Über die Inneneinrichtung der Ultra Bliss Lounge muss ich wohl nicht viel sagen. Mein Geschmack ist es nicht wirklich! Aber der Sound ist super, wie auch die Musikauswahl. Viel neues, viel gemischtes. Sie hat eine schöne Größe und toll finde ich auch die ganzen Flatscreens die zu dem aktuellen Song das Video zeigen und auch den Titel und Sänger.

Der Ausflug

Nach vielem Hin und Her hatten wir den Ausflug Highlights von Monaco und Monte Carlo für 69 $ gebucht. Zwar in Englisch, aber dass war überhaupt kein Problem. Leider, wie immer auf geführten Touren, war es ein Gehetze. Vor allem weil der Kapitän den Reiseleitern mitteilte, dass wir früher aufs Schiff zurück müssen. Letztendlich haben wir doch pünktlich um 18 Uhr abgelegt.

Monaco und Monte Carlo sind ja wirklich sehr schön. Das Wetter war auch sonnig, nur sehr windig. Von dem Tenderproblem haben wir nicht viel mitbekommen. Wir mussten erst um 12:30 Uhr übersetzen. Von Außen haben wir das Aquarium gesehen, besichtigt haben wir die Kirche in der Grace Kelly geheiratet hat und natürlich auch begraben liegt. Den Palast haben wir von Außen bestaunen dürfen für die Wachablösung um 15 Uhr gab es dann leider keine Zeit mehr. Ebenfalls sehr schön von außen das Hotel de Paris und die tollen Autos die davor standen. Im Casino durften wir das Foyer besuchen. Unser Bus wartete vor dem Tunnel der auch zur Formel-1-Strecke gehört.

An Eze und Nizza sind wir mit dem Bus vorbei gefahren. Die Straße mit dem Blick in die Bucht und auf das Meer ist einfach traumhaft schön. Von dort oben hatte man einen wunderschönen Blick auf die Norwegian Gem.

Villefranche und Umgebung möchten wir auf jeden Fall wieder sehen!

Die Ausschiffung

Unser Schiff legte um 8 Uhr in Barcelona an. Hätten wir den Gepäckservice genutzt, hätten wir um 8:30 Uhr vom Schiff gemusst. Somit haben wir uns für den Expresswalk entschieden. Man muss lediglich sein Gepäck selber von Bord bringen. Somit sind wir um 9 Uhr zum frühstücken gegangen, haben danach unsere Sachen aus der Kabine geholt und sind um 10 Uhr mit unseren Transferbus zum Flughafen gefahren. Unser Flug ging erst um 20 Uhr zurück. Wir haben uns für 6,90 € ein Bus – und Bahnticket, gültig für drei Personen, gekauft und sind zurück in die Stadt gefahren. Für 19 € haben wir ein Tagesticket für die Stadtrundfahrt gekauft. So konnten wir bei herrlichstem Sonnenschein noch etwas von Barcelona sehen.

Fazit

Uns hat NCL mit seinem Freestyle Konzept und die Norwegian Gem, als Schiff mit unbegrenzten Möglichkeiten, überzeugt. Vielleicht war es etwas wuselig, aber das lag an der Kurzfahrt. Auf längeren Touren soll es ruhiger zugehen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist durchaus angemessen. Alles ist viel professioneller und mit mehr Niveau. Service wird hier definitiv groß geschrieben. Wir können uns durchaus vorstellen auch mal eine längere Cruise zu unternehmen. Auch hat uns das Internationale Flair sehr gut gefallen. Die Gäste waren sehr angenehm und es gab nirgendwo Stress. Das macht doch auch einen Urlaub aus. Jetzt heißt es, zwischen den etlichen Routen sich eine schöne auszusuchen.

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