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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Treasure Island Tour


Von muskatnuss (weiblich)
Alter: 63
Detailbild Schiff Star Clipper
Quelle: Quelle: Maria Helene Fellner
SchiffStar Clipper
Bericht vom13.01.2007
Reise vom13.01.2007
Dauer7 TAGE
RouteKaribik

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REISEBERICHT IM DETAIL



13.01.07 Samstag - St.Maarten

Wir sind drei Tage früher angereist. Wir haben diese Zeit im Hotel Flamboyant verbracht. Heute ist Abreise, weil wir auf die Star Clipper einschiffen. Nach dem Frühstück haben wir gepackt. Dann ab an den Strand. Wir haben so gepackt, daß wir die Badesachen bereit hatten. Jeans und T-Shirts für den Transfer haben wir zur Seite gelegt. Die nassen Sachen haben wir in den Rucksack getan.

Schon um 14 Uhr ist der Fahrer da gewesen. Auf dem Weg zum Schiff habe ich ein paar Besorgungen gemacht. Wir sind gegen 15 Uhr am Pier angekommen. Da hat schon die Caroline, unsere Kreuzfahrtdirektorin gestanden. Sie und ein Crewmember haben die Koffer entgegengenommen. Wir haben die Geschäfte abgeklappert. Es fing an etwas zu regnen, deswegen sind wir schon zum Gate gelaufen. Sie fingen schon 15 Minuten früher an mit dem Einlass. Gut, weil der Himmel etwas unfreundlich aussah.

Die Einschiffung lief sehr glatt. Wir mussten Formulare ausfüllen wie beim Hotel. Dann Credit Card Abdruck, dann Sports-waiver. Danach sind wir zu unserer Kabine gebracht worden. Klein aber fein. Wir haben ausgepackt und alles gut untergebracht – außer unserem großen Samsonite Koffer. Der hat nicht unter das Bett gepasst. Er war zu dick. Ich habe ihn abgeschlossen, und der Steward hat ihn weggebracht bis zum Ende der Reise. Ich habe mich sehr wohlgefühlt in der Kabine. Überhaupt nicht eingeengt oder so. Im Bad war alles klar. Die Dusche ist komisch, weil das Wasser einfach auf den Boden fließt. Aber, das Wasser läuft meistens in die richtige Richtung ab . Duschkappe, Seife, Duschzeug, Q-Tips, Bodylotion – alles da.

Unser Steward heißt Hadi. Er ist aus Jakarta. Er war sehr höflich und zuvorkommend. Er spricht einwandfreies Englisch. Aber auch „Guten Morgen“ und „Wie geht’s ?“ hat er sich gemerkt! Die Antworten dazu auch noch! Wir sind dann herumgelaufen und um 18:30 gab es Infostunde. Caroline ist Französin. Sie spricht Englisch, Französisch und gutes Deutsch. Genug Deutsch spricht sie um uns informieren zu können und um irgendwelche Probleme aus dem Weg zu räumen. Es hilft aber, wenn man Englisch kann. Der Hoteldirektor heißt Gabriel und ist aus Österreich.

Wir haben uns dann frischgemacht fürs Abendessen. Das Restaurant ist kalt. Viel zu kalt. Die sollten die Klimaanlage ein, zwei Grad höher stellen. Fast alle haben Pullover getragen. Wir hatten nette Tischgesellschaft. Wir waren vier Deutsche und vier Amerikaner. Die Amerikaner waren überhaupt gesprächsfreudig und humorvoll. Die anderen zwei Deutschen waren auch lustig. Sie waren, wie die meisten auf dem Schiff, Wiederholungstäter. Es gab aber Deutsche auf dem Schiff, die meinten sie brauchten etwas mehr Platz für sich, oder anders gesagt, hatten Berührungsängste. Auf der Star Clipper ist das fehl am Platz, weil das Schiff so klein ist. Alles ist sehr intim. Bei nur 170 Passagieren kann es nicht anders sein. Nachdem wir gegessen hatten und uns schön unterhalten hatten, sind wir auf die Brücke gegangen und haben zugesehen, wie die Segel gehisst wurden und unser Auslaufen genossen.

Hier muss ich sagen: Das Schiff ist einfach atemberaubend. So ein Genuss schon bevor die Reise überhaupt begonnen hat!!!

Und Gänsehaut pur...Du stehst da. Siehst wie die Segel sich ausbreiten, das Schiff bewegt sich vom Ufer weg, und es spielt Vangelis’ „Conquest of Paradise“. Super!!! Wahnsinn. Danach haben wir noch etwas getrunken und sind dann in die Kabine gegangen. Man merkt, das Schiff lebt. Man spürt vieles. Und man hört fremde Geräusche. Aber die sind nicht störend. Es ist einfach kein Kreuzfahrtschiff. Es ist ein Segelschiff. Es gibt keine Stabi’s. Man merkt alle Bewegungen des Schiffs auf dem Wasser. Ja! Dafür sind wir da! Oh! Es gibt den „Turn-down“ Service. Mit Betthupferlchen! Die Bordzeitung für den nächsten Tag liegt auch da. Ahoi und gute Nacht.

14.01.07 Sonntag - Anguilla

Wir haben gut geschlafen. Ich habe nur Durst gehabt. Die Bewegung des Schiffs war angenehm.

Heute haben wir zuerst das Schiff erkundet und Bilder gemacht. In unserer Nähe war der Fünfmaster, die „Clubmed II“. Wir haben Gymnastik mit Gustav gemacht. Zuerst herumgejoggt auf den Decks um die Muskulatur anzuwärmen. Dann auf dem Tropical Deck wurden Kraftübungen und Stretching gemacht. Sehr gut. Werden wir öfters machen. Gustav hat Volker gelobt für seine körperliche Haltung und die Ausführung der Übungen. Danach haben wir geduscht und gefrühstückt. Die obligatorische Seenot- und Sicherheitsübung wurde durchgeführt. Die Crew wurde dann vorgestellt. Caroline hielt dann die Infostunde über Anguilla, unser erster Stopp. Wir haben uns umgezogen, die Badesachen eingepackt und den ersten Tender genommen. Es war etwas rauh. Augen auf den Boden oder in die Luft gerichtet. So ging es gut. Da wo unser Tenderboot angelegt hat, gibt es nicht viel zu sehen. Wir sind ein paar Schritte gelaufen. Es sind ein paar Strandbars und T-Shirt Läden. Sonst nichts. Ein Sammel-Taxi, das eben abfahren wollte, hielt an und die Leute haben uns gefragt, ob wir mitkommen wollten. Es waren auch Star Clipper Gäste. Ja, so sind wir mitgefahren zur Shoal Beach. Wir mussten den Preis aushandeln. Wir sind auf $10 pro Person heruntergelangt. Das Handeln haben wir den anderen überlassen. Der Preis gilt für Hin und Zurück, natürlich. Und erst nachher bezahlt. Der Strand ist typisch. Lang, ohne viel Schatten. Das, was die Touristen wollen, halt. Wir wollten lieber Schatten. So haben wir einen Sonnenschirm mit 2 Liegen gemietet: $15,-. Es war schon angenehm. Wir haben nur gelesen, gedöst, und im Meer geplanscht. Was macht man sonst bei so einer traumhaften Kulisse?

Ich hatte mich für die Modeschau angemeldet. Deswegen, nachdem wir zurück auf dem Schiff waren, musste ich mich schnell duschen und zu Virginia vom Shop gehen. Da haben wir ausgesucht, was ich anziehen soll. Danach wieder auf dem Deck zum Limin’ . Zu Deutsch „süßes Nichtstun“. Das was man so macht auf einem Segelschiff in der Karibik. Man liest, man guckt, man träumt. Toll! Achhhhhhh!!!!!!!

Dann fing es an zu regnen. Kommt ja vor. Es wurde dann aber auch windig und kühl – na ja für karibische Verhältnisse. Jetzt wurde alles etwas beweglich. Wir sind ja auf einem Schiff! Auslaufen ohne Tamtam. Die Musik hat gespielt und die Segel sind gehisst worden. Gute Winde. Wir sind von Anguilla, durch die Nacht, nach Virgin Gorda ohne Motorkraft gesegelt. Das hat man auch gemerkt. Ich bin dreimal aus dem Bett gerollt. Ich habe nicht gewusst, daß unter der Matratze eine Art Gitter ist, das hochzuklappen ist. Ich habe mir nicht wehgetan. Und es ist uns nicht schlecht geworden.

Aber zurück zum Abendessen. Am Esstisch haben wir mit drei Amerikanerinnen gesessen. Sie waren sehr nett und die Themen sind nicht ausgegangen. Interessant, das erste was sehr viele Amerikaner machen, ist sich gleich mit Namen vorzustellen. So, „Hi! Ich bin die Arvi“. Aber, die heißen nicht alle „Arvi“.... Das Boot rollte von Steuerbord nach Backbord. Selten von vorn nach hinten. Habe diesmal Wasser mit auf die Kabine genommen. Eigentlich sehr gut geschlafen. Wir rockten bis ins Frühstück hinein.

15.01.07 Montag - Virgin Gorda(BVI)

Wir haben Gymnastik ausgelassen. Das Schiff rockte zu sehr. Wir rockten noch und nöcher. Bis nach dem Frühstück. Wir waren erst auf dem Deck gewesen, dann auf der Brücke zu den Infos gegangen und nach dem Karibischen Mittagessen zu den Baths auf Virgin Gorda gefahren. „The Baths“ waren nicht überfüllt. Vielleicht, weil es Montag war. Zurück auf dem Schiff haben wir unser Deckleben genossen. Gelesen, etwas getrunken, usw. Es gibt immer etwas zu beobachten auf dem Schiff. Man darf den Kapitän, bzw. den Ersten Offizier ruhig ansprechen. Der Kapitän heißt Bruno und ist aus Polen. Der Erste Offizier heißt Yuri und ist aus der Ukraine. Lustige Leute. Man durfte fast immer auf die Brücke. Nur beim Manövrieren oder so haben sie abgesperrt.

Wie üblich, das Essen war ausgezeichnet. Ich habe es genossen, nicht unbedingt starr nach Menükarte bestellen zu müssen. Dreimal Suppe und zweimal Vorspeise konnte man auch haben. Dessert war immer toll. Alles immer frisch und schön heiß – nicht Eiscreme natürlich... Wir sind über Nacht vor Virgin Gorda geblieben.

16.01.07 Dienstag – Norman Island

Heute haben wir das Segeln richtig mitbekommen. Wir sind von Virgin Gorda weiter gesegelt. Ein tolles Gefühl. Gute Winde, aber ruhiges Segeln. Wir sind früh aufgestanden, um das Segelsetzen und alles mitzubekommen. Wir blieben heute auf dem Schiff. Wir machten einen Schnorchelausflug. Das wurde von dem Sportsteam organisiert. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Viele Fische und etwas an Korallen. Dann kamen Amerikaner und fütterten die Fische. Da waren wir voll mittendrin! Danach wieder das Deckleben genossen. Es geht schön gemütlich zu auf der Star Clipper. Das Schiff ist das Ziel.

Aber, was heißt hier „Deckleben“? Das heißt tun und machen was man will auf dem Deck. Auf der Star Clipper ist es hinten sehr ruhig. Dafür darf man nicht rauchen wegen der Dieseltanks. Da ist eine Plane aufgespannt, damit die Haut nicht zu sehr strapaziert wird. Die zwei Schwimmbecken vorn und hinten sind nur zum planschen da. Vorne hat man mehr vom Schiffsleben. Hier wurden auch die Infostunden abgehalten. Vorne ist die Brücke und hier werden die meisten Segel gehisst. Die Leute haben sich hier mehr bewegt. Man ist herumgelaufen, hat sich alles angeschaut, bevor man sich wieder hinsetzte oder hinlegte. Ein Schwätzchen konnte man immer führen. Das Holz und Messing wurden dauernd gebohnert und poliert.

Ja!!!!!! Der Höhepunkt des Tages...“Mastklettern“ zum „Widow’s Nest“. Ich habe Höhenangst, aber ich ließ mir das nicht nehmen, hoch zum „Witwenmacher“ zu klettern. Früher mussten die Matrosen ohne Sicherung hochklettern. Da sind etliche ’runter......Wir durften Kletterzeug anziehen. Mit Karabinerhaken und so. Schön langsam bin ich hochgeklettert. Mittendrin wackelt es, weil der „Leiter“ in der Mitte nicht festgehalten wird. Aber weiter oben ist alles wieder stabil. Ein ganz tolles Gefühl. Aussicht – spitze. Und ich habe mich selber überwunden. War stolz auf mich. Volker ist vor mir hoch- und heruntergeklettert. Da habe ich ihn fotografiert. Dann bin ich hoch und er hat mich fotografiert. Nur zwei Frauen sind hoch geklettert...

Das Klettern fand statt, als wir von Norman Island nach Tortola (Soper’s Hole) segelten. In Soper’s Hole sind wir kurz an Land und nach einer Stunde Shopping wieder zurück. Es war eh dunkel. Wieder sind wir im Port geblieben. Wieder gut geschlafen.

17.01.07 Mittwoch - Jost van Dyke

Wir sind ein kurzes Stück nach Jost van Dyke gesegelt. Ihr wisst ja, wo Ivan und Foxy ihre Strandkneipen haben. Wir haben getendert. Und es gab eine Nass-Landung. Also, Schuhe aus. Am Besten Badeanzug und fertig. Volker ist vor mir ausgestiegen. Er hat sofort einen Schattenplatz für uns gefunden. Da konnten wir uns auch umziehen ohne Tamtam. Die Amerikaner haben da Probleme.

Wir waren in der „White Bay“, wo das „Sand Castle Hotel“ ist. Die Strandkneipe dazu heißt „The Soggy Dollar Bar“. Heute stand „Limin’ pur“ auf dem Programm. Den ganzen Tag haben wir nichts getan als herumzulungern, Cocktails getrunken, geschwommen, etwas geschnorchelt. Fantastisch! Die Strandkneipen haben sehr starke Cocktails gemacht.... Um 16:00 ging es mit dem Tenderboot zurück zum Schiff. Wir wollten nicht das letzte nehmen.

Wir waren immer müde abends. Nicht einmal haben wir die abendliche Unterhaltung mitgemacht. Vielleicht war es die frische Luft. Wir haben zumeist sehr nette Menschen am Tisch. Wir haben uns immer sehr gut unterhalten können. Und es gab Themen, und noch mehr Themen. Die Bedienung war auch sehr interessant und hat sich mit uns unterhalten. Unsere Tischbedienung hieß Antonio und ist aus Porto. Der Sommelier ist aus Goa. Er hieß Angelo.

Insgesamt sind wir ca. 65% der Zeit nur mit Segelkraft unterwegs gewesen. Also, ohne Motorkraft sind wir sehr gut vorangekommen. Heute nacht mussten wir mehr als 100 Seemeilen nach St. Kitts. Da hat der Kapitän schon gesagt, es könnte etwas unruhig werden. Ohne Motorkraft die ganze Strecke. Und wegen der Ausflüge dürften wir nicht schleichen. Wir müssten rechtzeitig da sein. Wir sind die Nacht durch mit 23 Kn ohne Motorkraft gesegelt. War etwas wellig, aber kein Problem für uns.

18.01.07 Donnerstag – St. Kitts

Nach Gymnastik und Frühstück sofort zum Ausflug. Wir haben den Zug-Ausflug gemacht. Eine nostalgische Zugfahrt um die Nordhälfte der Insel. Sehr interessant. Wir waren schon früher hier gewesen. Wir waren damals eine Woche auf Nevis und eine Woche auf St. Kitts. Zurück auf dem Schiff, haben wir die Crew bei deren Tätigkeiten beobachtet – wie immer. Oh! Jeden Tag gibt es „5 o’clock Tea“. Und dazu gehören Snacks. Sehr lecker! Warm und kalt. Öfters asiatisch. Toll. Es gab auch Kuchen und so. Den ganzen Tag konnte man Kaffee und Tee selber holen. Hat nicht extra gekostet. Gehört dazu. Heute Abend war das Käptn’s Dinner. Wie üblich haben wir gut gegessen. Wir haben die Talentshow verpasst. Wir waren einfach müde! Ja, Limin’ ist sehr anstrengend. Wir haben immer sehr gut geschlafen.

19.01.07 Freitag – St. Barths

Heute ist das Wetter etwas diesig. Wir haben bisher immer Bilderbuchwetter gehabt. Wir sind nur zur Insel getendert, damit ich meine Ligne St. Barths Produkte kaufen konnte. Dann zurück zum Schiff. Es hat sogar ein paar Schauer gegeben. Gegen 16 Uhr gab es Information und Besichtigung des Enginerooms. Herr Singh ist der Chef- Ingenieur. Er hat uns aufgeklärt und auch Fragen beantwortet. Der Engineroom war direkt unter unserer Kabine, aber wir haben nichts gemerkt.

So....time to pack. Wir haben die Koffer gepackt und sind dann zum Abendessen. Heute hat sich die Crew von uns verabschiedet. Traurig, traurig. Erik vom Sportsteam hat sich zu uns gesellt. War interessant mit ihm zu reden. Er, wie die anderen Teammitglieder, ist aus Schweden. Der Chef des Teams ist aber Kanadier.

20.01.07 Samstag – St. Maarten

Abschiednehmen von der Star Clipper. Die Pässe wurden gegen die bezahlte Rechnung ausgehändigt. Die Koffer waren à la AIDA schon abgeholt.

Es waren sieben wunderschöne Tage auf der Star Clipper. Eine Reise, die wir allen empfehlen können. Na ja, die die gerne auf See sind. Und die, die keine Berührungsängste haben. Alles hat gepasst, und wir müssen sagen, alles hat unsere Erwartungen übertroffen.

Terima Kasih! ( Danke schön! )

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