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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

AIDAcara - östliches Mittelmeer


Von Manuela (männlich)
Alter: 2014
Detailbild Schiff AIDAcara
Quelle: Quelle: Rainer Nuyken
SchiffAIDAcara
Bericht vom06.01.2006
Reise vom06.01.2006
Dauer14 TAGE
Routeöstliches Mittelmeer

REISEBERICHT IM DETAIL


06.01.2006 Hattingen - Palma de Mallorca

Nach den letzten Krankheit bedingt sehr stressigen Monaten ist es endlich soweit, es geht ab auf die AIDAcara.Der Flug ab Dortmund mit Air Berlin geht schon früh. So beschließen wir selbst mit dem Wagen nach Dortmund zu fahren und nehmen die Parkgebühr von 40,- Euro für 2 Wochen in Kauf. Schließlich war ja die Reise recht günstig. Am Flughafen klappt alles prima, auch wenn P6 wirklich am hintersten Ende des Flughafengebäudes liegt. Aber der kostenlose Shuttlebus kommt schnell, alles kein Problem. Schon dort lernen wir die ersten Mitreisenden der AIDAcarakennen, 2 ältere Männer.

Die Stimmung ist klasse, auch das Einchecken verläuft völlig komplikationslos - ab in den Süden! Das schäbige Winterwetter hier kann man getrost zurück lassen. Der Flug ist herrlich. Unterwegs sehen wir diverseste "Luftschwänze", wie ich sie taufe. Gemeint sind Kondensstreifen anderer Flugzeuge. Die Wetterprognose des Piloten ist eher schlecht, es sollen nur 6 Grad auf Palma sein. Aber nichts da! Es werden im Laufe des Tages noch sonnige 17 Grad - herrlich.

Da wir nicht pauschal über AIDAgebucht haben, müssen wir unsere Koffer selbst zum Schiff befördern. Wir nehmen todesmutig den öffentlichen Bus Nr. 1, direkt vom Flughafen bis zum Hafen. Immer im Hinterkopf, dass man ja jederzeit auf ein Taxi umsteigen kann. Aber es ist kein Problem, für 1,85 Euro pro Person gelangen wir direkt bis vor den Hafen. Tja, wir wären auch direkt bis vor die AIDAcaragekommen, wenn wir nicht schusselig eine Station zu früh ausgestiegen wären... Aber egal, die Stimmung ist klasse. Wir laufen die letzten Meter und schnuppern schon mal Seeluft. Immer natürlich mit Blick auf "unsere AIDAcara". Da liegt sie, im Sonnenschein, groß und schön wie immer. Sie überragt den Hafen, wir sind beeindruckt! Im Hafenportal werden uns dann auch direkt die Koffer abgenommen. Dem Stadtbummel steht nichts mehr im Wege. Höchstlaune ist angesagt! Immerhin haben wir ja noch reichlich Zeit. Einchecken ist erst um 16 Uhr möglich.

Insgesamt 3 Stunden bummeln wir durch Malle, entlang der Hafenpromenade, durch einen kleinen Park bis hin zur Kathedrale. Wir haben Glück, wir können sie noch besichtigen. Wirklich eine schöne Kirche. (Nachmittags soll sie geschlossen gewesen sein.) Draußen davor wird ein Stück der heiligen 3 Könige aufgeführt. Schließlich ist in Spanien heute Weihnachten! Daher sind auch alle Geschäfte zu, man kann ganz entspannt die Stadt samt traumhaftem Hafenblick genießen. (wenn nur mein Fuß nicht so weh täte...) Die Palmen von Palma sind doch die schönsten :-)

Um mich ein wenig auszuruhen, lege ich erst im Park die Beine hoch auf eine Parkbank. Ein leichter Regenschauer kann uns die Laune nicht verderben. Nur wenige Meter weiter machen wir Stopp beim Burger King - es gibt Mozzarella-Sticks und Chrispy Chicken. Erst zu spät entdecke ich, dass es hier auch einen Fish Mac gegeben hätte, den es in Deutschland beim King ja gar nicht gibt...

Ich habe meine Lauffähigkeiten nun doch etwas überschätzt - der Weg zurück zum Hafen wird unendlich lang, jeder Schritt schmerzt, aber die Vorfreude auf die AIDAcaratreibt mich voran - irgendwie... Dann ist es geschafft, wir kommen pünktlich zum Check in an. Es ist schon etwas voller, obwohl es erst 15 Uhr ist. Wir sind erstaunt, wie alt die Mitreisenden sind. Ein Altersschnitt ab 60 Jahren scheint normal zu sein. Und das nennt sich Clubschiff für junge Leute? Na ja, das Altern ist ja relativ... Es sind nur wenig Sitzplätze vorhanden. Ich ergattern aber einen und kann meinen Fuß erholen. Merlin steht brav in der Schlange vor den einzelnen Decks. Natürlich ist es an Deck 5 am vollsten - wie sollte es auch anders sein? Um 15:30 Uhr geht es dann los. Einchecken, Fotos machen und ab aufs Schiff. Es geht wirklich schnell und problemlos.

An Bord fühlen wir uns gleich wieder ganz daheim! Hier will ich sein, hier gehören wir hin. Die Außenkabine 5253 ist klasse, mit herrlichem Blick auf den Hafen von Palma. Außerdem erwartet uns ein großer Obstteller auf der Kabine, mit nettem Gruß von Richie! Wir sind einfach nur begeistert.

Koffer auspacken, Schiff besichtigen und ab zum Abendessen! Alles wie immer, alles prima. Gleich am 1. Abend lernen wir ein nettes Winzer-Pärchen kennen, denen wir im Laufe der Reise immer mal wieder über den Weg laufen. Hm, der Tischwein ist lecker, das Essen auch. Und erst einmal die warmen Apfelspalten in Sangria.... Liegt es am Wein oder an den Apfelspalten - keine Ahnung, aber mir wird doch etwas schummerig.

Dann ist es auch schon soweit. Das Ablegen naht. Leider im Regen... Daher keine Poolparty. Die neue Hymne ist auch gewöhnungsbedürftig, wobei sie mir im Vergleich zu vielen anderen Gästen noch ganz gut gefällt. So richtig stimmungsvoll ist das Ablegen allerdings leider nicht. Da denkt man doch sehnsuchtsvoll an alte Arosa-Zeiten zurück....

Aber egal, wir sind eh hundemüde und verzichten auf weitere Aktivitäten. Ab ins herrliche Doppelbett und sofort weggemupfelt!

07.01.2006 Seetag

7:30 Uhr - ich bin schon wach! Wir genießen ein super leckeres Frühstück, natürlich im Calypso. Die ganze Reise werden wir nur da essen, einfach weil es uns dort so gut gefällt. Es ist sehr windig mit leichten Wölkchen, anfangs nur 14 Grad, später bis 15,6 Grad, aber Windstärke 6. Nach der wie immer recht lustigen Seenotrettungsübung genießen wir den ersten Poolbrunch, eingemummelt in Kuscheldecken am Pooldeck. Herrlich! Der gegrillte Thunfisch ist göttlich, der Wein dazu auch :-) Aber dann ist doch wieder Entspannung angesagt, essen ist halt anstrengend. Wir verbringen den Nachmittag im Saunabereich, spitze! Um 15:45 Uhr haben wir Sardinien backbord querab (= links). Der Wind nimmt zu: Stärke 7! Im Restaurant wird es zum Abendessen schon etwas leerer - hallo Seegang! Die Swing-Welcome-Show im Theater gefällt uns gar nicht. Ob das Programm wohl an die alte Generation angepasst wurde? So alt sind wir aber nun mal nicht. Egal - schlaaaaaafffff! Ein Seetag ist schließlich anstrengend! Da stört es uns auch nicht wirklich, dass ganz kurz unsere Kabinentür aufgeht und jemand ins Zimmer schaut. Ich bemerke nur ganz kurz: die Putzfrau war es nicht - dann sind wir eingeschlafen.

08.01.2006 Palermo, Sizilien

Wow, die Hafeneinfahrt bei Sonnenaufgang ist traumhaft. Es ist zwar bei 10 Grad ziemlich kalt, aber dafür fast windstill: Stärke 1 und nur leicht bewölkt. Wir liegen mitten in der Stadt. Dem Stadtbummel auf eigene Faust steht nichts im Wege. Mittags wird es dann sogar bis 16,2 Grad, sehr angenehm. Beim Verlassen des Schiffs kommen uns 2 Typen entgegen. Sie sehen aus, wie typische Mafiabosse. Ein komisches Gefühl... Palermo ist sehr interessant, wenn auch recht laut. Es gibt viele interessante Gebäude, vor allem Kirchen. Die Leute hier sind noch sehr gläubig, wie wir in einer Kathedrale erleben können. Da begrüßt doch tatsächlich ein Gläubiger jedes einzelne Heiligenbild und spendet jedem eine eigene Kerze. Danach geht er wieder.... komisch! Die Attraktionen der Stadt sind gut in Schuss und sehr gepflegt, auch der Palmengarten ist ein Traum. Aber ja nicht in kleine Nebenstraßen abbiegen, dort ist es äußerst dreckig und ungepflegt. Wir biegen lieber wieder auf die Hauptstraßen ab, auch wenn es dort deutlich lauter und belebter ist.

Den Nachmittag verbringen wir - wie sollte es anders sein? - natürlich in der Sauna. Dort habe ich eine rege Diskussion über die neue Krankenversicherungskarte mit einer Dame, die viel spricht, aber leider nicht weiß worüber. Nicht wirklich schlimm, denn die gleiche Dame behauptet auch, ihr GPS-Gerät im Auto sei 2 Tage ausgefallen, weil es im Irak Unruhen gegeben hätte. Wir haben mächtig Spaß!

Auch ist es lustig zu beobachten, wie manche Leute in voller Straßenkleidung die Sauna betreten, sich Liegen reservieren, um dann wieder zu verschwinden und die nächste Stunde auch nicht wieder kommen. Wie blöd kann "Frau" eigentlich sein? Besonders, da es wirklich leer im Saunabereich ist und reichlich Liegen vorhanden sind, auch Stunden später noch...

Das Ablegen von Palermo erfolgt dann pünktlich, doch ich bin enttäuscht: Kein Tuuuuuuuuut, das Schiffshorn schweigt... Eine Erklärung dafür gibt es nicht... Schade!

Auf dem Weg zum Restaurant sehen wir, dass meine so genannten "Mafiabosse" zum Personal gehörten und sich nur für Gästefotos so verkleidet hatten. Wirklich gelungene Aufmachung, ich bin prompt drauf reingefallen ;-)

Das Abendessen wird dann lecker-lustig-peinlich. Erst hören wir gespannt einer Erzählung über die Lieblingsinsel Madeira zu, na ja, nach der 4 wortgleichen Berichterstattung wird es etwas langweilig ;-) Aber ich sorge unfreiwillig für Erheiterung: es gibt Pamacotta mit frischen Himbeeren zum Nachtisch, eine meiner Lieblingsspeisen. Noch ein kleiner Klecks ist auf meinem Teller, ich quatsche natürlich... da kommt der Kellner, und oh Schreck, mein Teller ist fast weg. Ein lautes: "Oh, noch nicht!" erklingt da ganz ungewollt von mir, ich verteidige meine Himbeere, etwas zu laut, etwas zu hektisch, aber alles lacht. Schließlich weiß Frau ja nie, wann es mal wieder etwas zu essen gibt an Bord ;-) Ganz davon abgesehen, dass ich mir ja auch einfach noch etwas Nachtisch hätte holen können... neenee, so bin ich halt, aber nur wenn es mir gut geht!

Dann ab ins Theater zum AIDAGrand Prix. Ich sage nur: Ice Ice Baby für Island! Es ist klasse! Danach geht es hoch in den AIDA-Club. Schade, hier oben gibt es keinen Tagescocktail, also verzichte ich darauf. Pünktlich um 00:00 Uhr durchqueren wir die Meerenge von Messina. (Entgegen der im Katalog angegebenen Fahrtroute...). Es ist ein Erlebnis, das große Schiff durch diese dunkle Enge fahren zu sehen. Das Wetter spielt mit und wirklich viele beobachten das Ereignis draußen auf Deck 11. Einfach toll!

09.01.2006 Seetag

Heute ist absolutes Faulenzen angesagt. Mein Fuß braucht doch Erholung. Morgens haben wir Windstärke 8 und 11 Grad, im Laufe des Mittags nimmt der Wind auf Stärke 5 ab, es wird bis 14 Grad. Aber gegen Abend kracht es dann heftig, Böen bis Windstärke 10. Puh, das schwankt ganz schön. Merlins Cycle-Spinningkurs fällt leider aus. Beim Abendessen lernen wir dann ein wirklich nettes älteres Pärchen kennen, eins der wenigen, die bei diesem Seegang noch im Restaurant sind.

Die Kotztüten auf den Gängen sind schon deutlich reduziert... Auch ich will bei diesem Seegang mal lieber nicht noch ins Theater...

10.01.2006 Heraklion, Kreta

Es ist kühl auf Kreta, nur 11 Grad und Wind 5, dazu anfangs auch noch stark bewölkt. Aber egal, die Stadt gefällt uns prima. Wir bummeln 3 Stunden durch die Gegend. Besonders das Fort an der Hafenmole hat es uns angetan. Puh, da spritzt das Wasser über. Göttlich. Ich könnte stundenlang hier sitzen und einfach nur auf de Hafen und das Meer schauen. Dazu noch ein wirklich süßer Hund, der nur von mir gekuschelt werden will. Die Welt kann ja soooo schön sein... Und wo sind wir nachmittags? Natürlich im Saunabereich!

Dann bin ich enttäuscht, dass Merlin lieber zum Cycle Spinning geht, als mit mir das Ablegen zu genießen. Als ich dann noch per SMS vom Tod einer Bekannten erfahre, bin ich reichlich geschockt und entsetzt. Egal, ich gehe trotzdem hoch und lass mir das Ablegen nicht nehmen. Es regnet und stürmt, ich stehe teilweise ganz alleine vorne und bewundere die stimmungsvolle Ausfahrt. Dann ist es auch soweit, 3x Tuuuuuuuuuuut, ich zucke zusammen und bin restlos glücklich. Das ist echtes Kreuzfahrtfeeling, wenn auch im strömenden Regen, bibbernd vor Kälte und ganz allein. Das Ablegen hatte sich um 20 Minuten verzögert. Somit ist Merlin schon wieder auf der Kabine und empfängt mich glücklich durchgeschwitzt vom Rad Fahren. Der Kurs hat im bestens gefallen.

Abends gibt es "Frau Klein auf der Leiter zum Olymp" im Theater. Obwohl wir das Programm schon von einer früheren Reise kennen, müssen wir herrlich lachen. Einfach klasse. Auch der Tagescocktail "Zeus" in der AIDA-Bar schmeckt mir prima.

11.01.2006 Marmaris, Türkei

Wow, was für eine Hafeneinfahrt bei Sonnenaufgang... Ganz eng an den Bergen vorbei, spiegelglattes Wasser, totale Ruhe. Einfach traumhaft, wenn auch bei nur 6 Grad bitterkalt. Aber es wird schnell wärmer. Den herrliche Stadtbummel entlang der Promenade genießen wir dann bei sonnigen 19 Grad. Ein echter Urlaubstag wie aus dem Bilderbuch.

Die Stadt wirkt fast wie ausgestorben. Kaum Händler, denn hier ist heute Weihnachten! Trotzdem können wir etwas bummeln, nachdem wir scheinbar endlos am Stadtstrand einem Herrchen samt Hund beim Spielen zugeschaut haben (von den vielen Katzen mal ganz zu schweigen...) Dann nach der Burgbesteigung ist doch noch shopping angesagt. Merlin ergattert eine günstige Uhr und ich decke mich mit exotischen Gewürzen ein. Die Preise hier sind echt okay, die Händler sehr zurückhaltend. Da hatten wir von der Türkei doch etwas anderes erwartet. Liegt es wohl an Weihnachten??? Egal, wir genießen den Tag in vollen Zügen.

Nach kleinem Mittagessen draußen, gibt es dann noch Poolradio auf Deck 10 in herrlicher Sonne. "The Voice" heißt Rüdiger und geht natürlich darten...

Das Auslaufen ist dann auch sehr stimmungsvoll, sogar Suchscheinwerfen werden eingeschaltet und beleuchten die zum Greifen nahen Berge. Es ist einfach ruhig, mitreißend und durchweg faszinierend. (Na ja, das Tuut fehlt, aber wahrscheinlich würde das Echo die wenigen Dächer in den Bergen abdecken...)

Irgendwie sind wir heute mit dem Abendessen schneller fertig als sonst. Wir beschließen zum Aktiv-Bingo zu gehen. Ascher, Ascher, super AIDA! Es ist echt lustig - und dann auch noch sehr effektiv. Erst bin ich ja nur "ganz nah dran", dann "scharf auf die Kohle" , ja und dann? Dann schreie ich ganz laut, Suuuuuuuuperbingo! Denn ich habe den Jackpot geknackt und gewinne 77 Euro. Natürlich wünsche ich mit vom Publikum den großen Applaus, hab ich mir doch verdient, oder? Erst später erfahre ich, dass es gar nicht Superbingo heißt, sondern nur ganz langweilig "großes Bingo", egal, für uns wird es immer Suuuuuuuuperbingo bleiben... Der anschließende Cocktail in der AIDA-Bar schmeckt ganz besonders gut.

Die UFA-Show im Theater dagegen ist gar nicht unsere Welt. So alt wollen wir nie werden, dass uns die dort gespielten Lieder gefallen... Das anschließende "Cara-Oke" dagegen ist klasse. Es ist doch immer wieder super, wie sich einige Gäste trauen, auf der Bühne alles zu geben. Einige davon waren sogar recht gut. Außerdem wird Merlin von "Zopfs Tochter" angehimmelt - ich kann meine Schadenfreude kaum verbergen...

12.01.2006 Limassol, Zypern

Sonnenschein beim Aufwachen, kein Wind: Stärke 1 und warme 15,6 Grad! Die Steilküste erleuchtet im satten Gelb. Wenn das kein guter Start in den neuen Tag ist. Merlin geht auch schon morgens zum Spinning. Das raubt ihm so viel Energie, dass selbst er beim Mittagessen nicht widerstehen kann und einen Salat nagt ;-)

Es ist etwas ärgerlich, dass die von AIDAeingerichteten Shuttlebusse (Kosten 6,- Euro für Hin- und Rückfahrt pro Person) erst gut 1,5 Stunden nach Anlegen Einsatz bereit sind. Aber ich weiß noch aus Erfahrung, wie unattraktiv der Weg zur Stadt sein kann. Somit warten wir draußen auf Deck 9 im Sonnenschein bei immerhin warmen 19 Grad und nur leichter Bewölkung. Der Transfer klappt dann ohne Probleme und bringt uns direkt zur Strandpromenade. Dort genießen wir die Palmen und die vielen Kätzchen, bevor wir uns zum Shoppen in die Altstadt und auf die Burg begeben. Der Rundblick über Limassol ist prima, obwohl die Burg nicht wirklich hoch ist. Ansonsten hat die Stadt an Gebäuden nicht viel Interessantes zu bieten. Aber die Stadt ist mit ihren vielen kleinen Läden sehr gemütlich und lädt zum Durchschlendern ein. Wir erwerben Thymian-Honig und ein Haarband, beides zum absoluten Schnäppchenpreis, nicht zuletzt, weil die Verkäuferin einfach nicht in der Lage ist, korrekt in Euro umzurechnen. Da der Preis deutlich zu unseren Gunsten ausfällt, verhalten wir uns still und lachen nur insgeheim...

An der Rezeption erfahren wir dass unser "gelber Apfel" - wie wir ihn genannt haben, eine Nashi-Birne ist. Hm, lecker! Wir hätten ja auch gerne die 2. gegessen, aber die Raumpflegerin hat das Besteck vom Obstteller entfernt. Den Lockenstab und meine Bürste hat sie auch in einer Schublade versteckt, was das nun wieder soll? Hätte sie mal lieber den Fernseher abgewischt, der hätte es nötiger gehabt... Nicht ärgern, nur wundern!

Nach dem Abendessen gibts dann Bingo, oder besser: Suuuuuuuuuperbingo! Denn ich hole erneut den Jackpot, diesmal mit über 100 Euro. Schon fast peinlich, besonders da ich beim Eingang ganz laut getönt habe, heute hätte ich kein gutes Gefühl und würde sicher nichts gewinnen. Aber mein Suuuuuuuuuperbingo-Schrei ist umso lauter...

Uns bleibt nicht viel Zeit, um den Tagescocktail zu genießen. Denn das Musical "Atlantis" wartet schon im Theater auf uns. Es gefällt mir prima, obwohl es etwas zu kurz ist. Etwas mehr Handlung wäre hier ausnahmsweise mal besser gewesen. Na ja, und außerdem muss ich ja immer mal wieder ein leises Suuuuuuuuuperbingo in die Runde werfen :-) Der Abend verfliegt nur so!

13.01.2006 Beirut, Libanon Beirut kann sich wettermäßig nicht entscheiden, teils sonnig, teils regen, aber immerhin zwischendurch sogar mal kurzfristig bis 23 Grad. Ich kann mich auch nicht entscheiden, was ich von der Stadt halte, habe immer noch die Bilder der Bewaffneten vom letzten Besuch hier vor Augen. Zugegebener Maßen gibt es deutlich weniger Wachpersonal und nur ganz wenig Bewaffnete in der Stadt. Trotzdem fühle ich mich nicht richtig wohl hier, es ist erschütternd, neu aufgebaute Gebäude direkt neben zerbombten Ruinen zu sehen, voller Einschusslöcher und noch lange nicht restauriert. Dazu kommt der Baustellenlärm und das ewige Gehupe der Taxen, die ständig nach Fahrgästen suchen. Ich bin schlapp und genervt. Es hat sich seit meinem letzten Besuch einiges in der Stadt getan, eine damals noch kaputte Kapelle ist jetzt restauriert und zu besichtigen. Das gefällt mir, aber insgesamt habe ich mich noch immer nicht ganz mit Beirut angefreundet. Ich bin froh, wieder an Bord zu sein. Merlin dagegen ist begeistert von der Stadt, den Gebäuden und dem ganz besonderen Flair, den diese Stadt umgibt. "Auferstanden aus Ruinen" trifft es wohl nirgends so gut wie hier...

Da verbringe ich den Nachmittag doch lieber in der fast völlig leeren Sauna - mal abgesehen von der alten Schabracke, die auch diesmal wieder in Straßenkleidung komplett angezogen die Sauna betritt, um sich Liegen zu reservieren, die sie dann nicht nutzt - zumindest in der Zeit, die wir in der Sauna verbringen. Und wir bleiben recht lange dort!

Vor dem Essen geht Merlin zum Spinning, und ich liege entspannt daneben im Indoor-Whirlpool und mache einige Fotos von den schwitzenden Radfahrern.

14.01.2006 Port Said - Kairo, Ägypten

Jippie, endlich in Ägypten, dem Land der Kamele. So sehr habe ich mich auf dieses Land gefreut. Das Wetter ist ganz okay, wenn auch nicht so richtig warm. Es werden gerade mal 18 Grad, teils stark bewölkt. Und das in Ägypten :-( Hier haben wir einen Ausflug gebucht, ab nach Kairo zu den Pyramiden, dann in die Wüste mit Jeep und Kamel. Der Reisepreis mit 129 Euro ist eine heftige Ansage, aber es lohnt sich wirklich. Etwas störend ist die Verkaufsveranstaltung im Bus zum Thema Kartuschen und T-Shirts. Aber uns stört es nicht allzu sehr, da die Reiseleitung nicht aufdringlich ist. Das muss in anderen Bussen ganz anders gewesen sein, wie wir später hörten. Wir hatten sowieso sehr viel Glück, an den wirklich tollen Pyramiden war es leer, keine aufdringlichen Händler, alles sehr ruhig und entspannt. Wir waren recht zeitig da. Nur der Dreck vor den Pyramiden und dem Sphinx stört ein wenig. Aber die Sonne scheint und alles ist gut - und alles nur 1 Euro ;-)

An dem Sphinx kaufe ich dann auch die schon angekündigten 20 Postkarten von einem kleinen Händlerjungen , natürlich für nur 1 Euro! Tja, später hätten wir 30 Karten für 1 Euro haben können, aber wen stört s?

Denn nicht alle haben so ein Glück wie ich und dürfen einfach kaufen. Ein junger Typ aus unserer Gruppe (wohl bemerkt Deutsche!) verbietet wirklich seiner Freundin diesen einen Euro auszugeben - und das in einem Tonfall der absolut keinen Widerstand duldet. Die gleiche Dame darf auch später nicht die Stufenpyramide fotografieren, da laut Typen ja "alle Pyramiden eh gleich aussehen"... Wir haben unseren Spaß, besonders da die junge Frau sich wirklich unterordnet und gehorcht. Anders kann man es nicht bezeichnen. Ich hätte nicht gedacht, dass es solche deutschen Frauen noch gibt. Und da spricht man von Emanzipation...

Aber auch alle anderen Eindrücke von Kairo und Umgebung waren wirklich bemerkenswert. Die Tour durch die Wüste ist immer wieder ein Erlebnis, der Jeep hätte aber ruhig etwas schneller fahren können. Lag es auch da wohl am Altersdurchschnitt der Gruppe oder warum ist der so geschlichen??? Der Kamelritt dann war aber wirklich super. Sogar Merlin musste aufs Kamel, denn die Jeeps haben in der Wüste angehalten, den Rückweg gab es nur hoch zu Kamel.

Selten habe ich meinen Mann mit solchen Leuchtaugen gesehen, anfangs etwas unsicher ist er schon bald ganz ohne Kameltreiber alleine geritten - immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht, die Zügel in der Hand, der Sand voraus. Wir hatten eine Menge Spaß.

Auch das Essen in der Oase Sakkara Country Club war lecker und reichhaltig. Die Anlage dort ist wirklich schön.

Nun muss ich ja ehrlich zugeben, dass die Bewachungsmaßnahmen in Ägypten viel größer sind als in Beirut. Alle scharf bewaffnet. Das Maschinengewehr immer im Anschlag. Ein komisches Gefühl. Aber nicht immer steht der so genannte Schutz im Vordergrund. Am Sakkara-Tempel war gerade Betenszeit - und schwupp stand das Maschinengewehr im Sand und die Wachposten knieten sich hin, um zu beten. Eigentlich ein gutes Zeichen, aber auch komisch, von so stark Gläubigen umgeben zu sein... eben eine ganz andere Welt!

Danach ging es dann noch zurück zum so genannten "Papyrus-Museum" - was wohl eher eine Verkaufshalle war, von Museum keine Spur. Aber egal, auch wir erwerben eine Papyrus-Katze mit unserem Namen in ägyptischen Schriftzeichen und sind glücklich, die Heimreise anzutreten.

Natürlich müssen wir noch scheinbar endlos auf die Abfahrt warten, damit uns der schwer bewaffnete Konvoi wieder Richtung Port Said bringen kann. Wir werden in einen anderen Bus verfrachtet und erfahren dort, dass nicht alle so einen entspannten Tag hatten wie wir: noch mehr Verkaufsattacken, nervige Händler, ewiges Warten... Da haben wir es doch ganz gut getroffen, obwohl unsere Reiseleitung ruhig mehr aktuelles Zeitgeschehen erzählt haben könnte statt nur die Geschichte des Landes.

Der neue Busfahrer stellt sich als lahmarschig heraus und will dann dann noch Trinkgeld am Ausgang erzwingen, indem er nur die vordere Tür öffnet. Das nervt nach so einem langen Tag und er bekommt von uns keinen Cent. Der Weg zum Schiff durch die Kontrollen ist auch noch heftig, Händler grölen: alles billig, alles nur 1 Euro. Wir können es einfach nicht mehr hören! Entspannt lächeln wir die Händler an und kaufen nichts. Und wen stört es schon, wenn sich in der Schlange nach 12,5 Stunden eine Mutter mit Kind so einfach vordrängelt??? Das arme Kind!

Na, und dann erfahren wir auch noch, dass es in Port Said während unserer Abwesenheit geregnet hat, hihi. Die Schadenfreude ist recht groß. Wie war das mit nur 6 Regentagen im Jahr in Ägypten?

Uns kann das alles nicht belasten, wir sind in Höchstlaune, schließlich ist Merlin Kamel geritten! Hüüüüühhhhh! Das Auslaufen mit Lasershow ist dann auch klasse, obwohl der Tag so lang war. Merlin tanzt sogar bei der Poolparty - Weeeessssterrrrrlaaaaaaaand! Puh, irgendwie sind wir leicht besoffen, jippie sing! Ein toller Tag geht zu Ende...

15.01.2006 Alexandria, Ägypten

Die Hafenanlage von Alexandria ist echt beeindruckend. Es herrscht ein totales Chaos, Frachter liegen kreuz und quer, kaum ein Durchkommen. Dazu der Blick auf die Großstadt, kaum ein wirklich schönes Gebäude zu erkennen. Aber trotzdem stehen alle an Deck und schauen zu. Tja, und er Himmel ist bewölkt... Wir fahren näher auf die Stadt zu, und damit auch auf das Regengebiet, das fast jeder mit den Worten begrüßt, oh, da vorne regnet es... lach, und dann ist der Schauer da! Und alle mittendrin. Das bringt Bewegung in die Gäste, und gleichzeitig gute Stimmung. Die Moderation am Pooldeck wird auch weiter geführt, ganz nett so eine weiße nasse Uniform ;-) Sind wir nicht echte Glückspilze? Hey, schon 2 von nur 6 Regentagen im Jahr haben wir ergattert. Das muss die Stimmung doch heben... Die Stadt dominiert durch Hochhäuser und Baustellen. Der noch nicht fertig renovierte Hafen wird vom Wasser überschwemmt. Lehm, Matsch und Wasserpfützen vergrößern das Chaos. Wir können nichts Attraktives entdecken. So überlegen wir auch erst eine ganze Zeit, ob wir überhaupt am Land gehen sollen. Nun ja, die Neugierde siegt. Das Wetter hat sich gebessert, Sonne bei immerhin 16 Grad.

Nach schwersten Kontrollen gelangen wir endlich zum Hafenausgang. Hinter, neben und vor uns nervige Händler, alles nur ein Euro, alles billig, alles gut. Du wollen Taxi, alles billig, alles gut. Es ist die Hölle. Am Hafenausgang sind wir schon genervt, aber was soll s? Ein weiteres Mal wird der Reisepass kontrolliert, natürlich von schwer Bewaffneten! Echt beruhigend. Aber wirklich harmlos im Vergleich zu den Kutschenfahrern, die dahinter auf uns warten. Die nerven so richtig! Alles billig, Stunde nur 5 Euro, Kutsche gut, du wollen fahren? Und das im Dauersatz, durch enge Straßen, vom Wasser überschwemmt, obwohl die Sonne schon wieder seit mindestens 1 Stunde scheint. Alles ist dreckig, laut, nervend. Die Bürgersteige aufgerissen, alles im Schlamm. Dazwischen immer wieder die Kutschen, die sogar nervend neben einem herfahren... Ich würde am liebsten umdrehen und auf s sichere Schiff fliehen. Aber natürlich ist der Rückzug auch durch Kutschen blockiert...

Schnell bilden wir mit anderen AIDA-Gästen eine kleine Gruppe, die Alexandria erobert. Irgendwie gelingt es uns, die Händler zurück zu lassen. In den kleinen Gassen, wo wir landen, leben die echten Stadtbewohner. In erschreckend armseligen Gebäuden, auf dreckigen Straßen, mit dreckigen Kindern. Aber immerhin freundlich und nur selten aufdringlich. Wir gelangen irgendwie halbwegs gut zur Promenade. Dort ist es sauberer, gepflegter. Es gibt auch einige interessante Gebäude zu sehen. Aber auch einen Gefangenentransport, natürlich hoch bewaffnet... In eine offene Moschee gehen wir dann letztendlich doch nicht; wir sind uns einig, dass dort noch die wirklich Gläubigen sind und wollen nicht stören.

Einer aus unserer Gruppe muss sich einem Schuhputzer anvertrauen, er kam nicht mehr schnell genug weg :-) Die Schuhe werden wirklich super geputzt, keine Frage! Aber war es wirklich 5,- Euro wert? Denn der Händler besteht auf Geldscheine, Münzgeld kann er nicht gebrauchen... Nur so neben bei bemerkt: kurze Zeit später regnet es, vorbei die tolle Schuhpracht.... Wir schaffen es dann doch noch, gut und sicher zum Schiff zurück zu gelangen, nicht zuletzt dank Merlins perfekten Orientierung. Er führt uns direkt aufs Hafentor zu, entlang an einer absoluten Bruchbude von Hotel namens "AIDA BEACH HOTEL". Wenn das die Stadt nicht sympathisch macht, was dann? Anscheinend haben wir uns schon ein wenig an die Händler gewöhnt, denn im Hafen scheinen sie gar nicht mehr ganz so lästig. Dafür scheinen die AIDA-Gäste schon angesteckt zu sein. Eine Mitreisende will uns unbedingt "ihren Taxifahrer" aufschwatzen und wird ganz ärgerlich, als wir sagen, wir hätten schon genug von Alexandria gesehen und wollten nur noch auf s Schiff...

Wir verbringen den Nachmittag ruhig in der Sauna - und wehe, irgendeiner erwähnt auch nur 1 Euro! Es wird unser persönliches Unwort des Jahres! Beim Abendessen wird es mir dann ganz komisch, habe plötzlich keinen Appetit mehr, alle Knochen schmerzen. Ich schiebe es auf Überanstrengung und den leckeren Toast zum Kaffee trinken.

Wir gehen noch hoch zum Bingo. Ich gewinne ein Glas Sekt und Merlin gleich eine ganze Flasche plus 1 Glas besten AIDA-Sekt. Da ich mich elend fühle, verzichten wir aufs Theater. Dann der Schock beim Ausziehen. An meinem Bein hat sich eine Wundrose gebildet, leuchtend rot, heiß und geschwollen. Wir sagen sofort an der Rezeption bescheit und können 5 Minuten später zum Doc. Dr. Wandrey stellt sich dann als sehr kompetent heraus und verschreibt mir diverseste wirklich gute Medikamente. Aber ich habe Fieber und bin am Boden zerstört, erst wenige Wochen zuvor hatte man mir gesagt, dass eine Wundrose bei meiner Vorgeschichte lebensgefährlich ist. Die Nacht wird die reinste Qual.

16.01.2006 Seetag

Nach einer schrecklichen Nacht folgt ein noch schlimmerer Tag! Über 40 Fieber, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Lymphabflussstörungen, kein Appetit. Ich verbringe den ganzen Tag im Bett, mal abgesehen von den 2 Arztbesuchen im Hospital. Draußen scheint die Sonne - na super :-(

Merlin verwöhnt mich, wo er nur kann. Sogar Laugenbrezeln vom Hüttenzauber an Deck schleppt er mir ran. Mehr als 1 bekomme ich aber nicht runter. Das Eis auf meinem Bein schmilzt schneller als man denken könnte. Gott sei Dank bekamen wir das jederzeit in allen Restaurants und an den Bars völlig komplikationslos in Plastiktüten abgefüllt. Besser ist das, denn einmal läuft so eine Tüte aus, das ganze geschmolzene Wasser ist in meinem Bett - und mein Schrei ist so laut, dass Merlin völlig verstört aus süßesten Träumen gerissen wird.

Trotzdem geht Merlin abends wenigstens zum "Crew meets Band" und zum Mitternachtssnack. Ich bekomme von alldem nichts mit...

17.01.2006 Seetag

Mir geht es deutlich besser. Dem Doc fällt sichtbar ein Stein vom Herzen. Man sieht im die Erleichterung deutlich an. Wenn nur die Kopfschmerzen nicht wären... Da ich Fieber frei bin, verbringen wir den Vormittag am Pooldeck bei Sonnenschein. Nachmittags geht es mir dann wieder richtig elend: 39 Fieber... aber Paracetamol hilft klasse. Merlin verwöhnt mich, kauft sogar Dosenpralinen und im zollfreien Bordeinkauf Campari. Sogar zum Sonnenuntergang wage ich mich auf Deck 6... Ich kann abends auch mit zum Bingo, aber wir gewinnen nichts. Im Theater tritt Frau Klein mit einem weiteren Programm auf. Ich kann sogar etwas lachen. Aber dann der nächste Schock, ein Lymphstau in der Leistengegend. Ich bin total verzweifelt.

18.01.2006 Valetta, Malta

Der Tag beginnt gut, ich habe kein Fieber mehr und nur leichte Kopfschmerzen. Da traue ich mich doch auch zur Hafeneinfahrt mit hoch an Deck 11. Die Einfahrt ist atemberaubend schön. Malta scheint ein Traum im gelben Sandstein zu sein, verziert mit bunten Fensterläden, umgeben von mehreren Häfen, eingesäumt von Palmen. Unbeschreiblich. Das Frühstück schmeckt auch schon halbwegs wieder. Der Doc ist zufrieden und erlaubt den Landgang.

Ich traue mich aber erst noch nicht. Mir erscheint das alles zu gebirgig, zu anstrengend. Ich bin noch schlapp. So zieht Merlin etwas widerwillig alleine los. Ich lege mich auf s Bett und lese. Schnell ist er zurück und schwärmt in den höchsten Tönen von der Stadt. Seine gemachten Fotos überzeugen mich. Wir ziehen gemeinsam noch einmal los und erkunden dann per Pferdekutsche die Stadt.

Das ist wirklich ein Erlebnis. Der Kutscher hält an interessanten Stellen an, so dass wir genug Zeit zum Staunen haben. Die Stadt ist wirklich unbeschreiblich schön. An der Shoppingmeile lässt er uns raus. Ich muss nur noch bergab zum Schiff laufen.

Aber wir kaufen noch Glasschalen und schlendern gemütlich durch die Stadt. Hier gibt es sogar einen 1-Euro-Laden, hihi. Aber keine nervenden Händler. Alles ist äußerst kultiviert und gepflegt. Es macht einfach Spaß, hier zu sein. Ach, übrigens, in Malta war es richtig warm und sonnig! Bis 21 Grad mit herrlicher Weitsicht. Für mich persönlich wird es die Stadt der Katzen. Denn die liegen hier wirklich alle faul in der Sonne, wohlgenährt und absolut gesund. Ob man alle Katzen einzeln fotografieren sollte? Es fällt mir schwer, es nicht zu tun... Nur die wirklich tollen Gebäude und der ganze Flair der Stadt halten mich gerade noch davon ab.

Nachmittags relaxen wir am Pooldeck bei 1-Euro-Cocktails in der Sonne am Pooldeck. Beim Ablegen wird mir zwar kalt und ich stehe in 2 dicken Handtüchern eingemummelt auf Deck 11, aber gesundheitlich geht es mir klar besser. Der Sonnenuntergang ist traumhaft romantisch. Merlin geht noch zum Spinning und ich lege mich ein wenig auf s Bett.

Das Abendessen schmeckt dann wieder und auch Bingo ist äußerst spaßig, obwohl wir nichts gewinnen. Der so angekündigte Krimi "Bäng Bäng" im Theater dagegen ist grottenschlecht, langweilig und nichts sagend. Wirklich schade... Ab ins Bett!

19.01.2006 Seetag

Kein Fieber, aber dafür reichlich Schnupfen, sonst aber ganz fit. Der Tag beginnt mit sonnigen 19.5 Grad! Es herrscht auch kaum Wind: Stärke 2, aber der Seegang ist ätzend. Es hat sich eine Dünung aufgebaut, die wirklich unangenehm ist. Es bedeckt sich leider schnell. Merlin geht mal wieder zum Spinning. Ich schaue in der Zeit den AIDA-Film mit Impressionen unserer Reise. Das Video ist wirklich gelungen, wir sind auch mehrmals auf dem Film zu sehen. Aber den Preis von 90,- Euro je DVD dafür halten wir für völlig überteuert. Dann eben nicht!

Mittags wird es wieder richtig sonnig, wir liegen am Pool in der Sonne. Beim AIDA-Ted nachmittags belegt Merlin den 5. Platz. Es hat tierisch Spaß gemacht, die anderen einzuschätzen! Nachmittags ist immer noch recht starker Seegang und es bewölkt sich auch wieder stark. "Odyssey, ein Schauspiel von Gästen für Gäste" ist wirklich klasse und lustig. Es schwankt ganz schön in Theater! Das macht auch das anschließende Kofferpacken nicht unbedingt einfacher. Mir wird kurzfristig ganz schön übel.

Dementsprechend leer ist es auch beim großen Abschiedsessen im Restaurant. Selbst der teure Hummer kann wohl einen Großteil der Gäste nicht locken.

Wir lernen noch Wolfgang kennen und müssen eingestehen, dass wir ihm die ganze Zeit Unrecht getan haben. Er war ja gar nicht der "Säufer mit seiner noch mehr saufenden Frau" aus der AIDA-Bar. Sorry Wolfgang... aber dein Foto war wirklich schlecht auf AIDA-Fans.de...

Na, und dann klärt sich noch ganz zufällig im Gespräch das Geheimnis vom 2. Tag auf. Wir erfahren, wer da bei uns versehentlich in der Kabine abends gestanden hat. Es war die Frau eines Gastes, die sich in der Tür verirrt hatte. Die Rezeption sagte ihr, das sei technisch unmöglich. Aber wir haben es erlebt, ganz ehrlich! Wir wollen den Vorgang testen und müssen aber feststellen, dass jetzt der Zimmer-Code wieder funktioniert - zum Glück!

Etwas verletzend finde ich es, dass mein Mann - wie übrigens wohl alle anderen Männer im Restaurant ganz ungeniert einer wirklich toll aussehenden Blondine im Minikleid mit Stöckelschuhen hinter hersehen. Wenns ja nur einmal gewesen wäre... Aber so wird mir ganz deutlich klar, dass sonst eigentlich ich diese Person gewesen wäre, wenn mein Fuß noch intakt wäre. Das schmerzt ganz doll, aber ich versuche es zu überspielen. Die Herren am Tisch scheinen nichts zu merken...

Aber auf der Farewellshow zum Thema "love" im Theater holen mich dann meine ganzen Gefühle ein. Die Show ist wirklich gut und ganz romantisch. Da fühle ich mich dann nur noch unattraktiv, einsam und alleine. Bittere Tränen laufen mir über die Wangen, ich kann mich kaum halten. Aber zum Glück habe ich ja eh Schnupfen und kann mich ganz ungeniert dem Tränenfluss hingeben.

Auf der anschließenden Poolparty schenkt Merlin mir ein rotes Luftballonherz und komischer Weise sammeln sich auch alle anderen Herzchenballons um mich ;-) Ich bin wohl doch nicht so alleine... Es geht mir zwar etwas besser, aber nicht tanzen zu können bei wirklich guter Musik macht das Ganze auch nicht gerade einfach.

Aber der Sekt, den es reichlich kostenlos gibt, ist lecker, so dass es doch noch ein gelungener Abend wird.

20.01.2006 Palma de Mallorca - Hattingen

Beim Aufwachen sind es schon 13 Grad, es ist nur leicht bewölkt. Mir geht es gut, nur meine Nase läuft schrecklich. Wir frühstücken noch ganz gemütlich, schlendern ein letztes Mal über das Schiff, klauen einige Servierten zum Nase putzen und machen uns dann irgendwann ganz in Ruhe auf den Heimweg.

Unsere Koffer stehen brav vorm Schiff, ein letzter Blick zurück, dann ab zum Bus.

Der kommt schnell und wir gelangen wieder gut und günstig zum Flughafen. Diesmal haben wir aber doch die Haltestelle direkt vorm Schiff gewählt, man ist ja lernfähig! Einige andere Gäste fahren ebenfalls so zum Flughafen.

Dort angekommen entdecken wir den "Air Berlin Früh-Check in" und sind unsere Koffer direkt los. Wow, klasse Service. Aber noch besser ist die Sonnenterrasse, die wir kurz darauf entdecken. Dort verbringen wir die Zeit bis zum Abflug ganz ruhig und entspannt auf herrlich bequemen Sonnenliegen unter freiem Himmel in der prallen Sonne. Entspannung pur, und das am Flughafen. Wer hätte das für möglich gehalten?

Der Flug ist dann auch unspektakulär. Merlin sitzt neben "Herrn Schmidtmeier", einem Comedian der AIDA... In Deutschland erwarten uns lausig kalte 4 Grad und Regen. Einfach ätzend. Der Shuttle-Service lässt auch auf sich warten, noch dazu nicht überdacht im Regen. Echt mies. Kein guter Service am Flughafen Dortmund, für 42 Euro, die es dann noch an Parkgebühren geworden sind, sollte man etwas mehr erwarten können.

Für uns ist klar: demnächst wieder ab Düsseldorf, keine Frage.

Und so planen wir eigentlich in Gedanken schon wieder die nächste Reise - oder wie sagt man so schön: Auf AIDA-Sehen! Manuela Klumpjan

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