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Tagebuch-Notizen einer Karibik-Segelreise: Mit der ‚Eye of the Wind‘ in der Karibik


Von Segelfreund (weiblich)
Alter: 60
aus Berlin,Deutschland
Detailbild Schiff Eye of the Wind
SchiffEye of the Wind
Bericht vom08.10.2013
Reise vom26.01.2013
Dauer7 TAGE
RouteKaribik Rundreise: St. Martin - St. Kitts - St. Barth - Anguilla - St. Martin

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REISEBERICHT IM DETAIL


18° 04’ Nord  |  063° 05’ West          

Tagebuch-Notizen: Mit der ‚Eye of the Wind‘ in der Karibik

„Für mich fühlt sich so Freiheit an“


Marigot, Saint-Martin       

Ich sitze hier auf dem Vordeck, es weht eine angenehme leichte Brise, das Schiff wiegt sich sachte im Wind, über mir sind der Vollmond und der Sternenhimmel. Wie schön, dass ich hier sein kann!  Die
‚Eye of the Wind‘ liegt heute in Marigot vor Anker – im französischen Teil der Insel, die hier Saint-Martin heißt. Die Marina Fort Louis ist dominiert von riesigen Yachten. Meine Ankunft auf dem Schiff hat alle meine – hohen – Erwartungen erfüllt. Ich kannte zwei Mitglieder der Crew vom letzten Jahr, und die anderen vier sind auch sehr sympathisch. Gäste gibt es außer mir noch drei – ein älteres Ehepaar aus Stuttgart und einen jungen Mann, der aus der Nähe von Greifswald kommt. Das bedeutet, ich habe wieder wie im letzten Jahr eine großzügige Kabine für mich allein, in der ich mich schon richtig eingerichtet habe.

50 Meilen bis St. Kitts – Palmen, Strand und eine Reggae Bar

 

 An unserem ersten Tag geht es gleich richtig zu Sache: 50 Meilen sind zu bewältigen bis nach St. Kitts, das bedeutet für die ‚Eye‘ ca. neun Stunden Fahrt. Basseterre ist der Hauptort von St. Kitts. Diese Insel ist seit 25 Jahren unabhängig. Hier legen regelmäßig die großen Kreuzfahrtschiffe an. Deswegen gibt es direkt hinter dem Anleger der Ozeanriesen ein kleines Viertel für diese Gäste: Zuerst eine Bar, Souvenirläden, Läden mit Strandkleidung und Sonnenschutz, zollfreiem Alkohol, Zigarren, Schmuck und ein Taxistand. In der Nähe liegen wir jetzt in einer ruhigen Bucht vor Anker. Mit dem Dinghi (Beiboot) fahren wir zum Strand und erleben ein Stück Karibik, wie man es aus den Prospekten kennt: glasklares Wasser, Strand, Palmen und eine Reggae Bar mit Cocktails. Vorher hatte ich noch ein persönliches Highlight: Ich bin auf die erste Plattform am Mast geklettert und habe die Aussicht genossen: Himmel über mir, das Schiff mehr als zehn Meter unter mir, türkisfarbenes Wasser und eine gehörige Portion Adrenalin vom Hochklettern. Ein kaum zu überbietendes Gefühl! Nach dem Besuch der Bar finde ich auf dem Vordeck eine aufgehängte Hängematte vor. Als sowieso schon großer Fan von Hängematten war mein Erlebnis auf dem Schiff noch eine Klasse besser: Man braucht hier niemanden, der die Hängematte in Bewegung hält – das übernehmen Wind und Wellen. Der Blick nach oben gleitet über die Segel und die Takelage und auf Vögel, die elegant ihre Kreise am Himmel ziehen.

Seefrauen-Ehre und ein Muskelkater

 

Heute haben wir wieder einen Tag mit einem großen Schlag zu bewältigen, ca. 40 Meilen in acht Stunden. Fast alle Segel sind gesetzt – insgesamt gibt es 750 Quadratmeter an Segelfläche. Ihr könnt euch vorstellen, dass es da ganz schön viele Taue zu lösen und zu ziehen gibt. Meine Hilfe war gefragt – ich habe mich also nützlich gemacht und festgestellt, dass ich sicher eine Hilfe war, selbst wenn ich nicht so viel „manpower“ zu bieten habe. Völlig unerwartet rollen große Wellen über das Schiff, und Hose und Schuhe sind nass. Wenn gerade Segel gesetzt werden, kann man sich ja nicht so einfach in Sicherheit bringen. – Könnte man natürlich schon, aber das ginge völlig gegen meine Seefrauen-Ehre. Also habe ich tapfer an dem mir zugewiesenen Tau durchgehalten, egal was kam. Meine Hose hat sich zum Schluss genauso angefühlt wie die Taue – rau und salzig.

Dass ich heute „was getan“ habe, merke ich auf alle Fälle daran, dass ich Muskelkater in den Armen und in den Bauchmuskeln habe vom Ziehen und in den Beinen vom Klettern auf die Plattform von gestern. Gesteuert habe ich auch eine kurze Zeit – es klappt jetzt viel besser, den Kurs zu halten und ich habe mir sogar ein Lob von Steuerfrau Nora eingehandelt. Nun liegen wir in der Hafenbucht von Gustavia auf der Insel St. Barthélemy. Das ist das Kontrastprogramm zu Basseterre auf St. Kitts. Riesige Yachten, schicke Geschäfte und Bars, Palmen, Blumen und alle erdenklichen Luxusartikel.

Überwältigendes Azurblau

Am Morgen habe ich Gelegenheit, in den Hauptort von St. Barth, Gustavia, zu gehen. Erst mal klettere ich den kleinen Hügel zum Leuchtturm hoch – tolle Aussicht: im Vordergrund Blumen und Kakteen, die schicken Häuser, der Hafen mit den großen eleganten Yachten. Das Ganze dominiert von Blau. Als ob der Himmel und das Meer wetteifern, wer die intensivere Farbe erzeugen kann. 

Wunderwelt unter Wasser

Wir fahren heute nur ein kleines Stück zu der Bucht „Anse de Colombier“ – Strandtag! Unser Schiff liegt in der Bucht vor Anker und das Dinghi bringt uns an den Strand. Also Flossen und Schnorchel raus und hinein ins Meer – wo ich wieder fasziniert bin von dieser ganz anderen Welt unter Wasser. Nach einer Dreiviertelstunde im Wasser ist es schwer, sich von dieser Wunderwelt wieder los zu eisen. Danach Strandspaziergang, in der Sonne liegen und den Wellen zusehen. So lässt es sich leben … Abends gibt es wieder prima Essen: mehrere Sorten gegrilltes Gemüse und zur Freude der Crew Spareribs, Vitello Tonnato und vorher noch einen Cocktail. Die Stimmung ist entsprechend gut. Das war heute wieder ein Tag, an dem ich müde und doch zufrieden mit der Welt ins Bett gehe.

„Jenseits aller Welten“ – Entspannung im Klüvernetz

Ich sitze am Abend hier in der „Elvis Beach Bar“ in Sandy Beach auf Anguilla – im Hintergrund lä

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