AIDAaura          MSC Lirica
Mein Schiff     MSC Musica        
AIDAbella        Norwegian Gem        AIDAvita   
    AIDAdiva     AIDAcara      AIDAblu (bis 2007)

Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Dünen und Feuerberge


Von Morris (männlich)
Alter: 55
Detailbild Schiff AIDAblu (bis 2007)
SchiffAIDAblu (bis 2007)
Bericht vom18.03.2006
Reise vom18.03.2006
Dauer7 TAGE
RouteMadeira, La Palma, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria

REISEBERICHT IM DETAIL


Vorabend-Check-In
Der Vorabend-Check-In bei German Wings klappte tadellos. Für Köln-Bonn-Airport-Nutzer: Im Terminal 2 werden die meisten Airlines, die Aida nutzt, eingecheckt. Am besten kommt ihr erst nach 20.00 Uhr, dann gibt’s auch keine Warteschlangen mehr. Nachdem wir die Koffer also gut untergebracht wussten, machten wir uns frohgemut auf den Heimweg. Endlich, nur noch wenige Stunden und es würde wieder heißen: Alle Mann an Bord und Leinen los.

Früh am nächsten Morgen rief schon mein Vater an um uns mitzuteilen, dass er wegen eines Todesfalles nicht würde mitfahren können. (Ich erwähne das hier, obwohl ich euch damit weder langweilen noch euch die Stimmung verderben will. Aber man muss das wissen, um einige Ereignisse, die später noch passieren, zu verstehen). Da Siggi mit uns eingecheckt hatte, galt es nun, ihn wieder auszuchecken. Ich telefonierte also mit German Wings und mit Aida-Cruises. Alles kein Problem, er solle einfach seinen Koffer unter Vorlage seines Ausweises und seiner Bordkarte beim German-Wings-Schalter in Köln abholen, und um die Geschichte mit der Reiserücktrittsversicherung würde sich unser Reisebüro kümmern.

Ich besuchte kurz die Familie, wir diskutierten, und dann erhielten Moni und ich Dispens, wir sollten ruhig in Urlaub fahren, es hätte keinen Sinn, wenn wir alle zu Hause blieben. Also machten sich Moni und ich auf zum Flughafen. An der Sicherheitskontrolle verschenkt Moni einen Fan-Pin an einen sehr netten und freundlichen Kontrolleur, der nach eigenem Bekunden schon immer mal aufs Schiff wollte. Kurz hinter der Kontrolle treffen wir Lisa, und gemeinsam gehen wir zur Bar. Moni und ich nehmen den obligatorischen Wodka, und in einer noch etwas gedrückten Stimmung warten wir auf unseren Flieger.

Mit 10 Minuten Verspätung beginnt das Boarden. Als wir unsere Plätze einnehmen wollen, finden wir die schon besetzt vor. Nach einigem Hin- und Her stellt sich heraus, dass unsere Plätze doppelt vergeben wurden. Ein Mitpassagier, auf dessen Platz wir uns kurzfristig geparkt hatten, ermahnte uns, doch sofort den ihm zustehenden Platz freizumachen, schließlich hätte er ein Ticket. Na, was wir wohl hatten? Bunt bedrucktes Klopapier vielleicht. Wir wichen dem verkniffen schauenden Sauertopf und gesellten uns zu den Flugbegleiterinnen ins Heck.

Während die Maschine also Richtung Runway rumpelte, standen wir am Ende des Ganges, und die völlig überforderten Saftschubsen wussten nicht so recht, was sie nun mit uns anfangen sollten. Kurz vor dem Start wurden wir aufgefordert, uns doch freie Plätze zu suchen, es gebe noch drei davon in der Maschine, weiter vorne. Kunststück, weiter hinten ging ja auch nicht. Moni fand einen Platz am Gang, gegenüber von Lisa, ich musste ein älteres Ehepaar bitten, mich in ihre Reihe zu lassen. Immerhin bekam ich so einen Fensterplatz. Kaum saßen wir, gab der Pilot auch schon Gas und wir starteten Richtung Teneriffa.

Der Sitzabstand und die Sitzbreite in dieser Sardinendose von Flugzeug war das Engste, dass ich je erlebt hatte. Bei jeder Bewegung drückten sich Armlehnen in die Arschbacken, und die Arme konnte man kaum bewegen. Essen stellte sich als mehr als schwierig heraus, mit den Ellbogen eng an den Körper gepresst. Die Versuche meines Sitznachbarn, meine Aufmerksamkeit auf seine 40-jährige Tätigkeit bei der Stadt Köln zu lenken, hatte ich mittels MP3-Player schnell zu nichte gemacht. Als er sich aber seinen Tagliatelle widmete, hatte er sie recht schnell wieder. Er fraß wie ein Schwein. Anscheinend klebt Haftcreme in einer Höhe von 13.000 Metern nicht so gut, oder aber das Gebiss war nur geliehen. Es bestand jedenfalls die Gefahr, dass zwischen zwei Bissen Nudeln, von denen die Hälfte wieder in die Aluschale tropfte, die Zähne den gleichen Weg nehmen würden.

Nach dem Essen kamen Moni und Lisa zu mir nach hinten, um mich mit einer kleinen Geschichte aufzuheitern. Lisa erzählte von einer Begegnung mit einer Dame vom Bodenpersonal, und die ging etwa so:

Aufgeregte Angestellte stöckelt in den Flieger, und sagt zum Kabinenpersonal:
„Die Gäste Kaiser und Grein werden nicht mitfliegen.“ Eine aufgeweckte Lisa antwortet:
„Doch, die fliegen mit.“

„Das kann nicht sein, ich habe Info, dass die nicht mitfliegen.“ Paxschubse.
„Aber doch, die sind doch schon an Bord!“ Lisa.
„Woher wissen Sie das?“ Paxschubse.
„Na, das sind Freunde von mir, die haben mit mir zusammen eingecheckt und sind vor mir an Bord gegangen.“ Lisa.
Eine aufgeregte Angestellte stöckelt aus dem Flieger.

Uns schwant nichts Gutes.

Wir haben dem Chefsteward noch einige kostenlose Rotwein für die Unannehmlichkeiten aus dem Kreuz geleiert, und irgendwann geht dann auch dieser Sardinendosenflug zu Ende.

Wir stehen am Gepäckband, schauen den Koffern bei ihrem fröhlichen Rundlauf zu, finden Lisas Koffer, und dann warten wir, bis außer uns niemand mehr da ist, und nur noch eine einsame Flasche El-Vital-Shampoo für fettiges Haar trocken grinsend eine Runde nach der andern dreht. Muss ein Auslaufmodell sein. Aber: Keine Taschen für Moni und Dirk. Na ja, genau das hatten wir ja erwartet, nach dem Auftritt der Dame in Köln. German Wings hatte nicht nur Vaters Koffer wieder aussortiert, sondern unsere gleich mit. Und das, obwohl wir unterschiedliche Buchungsnummern hatten, und unterschiedliche Gepäckabschnitte.

Also alles Kagge, der Tag hatte schon so richtig Scheiße begonnen, was würde noch kommen. Monsterwellen? Sturm und Regen? Jägermeister mit Richi? DJ Dave bei der Poolparty? Wir waren bedient, aber eigentlich recht gelassen, denn zu ändern war’s ja doch nicht. Draußen, bei der Aida-Groundcrew dann endlich ein Lichtblick: Alles klar! German Wings hatte schon angerufen. Koffer sind in Köln geblieben. Nach Teneriffa würde man es heute nicht mehr schaffen, aber morgen soll unser Gepäck dann in Funchal sein. Na bitte, es geht doch. Entspannt und gelöst - das erste mal heute – gehen wir zum Bus. Nach 45 Minuten Transfer sind wir am Hafen, und da steht sie auch schon vor uns: Die alte Tante Blu. Einchecken wie immer, oben auf Deck 6 steht Marc und winkt. Endlich ist die Welt wieder in Ordnung.

Die Rezi lässt uns mitteilen, dass wir jeder 50 Euro Bordguthaben erhalten werden, von AIDA-Cruises, damit wir uns im Shop das Nötigste kaufen können. Und so geben wir 15 Euro aus für Zahnbürsten, Deo und Haarschaum, und versaufen den Rest an der Bar. Nachdem wir unsere wenigen Habseligkeiten auf unserer sehr schönen A-Außen-Kabbi untergebracht haben, machen wir uns daran, das Schiff zu erkunden. Schließlich galt es, Vorurteile in Urteile zu verwandeln, und den einen oder anderen Bericht über die Blu aus dem Forum zu bestätigen oder zu widerlegen.

Die Blu
Wir finden, dass die Blu ein sehr schönes Schiff ist. Wir finden auch, dass man sie nicht mit den anderen Aidas vergleichen kann, deshalb werde ich das auch nicht tun. Ich beschränke mich einfach auf unsere Eindrücke.

Restaurants

Sushi & Bar
Für 7,50 Euro hatten wir „Sushi satt“, Sushi von hervorragender Qualität, frisch zubereitet und in ausreichender Vielfalt. Zu diesem Preis für diese Qualität unschlagbar.

Rossini
Das Rossini bot uns für 24,50 Euro ein 5-Gänge-Menu auf höchstem Niveau. Der Service war erstklassig, die Weine passend in Auswahl, Qualität und Preis. Zum Brot präsentierte man uns die Olivenölkarte, verschiedene native Öle wurden in sehr guter Qualität angeboten. Ich habe die Menufolge nicht notiert, aber es war ziemlich perfekt.

Bella Donna
Hier genossen wir sehr guten Service, Weine die den Aufpreis wert waren und die Speisen wurden ansprechend serviert und präsentiert. Eine gute Alternative zum Buffetrestaurant. Moni empfand das Bella Donna allerdings als zu groß.

Asia Grill
Den nutzten wir oft, denn die angebotenen asiatischen Speisen waren nicht nur eine Abwechslung sondern eine echte Bereicherung.

California Grill
Hier holten wir uns mittags oder mal eben zwischendurch, oder nach der Bike-Tour, den einen oder anderen Hamburger oder Hot-Dog. Für mich hat der California Grill aber den Charme einer Pommesbude, und so haben wir ihn auch genutzt. Die Toilette dort könnte auch auf dem Bahnhof von Neapel sein und stellt für mich den einzigen Schandfleck auf diesem sonst schönen Schiff dar.

Buena Vista und Marktrestaurant
Hier fanden wir den üblichen Aida-Buffet-Standard an dem wir nichts auszusetzen haben und hatten. Einziges Manko hier: Die wenigen Plätze draußen.

Insgesamt stelle ich fest, dass wir immer einen Platz bekamen, dass wir weder abgedrängt noch sonst wie am Buffet belästigt wurden. Auch mit den älteren Semestern gab es keinen Stress, und mit der freundliche Frage: „Wie viele Plätze haben sie noch frei?“ gelang es uns immer, Sitzplätze zu jeder Mahlzeit zu finden. Fazit: Kulinarisch in allen Belangen volle Punktzahl für die Blu und die Gäste dieser Woche.

Gut gefallen hat uns auch dass Pooldeck. Zwei Pools, die Aufteilung in eine Seite mit und eine ohne Bar, eine mit und eine ohne Ani, fanden wir sehr gelungen. Dass es an der Poolbar die Möglichkeit gibt, an Tischen zu sitzen hat uns auch gut gefallen. Die großzügig gestalteten Shops, das Atrium, das Casino – das alles fanden wir schön. An dieser Stelle kann ich also sagen: Auch wir würden eine Lanze für die Blu brechen. Moni hat die Blu zu ihrem Lieblingsschiff erklärt. Ich stelle allerdings fest, dass, obwohl es mir sehr gut gefallen hat, ich die Aura oder die Vita vorziehe.

Der erste Abend – Sailaway
Außer dem altbekannten Quotenösi Gebi, seines Zeichens Biker, ist noch ein alter Bekannter aufgestiegen an diesem Samstag. Ein neuer DJ – Dave. Ich erinnerte mich sofort an die TA auf der Vita, und wer meinen Bericht von damals gelesen hat, der erinnert sich auch an die Kritik die ich im Namen Vieler geschrieben habe. Um es sofort zu sagen: Diesmal gab es dafür keinen Grund. Dave legte tadellos auf, blieb dem Thema des Abends treu und es stellte sich heraus, dass er ein guter DJ und ein netter Kerl ist.

Die Sailaway-Poolparty sollte ja für Moni eine Geburtstagsparty sein, gar nicht so einfach, nachdem der Tag so unglücklich begonnen hatte. Es wurde aber trotzdem eine Party mit reichlich guter Mucke und auch einigen alkoholischen Getränken. Uns fehlte natürlich die Lasershow, die Lasershow macht doch eine Poolparty erst richtig rund. Ach ja, dann sollte ich erwähnen, dass auch CD Jägermeister-Richi an Bord war. An diesem Abend ging aber der Kelch noch an uns vorüber, und wir mussten bloß einen Jägermeister trinken.

Madeira, Funchal
1. Tag
Was haben wir an dem Tag eigentlich gemacht? Ausgeschlafen, Seekrankheitspillen – diesmal eigene – genommen, die Rettungsübung im Theater absolviert, und dann? Zu Mittag gab’s Sushi, dann waren wir an der Poolbar, hmmm, mein schwarzes Buch gibt auch nichts her. Irgendwie ist heute wohl nicht passiert. (Außer das es Kotztütenalarm gab, die Überfahrt nach Madeira ist eben immer ein wenig rau. Während der Rettungsübung kotze eine Dame ganz undamenhaft in eine Plastiktüte. Durchsichtig. Igitt. Die Tüte, nicht die Dame. Abgesehen davon war Moni sowieso beständig schlecht auf diesem Schiff. Kaum waren wir aus dem Hafen, wurde sie grün um die Nase.) Um 18.15 dann Fernsehen-zum-Gernsehen, und ich glaube Lisa gewann einen Cocktailgutschein und ne Big-Time-CD.

2. Tag
Wir gehen zu Fuß ins Städtchen, besuchen die Markthalle und bummeln so ein bisserl durch Funchal. Am Fesselballon lassen wir uns auf ein Bier nieder, und trotz der exponierten Lage direkt am Strand zahlen wir für 3 Bier, eine Cola und 2 Schinkensandwiches keine 8 Euro. Zurück zum Schiff nehmen wir das Shuttleboot, das direkt neben dem Ballon abfährt. Eine nette kleine Tour durch den Hafen von Funchal. Der Nachmittag gehört dem Pooldeck. Der Abend verläuft ruhig. Aida-TV, Abendessen, und da wir Bine, Ron und die Schlagertörtchen schon einmal zuviel gesehen hatten, waren Moni und ich früh zu Bett. Marc hingegen erhielt heute seine Ernennung zum Disco-Zusperrer.

Außerdem entdeckte Marc eine hübsche Brünette. Die trug – im Gegensatz zu ihrer blonden Freundin – ihre Haare nicht lang und offen, sondern immer hochgesteckt. Dieses Mädel war fortan im Fokus des Bremer Draufgängers. Da wir allen ihren Namen nicht wussten, aber irgendwie von einer Person sprechen wollten, nannte Marc sie Haarfrisur (aber ich frage mich immer noch, wo man sonst eine Frisur hat wenn nicht in den Haaren.)

3. Tag, La Palma
Der Tag beginnt mit einer Biketour, den ausführlichen Bericht findet ihr bei den Bikingtipps. Der Nachmittag gehörte wieder dem Pooldeck. Die Animation läuft auf, und es soll ein allseits ebenso beliebtes wie unterhaltsames Spiel gespielt werden: Quizzzzzzzzz. Mit dem immer gleichen und doch wieder spannenden Thema: Fernsehserien.

Eben habe ich noch geschworen, dass ich nicht mitspielen werde. Doch dann rufe ich schon nach den ersten Takten der Miami-Vice-Melodie Moni zu, sie solle sich beeilen um bei Ari einen Chip zu ergattern. So schicken wir sie zweimal los, bevor es mich auch packt, und nun sind wir schon zu zweit. Marc kennt fast jede Melodie, und am Ende haben wir 17 Chips zusammen.

Damit haben wir natürlich gewonnen, aber damit sind wir natürlich auch aufgefallen. 17 Chips – 15 Fragen, aha…..geschummelt. Der erste Preis ist ein Aida-Cap, und beim obligatorischen Sekt werden ich von einer Dame übelst beschimpft. Na ja, Schummeln ist das eine, erwischt werden das andere. Wir nehmen das Cap natürlich trotzdem, denn Moni hatte eine Idee. Wir würden auf dem Cap Crew-Unterschriften sammeln, und es dann zu Hause meistbietend versteigern. Der Erlös soll einem guten Zweck zu Gute kommen. Gesagt – getan. (Danke noch mal an das Ani-Team für die Hilfe und auch an alle, die unterschrieben haben.)

Wir gehen heute mit Cocktails für Ari und Frank, den TV-Op, ins Anarcho-TV-Studio, und gestehen öffentlich unsere Verfehlung beim Poolquiz, und wir machen Werbung für www.aida-fans.de und kündigen die Versteigerung der Kappe an.

Das Casino hat „Happy Hour“, man kann mit vermindertem Einsatz spielen. An diesem Abend spielen Marc und ich also Ocean Poker, gewinnen und verlieren später an den Slot-Machines und so gehe ich alsdann um einige Euro ärmer zu Bett.

4. Tag, Fuerteventura
Leider ist es nicht mehr möglich, über die Rezi einen Mietwagen zu bestellen. Schade. In der Nähe des Hafens gibt es auch keinen Verleih, und CiCar, der größte kanarische Autovermieter, hat seine nächste Station am Flughafen. Einen Wagen bringen wollen sie nicht. Wir gehen vors Schiff, und dort hängt eine Tafel mit den Taxitarifen. Zum Flughafen soll es 6 Euro kosten. Das machen wir. Am Ende sind es dann – mit allen üblichen Supplementos – 8 Euro, aber auch das geht. Für 39 Euro erhalten wir für einen Tag einen Opel Astra Kombi, da füllen wir noch 10 Liter Sprit für 7 Euro rein, und los geht’s.

Wir fahren ein wenig über die Insel, unser Ziel soll am Ende Betancuria, die alte Hauptstadt sein. Dort gibt es ein Restaurant, die Casa Santa Maria. Wir kennen das Restau von einem früheren Aufenthalt auf der Insel. Es schaut dort aus wie damals, gemütlich und urig, aber der Service kommt uns etwas miesepetrig vor. Trotzdem, das Essen ist gut. Es gibt vor allem kanarische Spezialitäten wie Papas arrugadas mit Mojo, oder Pimientos al Padròn, natürlich Jamòn und Pan Catalan, Gambas con Ajo und natürlich Bienmesabe. Falls ihr dort hin wollt, hier die Öffnungszeiten: September bis Juni täglich von 11 bis 18 Uhr, und Juli / August von 12 bis 19 Uhr. Reservierungen unter 0034-928878282.

Empfehlen können wir auch einen Besuch auf dem Mirador Morros Velosa. Die Tapas dort sind recht gut, und man hat einen spektakulären Blick über die Ebene. Die Zufahrt zum Mirador wird allerdings erst mittags um 12 geöffnet.

Wir geben den Mietwagen am Flughafen zurück und das Taxi zum Hafen kostet erneut 8 Euro. Alles in allem also 65 Euro für 3 Personen, deutlich billiger als ein von Aida durchgeführter Ausflug und alles ohne Probleme.

Am Abend gewinne ich 2 Cocktailgutscheine im Aida-TV. Fast schon unverschämt, aber wenn sonst keiner anruft? Mir war’s recht.

Marc meint, wir müssten heute unbedingt noch mal ins Casino, beim Black Jack könne man gar nicht verlieren, weil die Bank „Open“ spielen würde. Wieder so eine Happy Hour Geschichte. Wir verlieren natürlich trotzdem. An dieser Stelle sei mir eine Bemerkung gestattet: Die gesamte Crew der AIDAblu war stets höflich, freundlich, nett, zuvorkommend, wie wir das gewohnt sind. Das Personal des Casinos – des Casinos, nicht der Casino-Bar – war – mit einer Ausnahme - überheblich, arrogant und unausstehlich.

Das Motto der Poolparty heute ist „White Nights“ , aber bei mir reichts nur für hellblau, welches sich später, nach etlichen Whisky-Cola eher in dunkelblau verwandelt. Marc sperrt heute erneut zusammen mit Helli die Disco zu, unser Abend geht etwas früher zu Ende.

5. Tag, Lanzarote
Der Tag beginnt mit einen Frühstück draußen im Buena Vista, denn es verspricht ein sonniger warmer Tag zu werden. Nach dem Frühstück dann, natürlich, aufs Bike. Den ausführlichen Bericht dazu gibt’s bei den Biking-Tipps.

Den Nachmittag vertreiben wir uns auf dem Pooldeck, Marc und ich trinken heute mit den Gutscheinen vom Vorabend den versprochenen Mai Thai auf unseren Mai-Thai-Howie. Puh, bei 25° auf dem Pooldeck ist das eine echte Herausforderung. Am Abend gibt’s es wieder neue Gutscheine aus dem Aida-TV, denn die Band Imagine spielt heute „Von ABBA bis Zappa“ in der Aida-Bar, und weil die beiden Jungschen Joe und Guido von der Ani den Frank Zappa nicht kennen, gibt es für mich einen Cocktailgutschein für die Erklärung, wer oder was denn Zappa sei. Da kannst mal sehen, ein paar Jahre mehr an Erfahrungen sind doch für was gut.

Moni und ich haben heute im Rossini reserviert. Das Rossini ist wunderbar, Essen, Wein, Atmosphäre, einfach alles. Es sitzen einige Herren in Jacket und sogar Krawatte dort, mich hat man aber auch ohne Kulturstrick im kurzärmeligen Hemd – über der Hose getragen – reingelassen. Wenn ich jetzt beim Schreiben daran zurück denke, ich könnte sofort wieder hin.

Nach der spontan eingeschoben Poolparty – wegen des guten Wetters – geht Moni zu Bett und ich mit Marc noch in den Aida-Club. Dort treffen wir auf Richi, und nun nimmt das Unheil seinen Lauf. Mit einem kräftigen „Auf geht’s Burschen“ läutet Richi die erste Runde Jägermeister ein. Marc, der ja immer schnell bei der Sache ist, ordert blitzschnell die zweite Runde, und kaum ist die verdampft, gelüstet es Richi nach dem nächsten Meister und so rufe ich die Ordonnanz und es geht weiter. Einen könnten wir wohl noch, meint Richi, und so kam die vierte Runde an Land bzw. auf unseren Stehtisch. Obwohl er nun gehen müsse, könne er einen letzten noch vertragen, murmelte Richi und so kam Meister Nr. 5 angeflogen. Damit verabschiedete sich der Herr Clubdirektor, und er ließ uns in der Obhut von Dave, Guido, Ari und Herrn Ballantines zurück.

Meinen eigenen Pegel konnte ich schwer einschätzen, als sich aber Marc sogar auf die Tanzfläche verirrte, da war mir klar, dass der Junge ganz schön einen am Ohr hatte. Irgendwann beschloss ich, genug zu haben, und ich trat den Heimweg an.

6. Tag, Gran Canaria
Ich erwache mit dem Geschmack von toter Maus in Kräutersosse im Mund, erhebe mich schwerfällig, und schaffe es irgendwie unter die Dusche, zum Frühstück und auch aufs Bike. Marc taucht allerdings nicht auf. Er hat mal wieder die Disco zugesperrt und mit seinem Restalkohol darf man auch auf Gran Canaria nicht aufs Rad geschweige denn am Straßenverkehr teilnehmen. Ich selbst bin froh, dass ich mich gerade halten kann. Aber sei’s drum, kneifen gab’s noch nie, da fange ich auch heute nicht mit an. Den Bericht zur Tour findet ihr bei den Biking-Tipps.

Den Nachmittag verbringen wir auf dem Pooldeck, am Abend sind Moni und ich nochmals zu Gast im Aida-TV. Zusammen mit Joe machen wir schön Werbung für www.aida-fans.de und unsere Kappe. Den ganzen Tag lang hatte ich schon Unterschriften gesammelt, zur Farewellparty sollte dann noch der Kapitän hinzukommen (was ja auch geklappt hat). Natürlich gibt’s noch mal Cocktails für den TV-Op und Joe, der heute moderiert.

Wir kommen rechtzeitig zurück auf die Kabine, um noch einen Gutschein und ein Kofferband zu gewinnen. Das Abendessen nehmen wir heute im Bella Donna, und danach feiern wir noch ein bisserl Farewell-Poolparty.

Abreise
Marc hat einen frühen Flieger, und ist schon bald auf dem Heimweg. Lisa, Moni und ich verbringen den Tag an Bord auf dem Pooldeck, mit Essen, Sonnen, Trinken und Schlafen. Transfer und Heimflug verlaufen ohne besondere Vorkommnisse. Erst als der Flieger zum Stehen kommt, und wir aussteigen können, treffen wir einen alten Bekannten wieder. Einige Reihen vor uns hat ein älteres Ehepaar ein wenig Probleme, sich aus der Sitzreihe zu erheben, das Handgepäck aus der Ablage zu nehmen und vorwärts zu kommen. Wir hatten die zwei beim Hafen-Check-In vor der Blu getroffen. Nicht mehr ganz frisch, und deshalb eben etwas langsam. So isses im Alter.

Da ertönt eine Stimme, von einigen Reihen hinter uns: „Warum geht das denn nicht weiter hier? Kann das mal vorangehen? Wir wollen auch mal heim?“. Und wer war das? Genau! Der gleiche Knabe der uns schon auf dem Hinweg darauf aufmerksam gemacht hat, dass er ja schließlich ein Ticket habe für diesen Platz hier. Ach, ich hätte ihm so gerne eine reingehauen, ehrlich.

Um 00.30 Uhr waren wir zu Hause. Eine schöne Woche auf der Blu war um, eine angenehme Reise in angenehmer Begleitung auf einem angenehmen Schiff.

REISEBERICHT MELDEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um einen Bericht zu melden, geben sie bitte noch einen Grund an
Grund für die Meldung:

REISEBERICHT WEITERLEITEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um den Bericht weiterzuleiten, geben sie bitte die gewünschte EmailAdresse an
An wen weiterleiten:
Nachricht für den User: