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Reise in TausendundeineNacht - Barcelona - Dubai 2011


Von Ginatessie (weiblich)
Alter: 71
aus Ludwigsburg,Deutschland
Detailbild Schiff Brilliance of the Seas
SchiffBrilliance of the Seas
Bericht vom09.05.2012
Reise vom10.01.2011
Dauer14 TAGE
RouteBarcelona-Alexandria-Aquaba-Safaga-Dubai

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REISEBERICHT IM DETAIL


Dezember 2010 - kurzfristig entscheiden wir uns für eine Reise von Barcelona nach Dubai mit der Brilliance of the Seas, incl. Suezkanalpassage. Ich wolte doch immer schon einmal die Pyramiden sehen! Die Route ist dafür ideal, da ein Stopp in Alexandria geplant ist und ein Ausflug zu den Pyramiden angeboten wird. Ebenso werden wir das Tal der Könige incl Karnak sehen und natürlich die alte Stadt Petra in Jordanien. Wir kriegen noch eine Außenkabine auf Deck 4, die Brilliance ist ja baugleich mit der Radiance und das ist unser ausgesprochenes Lieblingsschiff.

Natürlich muß es jetzt im Dezember einen Haufen Schnee haben, hoffentlich ist der Anfang Januar weg. Wir fliegen von Stuttgart nach Frankfurt, ziemlich verspätet, aber der Anschlußflug wird noch pünktlich erreicht. Das Flugzeug ist voll, wir haben aber auch in Frankfurt einen verspäteten Start und kommen mit ca. 1 1/2 Stunden Verspätung in Barcelona an. Ein langer Weg ist es bis zur Gepäckausgabe! Um ca. 15.30h sind wir an Bord, Auslaufen soll 18 Uhr sein. Wetter sehr schön, Schiff sehr schön, Welcome-Bufett super.

Zwei Seetage, dann sind wir in Alexandria. Es regnet, und wie. 10 Tage regnet es durchschnittlich hier, einen Tag haben wir uns ausgesucht. Aber wir fahren ja nach Kairo zu den Pyramiden. Die wollte ich schon immer einmal sehen. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Wüste, Sandpisten, ab und zu ein paar Häuser. Kurz vor Kairo - an einer Anhöhe - sehe ich die Pyramiden zum ersten Mal.Beeindruckend. Aber das Wetter? Sandsturm ist angesagt, aber noch ist es nicht soweit. Am großen Parkplatz oben über den Pyramiden erster Stopp, wir machen tolle Fotos. Und natürlich überall fliegende Händler, die dir alles mögliche verkaufen wollen. Standhaft bleiben, mal sehen, was wir später als Erinnerung kaufen können. Wir fahren dann hinunter zur großen Sphinx, freie Zeit ca. 30 Minuten, das reicht. Ich kriege einen schönen Kopf von Tutenchamun, eine große Katze, und einen Kopf von Nofretete. Alles zusammen 20 Dollar. Steht jetzt auf meinem Schreibtisch. Und dann kommt der Sandsturm. Innerhalb von ein paar Minuten stürmt es gewaltig, innerhalb von ein paar Minuten ist alles vorbei, aber überall kribbelt der Sand. Dann geht es zu einem Nilkreuzfahrtschiff, dort gibt es ein agyptischer Büfett, sehr lecker, sehr ungewohnt, aber es schmeckt.

Wir fahren anschließend durch Kairo, es ist erschreckend, in welchem Zustand die Häuser an der Straße teilweise sind. Hier leben sehr viele Menschen in Ruinen und auf Müll. Von der Anhöhe, auf der die AlabasterMoschee liegt, hat man einen schönen Blick auf Kairo mit den Pyramiden. Unsere Fremdenführerin ist sehr nett und freundlich, spricht sogar ein wenig Deutsch, aber die Tour ist englischsprachig.

Zum Schluß noch die übliche Fahrt in ein "Papyrusmuseum". Wir bekommen gezeigt, wie Papyrus entsteht, und können uns aus den ausgestellten Papyri  einen Eindruck machen, was es alles Schönes gab. Für 80 Dollar kaufen wir einen Papyrus, der Tutenchamun und seine Frau im Garten zeigt. Das Original war auf einer Truhe im Grab der Könige angebracht. Wunderschön, nicht kitschig, braun, gold, beige die Farben.

Die Fahrt zurück ist abenteuerlich. Dunkelheit, Straßensperren, und dann noch fast ein Überfall. Unser Fahrer gibt Gas, Hände fest ans Steuer,  Attention, und einfach auf die Banditen los, die mitten auf der Straße stehen und den Bus stoppen wollen. In Alexandria steht das Wasser fast einen halben Meter hoch in den Straßen, überall Unfälle, es hat hier den ganzen Tag geregnet.

Nach einem weiteren Seetag liegen wir auf Reede vor Port Said, abends um 9 Uhr beginnt die Fahrt durch den Suezkanal, wir sind Schiff Nr. 2. Morgens ein Blick durchs Fenster, wir sind im Kanal, rechts und links Wildnis, Überbleibsel des Krieges zwischen Israel und Ägypten überall und natürlich Militär. Das Wetter ist schön, wir machen es uns an Deck bequem und gucken uns die Landschaft an. Mittags sind wir im großen Bittersee, hier wartet der Gegenverkehr.  Morgen früh sollen wir dann in Jordanien sein. Wir haben den Ausflug nach Petra gebucht, der ist deutschsprachig. Und die Tour ist unvergeßlich. Erst durch die Wüste, dann kommt das moderne Petra und dann heißt es laufen. Ca. 1 Stunde vom Eingang bis zum Schatzhaus, bequemer Weg, viele viele Leute. Und dann der Druchgang vom Sikh - das Schatzhaus kommt ins Blickfeld, es ist überwältigend. Wie haben die das damals nur geschafft? Die Eindrücke sind unbeschreiblich, die Fotos sind einzigartig geworden. Jeder Cent für den Ausflug - 170 €/Person - ist gut angelegt gewesen.

Und morgen natürlich dann der absolute Höhepunkt der Reise für mich: Fahrt zum Tal der Könige, Hatschepsut-Tempel, Memnon-Kolosse und Karnak. 4 Stunden Autofahrt liegen vor uns, öde Wüste, braun, ab und zu mal ein Auto, Polizeiposten, keine menschliche Siedlung. Aber auch wir haben heute einen Polizeibeamten an Bord, der uns bewachen soll. Der Reiseführer ist ein Prof. der Ägyptologie, sehr nett und freundlich ,spricht perfekt deutsch. Wir erhalten tolle Informationen von ihm, einfach super.

Dreizehn Busse fahren zum Tal der Könige, wir sind die ersten. Und müssen dann natürlich nicht so lange bei den Toiletten warten, es war dringend. Und dann die Tour durchs Tal der Könige. Besichtigung von 3 Gräbern incl., fotografieren verboten. Es ist überwältigend, was die alten Ägypter damals in den Fels gehauen haben. Unvergleichlich schön.  Ebenso die Tempel von Luxor und Karnak. Das kann man gar nicht alles beschreiben, das sollte man selber  sehen. Um 21 Uhr müssen wir zurück am Schiff sein, es wird eine Höllenfahrt. Der Gegenverkehr macht kein Licht an, die kommen blind daher. Aber wir kommen sicher zurück.

5 Seetage, wir fahren durch das Rote Meer, die Meerenge von Aden, rund um die arabische Halbinsel. Ab 17 Uhr kein Licht an Deck, alle Vorhänge zu, betreten von Deck 5 verboten. Piratengefahr. Aber wir sehen keine, ein kleines Boot von der Marine begleitet uns, an Deck stehen schwer bewaffnete  Security-Leute. Wir kommen heil durch. Der Gegenverkehr - Frachter und Tanker - fährt nur im Konvoi.

24. Januar 2011 - Dubai wir kommen. Am frühen Morgen sind wir in Dubai, es ist noch kühl, ausschecken, zum Flughafen mit dem Bus und dann auf in die Stadt. Wir haben von zu Hause aus den Hop-on-hop-of-Bus gebucht, zwei verschiedene Routen, fahren zuerst die rote Route, das moderne Dubai. An der Wafi-Mall steigen wir erstmals aus, ein supertolles Einkaufszentrum, gebaut wie eine Pyramide. Sehr schöne Architektur, aber es ist fast nichts los. Wir gucken uns die schicken Läden an, kaufen aber nichts. Nur Wasser und etwas zum Essen.Auf zum BurjalArab. Hier steigen wir aus, laufen am Strand entlang, machen Fotos von diesem schönen Hotel und dann an der nächsten Busstation zum Atlantis von Dubai. Natürlich überall Touristen, aber es geht eigentlich, der Bus ist auch nicht voll. Umsteigen in die andere Linie, da geht es zum alten Hafen und zum alten Goldsouk. Hier verschlägt es mir die Sprache. Gold nach Gewicht, überall Gold, es ist irgendwie unwirklich. Wer kauft das alles?   Dann mit dem Taxi zum Flughafen, etwas essen, dann warten, einchecken ist leider erst ab 11 Uhr möglich, der Flug geht um 2.30 h morgens nach Frankfurt. Nach dem Einchecken dann gleich hoch zum Gate, die Sitzplätze hier sind Mangelware. Immer wieder geht einer von uns los, etwas zu essen oder trinken  kaufen. Der Platz muß mit Händen und Füßen verteidigt werden. Aber schließlich ist boarding und wir fliegen nach Hause. 6 Uhr morgens, Frankfurt wir sind wieder da. 

Weiterflug um 10 Uhr, kalt ist es, sehr kalt.

 

 

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