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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

JFF mit der AIDAdiva


Von guenne (männlich)
Alter: 57
Detailbild Schiff AIDAdiva
Quelle: Quelle: Rainer Nuyken
SchiffAIDAdiva
Bericht vom30.04.2007
Reise vom30.04.2007
Dauer12 TAGE
RouteHamburg-Le Havre-Vigo-Lissabon-Cadiz-Valencia-Barcelona-Palma de Mallorca

REISEBERICHT IM DETAIL


Wir fahren seit ein paar Jahren regelmäßig mit AIDA oder NCL. Nun wollten wir einmal bei einem besonderen Ereignis, nämlich der Jungfernfahrt der AIDAdiva dabei sein. Zudem waren wir sehr auf das neu angekündigte AIDA Konzept gespannt.

Ich schreibe den folgenden Bericht nicht mit der auch mir manchmal aufsitzenden rosaroten AIDA-Brille, sondern hoffentlich neutral und mit der Erwartung des Besonderen einer JFF, nicht zuletzt auch wegen einigen hundert Euro mehr, als normalerweise bei einer 11-tägigen AIDA Transeuropa fällig werden.

Der Reiseverlauf war wie folgt: Hamburg-Seetag-Le Havre-Seetag-Vigo-Lissabon über Nacht-Cadiz-Seetag-Valencia-Barcelona-Palma de Mallorca. Wir hatten fast die selbe Route im Septmeber 2005 schon einmal mit der AIDAcara (war spitze) gemacht, daher waren die Ziele nicht spannend neu, aber uns ging es in erster Linie wirklich darum einmal auf einer JFF dabei zu sein.

Wie viele andere auch, haben wir uns bereits lange vorher dafür registrieren lassen, bekamen dann aber leider doch keine Kabine „zugeteilt“. Im Laufe der Monate wurden dann wegen vieler Absagen und Stornos doch wieder Innen-Kabinen frei, sodass wir uns für eine Innen-B auf Deck 7 entschieden haben. Kurz vor Begin der Reise waren plötzlich wieder Kabinen fast aller Kategorien zu bekommen. An Bord wollten wir gerne nach Außen oder Balkon upgraden, was dann doch nicht ging, weil nur noch Innenkabinen frei waren.

An- und Ab gereist sind wir ab/bis Stuttgart in Eigenregie mit Airberlin. Das war sehr günstig und hat prima geklappt. Angekommen in Hamburg sind wir gegen 13 Uhr bei schönstem Wetter. Wir sind mit dem Expressbus zum Hauptbahnhof gefahren, da haben AIDA Mitarbeiter bereits die Koffer in Empfang genommen. Wir haben dann noch eine schöne Stadtrundfahrt gemacht und sind dann vom ZOB mit dem letzten AIDA Shuttle um 17 Uhr zur diva gefahren.

Am Checkin war nichts mehr los. Elfi hat sich noch ein Gläschen Sekt gegönnt und dann sind wir gespannt auf das neue Schiffchen. Das übliche, Pass, Kreditkarte abgegeben, Foto machen usw. Der Empfang insgesamt war eher normal, wie bei anderen Fahrten auch, vielleicht lag es daran, dass die meissten schon an Bord waren.

Wir sind dann direkt zur Kabine, auspacken und direkt für den Abend zurechtmachen. Die Kabine 7139 hatte ein Doppelbett mit brettharten Matratzen. Ich hatte damit meine Probleme. An sonsten war sie nett und modern eingerichtet, aber sehr klein, wenig Schubladen, keine Nachttische. Für 2 Personen reicht es gerade so. Das Bad ist ausreichend, wobei man auf dem Klo mit den Knien schon links und rechts anstößt, OK, ich bin nicht der schmächtigste, bei manchen Leuten die ich an Bord dann sah, fragte ich mich aber schon wie die damit wohl zurechtkommen….(nein, ich will es doch nicht wissen). Die Kabine war absolut ruhig, auch aus den Nachbarkabinen war fast nichts zu hören (lag das wohl am Durchschnittsalter von 57 ?). Mit knarrenden und klopfenden Kabinen hatten leider andere Mitreisende mehr Pech, wir haben ein Paar kennengelernt die erst nach massiver Beschwerde doch noch auf eine andere Innenkabine verlegt wurden. Selbst der Kapitän, den Elfi später einmal persönlich kennenlernen durfte, bestätigte das Problem mit einigen Kabinen. Leider kann man das aber wohl nicht während der Fahrt reparieren. Na gut, war ja auch eine JFF, da kommt so was vor, nur wenn möglich sollte man die Leute nicht erst abweisen, sondern sofort versuchen für Abhilfe zu sorgen.

Nun sind wir also das erstmal hoch aufs Schiff, das Ambiente des gesamten Schiffes finden wir sehr gelungen und ich möchte behaupten, dass dies das schönste Schiff ist, auf dem wir jemals gefahren sind. Viel mehr will ich dazu auch nicht erzählen, dass muss jeder selbst entscheiden.

Nachdem die Restaurantöffnungszeiten, leider wieder, wie bei allen anderen AIDA’s von 18 Uhr 30 bis 21 Uhr sind, war nun die spannende Frage, ob es denn nun wieder, wie schon von anderen AIDA Routen gewohnt, zu Problemen bei der Platzsuche kommt. Wir gingen zuerst gegen 18 Uhr 45 ins Marktrestaurant. Dort war die Hölle los (wie eigentlich an allen darauf folgenden Tagen). Dann sind wir eines höher in das Weite Welt Restaurant, da ging es noch, gegen später war aber auch dieses total voll. Als Ausweich während der Reise, haben wir dann oft das wunderschöne Bella Vista auf Deck 11 genutzt. Modernes Ambiente an höheren Thekentischen, mit italienischem Essen, sehr relaxt und angenehm war es dort. Auf der diva gibt es dann noch das bekannte Rossini, ein Steak-Restaurant und eine Sushi Bar. Alle 3 haben wir nicht genutzt. Das Rossini (Günther Kroack von der blu?) ist bekannterweise sehr gut und auch das Steakhaus wurde sehr gelobt. Es gibt keine Mottos mehr in den Buffetrestaurants, insofern entstand schon der Eindruck dass sich die Auswahl täglich je Restaurant ziemlich glich. Das Frühstück war in allen Restaurants wie immer wunderbar, aber auch hier sind wir gerne nach ganz oben in das Bella Vista, nachdem wir hier auch eine sehr aufmerksame Bedienung liebgewonnen hatten.

Wir saßen dann letztlich doch in lustiger Runde am ersten Abend und haben glatt die Begrüßung um 21 Uhr 30 verpennt (Abfahrt des Schiffes sollte um 22 Uhr sein). Das wäre wohl die einzige Möglichkeit gewesen den Kapitän und alle Offizier mal zu sehen. Ich selbst habe den Kapitän nicht einmal gesehen, den Clubdirektorr ebenfalls nicht. Den Entertainment-Manger Bertin habe ich glaube ich 3 mal gesehen, obwohl wir eigentlich versucht haben, bei den meissten wichtigen Events dabei zu sein. Damit wird die Konzeptänderung schon sichtbar. Die Animation gibt es übrigens auch nicht mehr, man hat nun 2 Moderatoren die ihre Sache zwar gut, aber relativ leidenschaftslos machen. Das richtige AIDA feeling kam bei uns nur selten auf, leider. Vielleicht bessert AIDA nochmal nach, wir hatten den Eindruck, dass am Ende der Reise immer mehr der „alten“ liebgewonnenen Clubschiffgewohnheiten wieder auftauchten.

Nun sind wir aber schleunigst raus auf Deck um das Auslaufen nicht zu verpassen, und das war wirklich gigantisch. Feuerwerk, Laser, Tausende Leute an Land, begleitende Schiffe mit Halli und Hallo, Poolparty, einfach toll, so stelle ich mir den Begin einer JFF vor. Leider war es das dann auch im Wesentlichen wodurch sich die Fahrt von einer normalen unterschied. Zwar wurde die diva in manchen Häfen von anderen Schiffen und Schleppern besonders begrüßt und wieder verabschiedet, aber sonst? Ja doch, wir haben in der Kabine 2 AIDA Anstecker und das Buch „AIDA die Erfolgsstory“ als Geschenk, und später noch ein Bild, vorgefunden. Außerdem waren zwei Gaststars an Bord (Jane Cameron von Texas Lightning mit der Show No No Never – super Highlight und Karin Pagmer mit Zara Leander, naja).

Auf der diva gibt es kein Thater mehr im Bug des Schiffes, sondern in der Mitte des Schiffes erstreckt sich über Deck 9 – 11 das Theatrium, in dem ab 20 Uhr alle halbe Stunde eine Vorstellung beginnt. Tagsüber ist auch mal immer was oder man kann bei den Proben zusehen. Es gab wie erwähnt die Gaststars, dann Marco Brüser (Zaubern), eine coole Akustikband, das Showensemble mit neuen Shows, teilweise sehr gelungen und auch höchste Zeit nach immer wieder dem Selben. Dann noch Akrobatik (ähnlich NCL) usw. Insgesamt für jeden etwas dabei. Während der Reise wurde jedes Programm mehrmals gespielt. Damit will man jedem einmal die Möglichkeit geben alles zu sehen. Das Theatrium hat leider zu wenig Sitzplätze….Ein Nachteil ist auch die ständige Unruhe und weil dem offenen Bereich gleich mehrere Bars angeschlossen sind, wird natürlich auch nach Herzenslust geraucht, aber sonst, wirklich toll.

Es gibt übrigens auch die bekannte AIDAbar in Sternform. Dort spielte Livemusik (ich fand die wirklich nicht gut…sorry, der Sänger musste alles ablesen, und auch das hat nicht recht geklappt). Dort eine neue Getränkekarte, keine Happy Hour am ganzen Schiff, und die Ausflugstickets gewähren einem leider auch keinen Cocktail mehr zum halben Preis. Na gut, trinken wir halt was anderes.

Wir hatten nun ein paar wirklich schöne Tage, zu den einzelnen Zielen mag ich gar nicht so viel schreiben, die kennen viel hier wahrscheinlich sowieso. Schön war, dass wir im Verlauf sehr schönes Wetter hatten. Ein Highlight war das Passieren des Felsen von Gibraltar. Dort haben wir viele Delfine gesehen. Im weiteren Verlauf am Tage immer wieder und ich meine auch kleine Wale wären dabei gewesen. An den 3 Seetagen war es Gott sei Dank nie ein Problem ein Plätzchen an Deck zu finden. Es gab natürlich noch Wellness und Sport, das haben wir dieses mal beides nicht beansprucht. Elfi hat an den Malworkshops teilgenommen, es gab noch Zauberworkshop und einen Cocktailworkshop von dem ich leider erst nachträglich erfahren habe. Es gibt für die Tagesinfo wie gewohnt die AIDA Tageszeitung und zusätzlich noch ein sehr gelungenes Informationssystem auf der Kabine mit LCD-TV. Gut wäre wenn man vorab schon sehen könnte wann eine bestimmte Show wiederholt wird, dann würde sich die Situation im Theatrium evtl. etwas entspannen.

Ein weiteres Highlight für Kreuzfahrer war das Treffen der Schiffe Sea Dream, AIDAcara, Chrystal Serenade, Navigator oft he Seas, Voyager of the Seas, ADIAdiva, Carnival Freedom, Queen Mary 2 und Asuka 2 in Barcelona (die standen in der Reihenfolge). Zwischen den ganz Großen sah die diva fast filigran aus. Ich habe extra noch eine kleine Hafenrundfahrt gebucht, das kleine Schiffchen ist an allen Großen vorbei gefahren, so konnte ich die Speicherkarte meines Fotos noch richtig voll machen. Zuerst lief dann am Abend die Navigator, dann die Voyager, dann die Freedom aus. Das war toll, Typhon ohne Ende und lauter fröhlich winkende Menschen. Danach sind wir raus und wurden von der QM2 gebührend verabschiedet. Das war Gänsehaut pur. Nun zum Fazit: Ein sehr schönes Schiff. Viel schönes Neues. Manches Liebgewonnene ist weg. Die Erwartungen an das Erlebnis JFF wurden nicht ganz erfüllt. Bleibt abzuwarten wie sich das Konzept entwickelt. Wir hatten auf jeden Fall einen schönen Urlaub.

Viele Grüße
guenne

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