AIDAaura          MSC Lirica
Mein Schiff     MSC Musica        
AIDAbella        Norwegian Gem        AIDAvita   
    AIDAdiva     AIDAcara      AIDAblu (bis 2007)

Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Norwegische Fjorde ab Kiel mit der AIDAblu


Von Randolf (männlich)
Alter: 2017
Detailbild Schiff AIDAblu (bis 2007)
SchiffAIDAblu (bis 2007)
Bericht vom04.06.2005
Reise vom04.06.2005
Dauer7 TAGE
RouteNorwegische Fjorde ab Kiel

X
X
X

REISEBERICHT IM DETAIL


Kiel, Anreise und Einschiffen

Um 11.11 Uhr geht unser Zug in Köln ab nach Kiel. Wenn das keine Uhrzeit ist ! Nachdem wir unsere reservierten Plätze (mit Tisch) an Eltern mit Kindern abgetreten haben, geht es pünktlich los Richtung Hamburg. Dort angekommen, machen wir uns auf die Suche nach dem Shuttlebus der AIDA, der lt. Prospekt zwischen 13.00 und 17.00 Uhr verkehren soll. Nach erfolgloser Umrundung des Hauptbahnhofes (der Gepäckservice von Haus zu Schiff bekommt eine ganz neue Bedeutung), versuchen wir es per Handy bei AIDA. Dort erfahren wir nicht gerade freundlich, dass der besagte Bus bereits um 15.30 Uhr, vom Busbahnhof und nicht vom Hauptbahnhof, Richtung Kiel abgefahren ist..
Kurzerhand suchen und finden wir die nächste Zugverbindung nach Kiel (ICE um 16.30 Uhr), und müssen dann feststellen, dass wir in einem ICE sitzen, der direkt aus Köln kommt und dort eine Stunde nach uns gestartet ist. An dieser Stelle vielen Dank an unser Reisebüro!

In Kiel angekommen klappt jetzt aber der ganze AIDA Service. Das Gepäck wird direkt am Bahnsteig entgegengenommen und später in die Kabine gebracht. Auf dem kurze Fußmarsch zur AIDAblu, die man bereits vom Ausgang des Bahnhofes sieht, staunen wir über die imposante Größe des Schiffes. Das Check-In funktioniert reibungslos und schnell. Wir erhalten unsere Bordkarten, die für die nächste Woche unser Zahlungsmittel an Bord sind, werden fotografiert, und betreten dann erstmals das Schiff über die Gangway an Deck 5, direkt hinein ins Atrium. Als erstes beziehen wir unsere Kabine auf Deck 9, in der Mitte des Schiffs. Nach wenigen Minuten kommt auch unser Gepäck. Nach dem bereits von außen imposanten Anblick des Schiffes, können wir uns jetzt einen ersten Überblick von innen verschaffen und die wichtigsten Orientierungspunkte festlegen:
Essen, Trinken, Sonnendeck, Theater, Rezeption!
(Das Fitness-Studio kann man ja später immer noch suchen.)

Nach dem ersten Abendessen im etwas überfüllten Marktrestaurant (alle Passagiere wollen natürlich gesättigt und pünktlich zum Auslaufen an der Reling stehen) finden wir uns zum Auslaufen des Schiffes auf dem Vorschiff ein, um die Kieler Förde bei (sehr) frischer Luft hautnah zu erleben. Bereits jetzt spürt man zum ersten Mal, daß das Auslaufen des Schiffes eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre bietet!

Wir beschließen den Abend mit einem Bierchen und netter Livemusik in der Bar.

1. Seetag, 05. Juni 2005

Zur Eingewöhnung an Bord ist der erste Reisetag ein Seetag und beginnt um 10:15 Uhr mit der beruhigenden Veranstaltung: Seenotrettungsübung!

Alle Passagiere haben sich nach dem entsprechenden Alarmsignal mit Ihrer Schwimmweste bekleidet an bestimmten Sammelpunkten einzufinden. Fernab jeder Realität kamen die meisten bereits etwas früher, um noch einen bequemen Sitzplatz zu erobern und auch die Mannschaft spulte die wohl eher lästige Pflicht bei einem ca. 20minütigen Vortrag ab. Zwischendurch fiel auch noch die Lautsprecheranlage aus, wodurch einiges an Informationen nie bei den Passagieren ankam.
Danach kann man in aller Ruhe das Schiff erkunden, Sport treiben (Fitness-Studio), die Sauna besuchen oder einfach nur faul in der Sonne liegen.

Zwischen 12:00 und 14:00 gibt es reichhaltiges Essen (wie so oft) und danach kann man wie zuvor auf einer der zahlreichen Liegen die Seele baumeln lassen.
Es hätte ein rundum gelungener Tag werden können, wenn nicht der Wind (Stärke 8-9) und danach auch der Seegang (Wellen 5-6 Meter) das Schiff zum späten Nachmittag hin derart in Bewegung versetzte, dass für viele der Passagiere das wiederum reichhaltige Abendessen nicht mehr interessant war.

Am schlimmsten sind die Schwankungen im Vorschiff und am Heck zu spüren, sowie überhaupt in den Gängen und Treppenhäusern. Empfehlung für empfindliche Mägen: Kabine möglichst Mittschiffs buchen! Bergen, 06. Juni 2005

Am nächsten Morgen ist der Seegang und die Übelkeit vergessen (zumindest bei mir) und wir haben unser erstes Ziel, die Stadt Bergen, erreicht. Es ist sonnig und trocken, allerdings sehr kühl mit knapp zehn Grad. Wir haben einen Landausflug per Fahrrad gebucht (die Soft-Tour) und treffen weitere bewegungsfreudige Biker bei der Ausgabe der Helme, Trinkflaschen und Energieriegel neben der Rezeption. Danach verlassen wir alle das Schiff um außerhalb die vorbereiteten Fahrräder entgegenzunehmen. Es bilden sich drei Gruppen (2 x Soft und 1 x Aktiv).
Die sehr leichten und gut ausgestatteten Fahrräder (21 Gänge) werden noch zum Thema Gangschaltung und Bremsen erklärt und dann geht die insgesamt ca. 4stündige Tour unter Führung eines Biking-Scouts los.

Bereits nach kurzer Fahrt erkennen wir zum ersten Mal an diesem Tag den Vorteil von 21 Gängen und kämpfen uns den ersten heftigen, aber gottseidank kurzen Anstieg hinauf. Auch in den folgenden Stunden müssen wir noch manche Höhenunterschiede überwinden (Bergen liegt nun mal am Hang), aber wir haben eine rundum gelungene Tour erlebt, die uns die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt aus der Fahrradperspektive und natürlich bei diversen Stopps näher brachte.

Da die Tour um 13:00 Uhr am Schiff wieder endet, bleibt jetzt noch Zeit für ein Mittagessen an Bord und danach eine Fahrt mit der Standseilbahn auf den Berg Floyen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Bergen und die angrenzenden Fjorde genießen kann.

Bis spätestens 17:30 Uhr müssen alle Passagiere wieder an Bord sein, da die AIDA um 18:00 Uhr ausläuft.

Geiranger Fjord

An diesem Tag ist frühes Aufstehen angesagt, wenn man die Passage durch den Geiranger Fjord hautnah miterleben möchte.

Wir schaffen es um 6:30 Uhr auf Deck zu sein, wo sich bereits eine Vielzahl der Passagiere eingefunden hat, die sicher noch viel früher aufgestanden sind.
Der Geiranger Fjord ist das Naturerlebnis der Reise, da hier die hoch aufragenden, fast senkrechten Felswände mit den zahlreichen Wasserfällen, das satte grün der Wälder und die schneebedeckten Gipfel die die ganze Schönheit Norwegens an einem Ort zusammenfassen. Am Ende des Fjords liegt der Ort Geiranger, der nur 300 Einwohner hat, aber an manchen Tagen bis zu 5.000 Gäste empfängt.

Wir haben heute keinen Landausflug gebucht. Wegen des für diese Jahreszeit noch sehr hohen Schnees auf den Bergen, mussten viele Touren abgesagt werden. Übrig geblieben sind 2 Bustouren und eine Fahrradtour, die allerdings einen Höhenunterschied von 1.100 m überwinden muss. Also lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, um uns danach den Ort anzusehen, der natürlich in erster Linie aus Souvenirgeschäften mit Trollen aller Art besteht. Etwas oberhalb des Ortes befindet sich das Fjord-Center. Dort kann man bestaunen, wie die Menschen hier früher gelebt habe. Eine Slideshow zeigt Impressionen und herrliche Panoramen der Landschaften um den Geirangerfjord. Nach einem Spaziergang am Fjord entlang setzen wir wieder über aufs Schiff und geniessen von dort den Ausblick auf die Natur.

Das Ablegen um 18.00 Uhr ist wiederum ein Ereignis und wird begleitet von einem live gespielten Trompetensolo und danach mit Musik von Edvard Grieg. Wir genießen den Abend mit Ausblick auf den Fjord im Restaurant "Rossini", was man zwar extra bezahlen muss, sich aber aufgrund der ausgezeichneten Küche auf jeden Fall lohnt.

2. Seetag

Die Befürchtung vieler Passagiere, daß sich auch an diesem zweiten Seetag der Wind und die Wellen zu unschöner Stärke und Größe entwickeln würden, wurde (gottseidank) keine Wirklichkeit.

Das Meer zeigt sich von seiner glatten Seite und das Wetter ist wiederum angenehm. Somit steht einem, nach zwei Tagen mit Landgang, ein geruhsamer Tag auf der Liege bevor, den man durch Essen, Shoppen oder viele andere angebotene Aktivitäten auflockern kann.

Besonders interessant an diesem Tag ist die "Nautische Fragestunde mit dem Kapitän", bei der man allerlei wissenswertes über die technischen Details des Schiffes sowie die aufwendige Logistik erfahren kann. Hierbei können die Passagiere Fragen an den Kapitän richten, so dass es ratsam ist, sich im Vorfeld bereits zu überlegen, was man so alles wissen will.

Für den nächsten Morgen wird noch die Durchfahrt durch den Oslo-Fjord angekündigt sowie die Ankunft im Hafen gegen 8.00 Uhr.

Oslo

Auch in Oslo ist frühes Aufstehen angesagt, da das Schiff bereits um 14.00 Uhr den Hafen wieder verlassen will. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und mangels Wind erwartet uns der wärmste Tag unserer Reise. Nach den guten Erfahrungen in Bergen (abgesehen von den Bergen), haben wir uns auch hier für die Teilnahme an der Radtour entschieden um in frischer Luft möglichst viel von der Stadt zu sehen.

Nach kurzer Fahrt durch die Innenstadt erreichen wir als erste Station das königliche Schloss. Von hier hat man einen schönen Ausblick über das Stadtzentrum.

Unsere weiteren Stationen sind der Viegelandpark, in dem ausschließlich Skulpturen des Bildhauers Viegeland gezeigt werden, sowie die Museumsinsel Bygdøy, auf der unter anderem im Kon-Tiki-Museum eine Ausstellung zu den Expeditionen von Thor Heyerdal gezeigt wird. Zudem bietet die Museumsinsel einen herrlichen Ausblick auf den Hafen von Oslo.

Kurz vor 13:00 Uhr endet unsere Radtour nach ca. 30 km auf der Festung Akershus, vor der die AIDA festgemacht hat. Leider bleibt uns nur noch eine halbe Stunde Zeit um kurz noch mal zum Hafen zu gehen, wo sich viele Schiffe und Menschen eingefunden haben, um 100 Jahre Unabhängigkeit zu feiern. Insgesamt waren diese 6 Stunden Liegezeit für eine so interessante Stadt wie Oslo definitiv zu wenig. Schade!

Um 14.00 Uhr legen wir pünktlich ab und am Nachmittag genießen alle 1600 Passagiere die Ausfahrt aus dem Oslo-Fjord bei immer noch herrlichem Wetter auf den Liegen (die zum ersten Mal knapp werden).

Kopenhagen

Der Morgen beginnt mit Häusern vor unserem Kabinenfenster (ungewohnter Anblick), so dass auch wir merken: Wir sind in Kopenhagen. Leider zeigt sich heute sehr bewölktes und windiges Wetter, so dass wir froh sind, keinen Landausflug gebucht zu haben und uns erst mal einem geruhsamen Frühstück widmen. Danach verlassen wir das Schiff, um auch hier einen Eindruck von der Stadt mitzunehmen. Zunächst die kleine Meerjungfrau (Pflichtprogramm und keiner weiß wieso) und danach eine Tour mit einem der zahlreichen Flachboote durch die Kanäle der Stadt.

Hierbei sieht man die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie z.B. das Parlament, die Oper und den Sitz des Königshauses, aber auch idyllische Kanäle mit originellen Hausbooten. Danach spazieren wir noch ein wenig durch die Stadt und trinken auf der Kneipenmeile am "Nyhaven" unser bisher teuerstes Bier ( 7 EURO !). Wenns wenigstens geschmeckt hätte. Jetzt müssen wir langsam wieder aufs Schiff zurück, da wir den Hafen um 16.00 Uhr verlassen und uns auf den Heimweg nach Kiel machen müssen. Obwohl das Wetter sich zwischenzeitlich etwas verbessert hat, ist das Auslaufen aus Kopenhagen mit großer Wehmut verbunden, da man jetzt das nahende Ende der Reise am deutlichsten spürt. Den letzten Abend an Bord genießen wir bei einem Essen im Restaurant "Bella Donna", in dem das Essen, aber nicht die Getränke umsonst sind.

Kiel, Ausschiffen und Abreise

Am frühen Morgen legen wir (leider) wieder in Kiel an. Die Stimmung beim letzten Frühstück an Bord ist etwas gedrückt, da die Reise nun wirklich zu Ende ist. Nachdem unsere Koffer bereits in der vergangenen Nacht mit lautem Getöse (ca. 5.00 Uhr!) eingesammelt wurden und jetzt von Bord gebracht werden, sehen auch wir zu, dass die letzten Sachen zusammengeräumt werden und wir von Bord gehen können.

Fazit nach einer Woche AIDA:

Für uns war die Fahrt mit der AIDA eine ganz neue Erfahrung und wir haben eine beeindruckende - vom guten Wetter unterstützte - Reise in das sicher immer interessante Norwegen gemacht.
Den Winterprospekt 2005/2006 haben wir vorsichtshalber schon mal mitgenommen !?

REISEBERICHT MELDEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um einen Bericht zu melden, geben sie bitte noch einen Grund an
Grund für die Meldung:

REISEBERICHT WEITERLEITEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um den Bericht weiterzuleiten, geben sie bitte die gewünschte EmailAdresse an
An wen weiterleiten:
Nachricht für den User: