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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Spanische Odyssee


Von cetraria (weiblich)
Alter: 38
Detailbild Schiff Coral
SchiffCoral
Bericht vom24.05.2010
Reise vom10.05.2008
Dauer8 TAGE
RouteGenua-Marseilles-Palma de Mallorca-Almeria/Malaga-Tanger-Gibraltar-Ibiza-Barcelona-Genua

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REISEBERICHT IM DETAIL


ANREISE

Wir (6 Personen im Alter von 23 bis 53 Jahre) haben den Bus von Wien nach Genua in Anspruch genommen. Um 1:15 Uhr gings los über Linz, Salzburg und Innsbruck über den Brenner nach Genua. Leider sind wir ab Innsbruck in den Pfingstverkehr gekommen, somit sind wir erst gegen 16 Uhr in Genua angekommen. Vorteil war, dass wir innerhalb von 10 Minuten auf dem Schiff waren.

Die Busfahrt selbst hab ich als sehr anstrengend empfunden, der Bus war voll bis auf den letzten Platz und es wurde viel und sehr laut geschnarcht. Auch wenn man sich vorab auf die Situation einstellt, habe ich persönlich irgendwann Aggressionen gegen ein paar Mitreisende entwickelt.

SCHIFF ALLGEMEIN

Wie wir alle wissen, hat die Coral schon über 30 Jahre am Buckel. Sie muss in meinen Augen aber immer schön gehegt und gepflegt worden sein, sonst würde sie heute anders aussehen. Wenn man an Board geht muss einem klar sein, dass es sich hier um ein Schiff handelt und keinen schwimmenden AI-Club.

Tja und die wirklich einzige Macke am Schiff selbst ist dieser Lärm (hubschrauberähnlich) hinten an Deck. Lt. einem Techniker wurde ein Generator in der ersten Woche der Saison kaputt (Schallschutz oder so). Es wurde sofort Ersatz bestellt, allerdings bis Dato nicht geliefert. Angeblich soll der Austausch am 24.5. in Genua stattfinden. Ich würde es zukünftigen Passagieren wünschen. Wir haben uns mit dem Lärm abgefunden, Ohropax benutzt und trotzdem genossen.

Der Lärm war in den Innenbereichen nicht zu hören, außer eventuell in den hinteren „Suiten“ am Zeus-Deck. Von dort aus konnte man nämlich nach draußen zur Nefeli-Bar gelangen und im Kabinengang war das Geräusch schon zu hören.

KABINE

Wir waren je zu zweit auf 3 verschiedene Decks verteilt. Eine mittige Außenkabine am Poseidon-Deck wo man das Wasserrauschen hören konnte, eine vorne gelegene Innenkabine am Venus-Deck und noch eine eher vorne gelegene Innenkabine am Apollo-Deck. Alle 6 empfanden wir die Kabinen als sehr ruhig. Eine klappernde Badtür habe ich mit einem Bierdeckel festgekeilt. Laut waren manchmal nur unsere italienischen Nachbarn, dem habe ich beim Einschlafen mit Ohropax vorgebeugt, aber meine Tante hat auch ohne geschlafen wie ein Murmeltier.

Die Einrichtung ist hell, ein Kasten zum Hängen,  eine große Kommode mit Ablagefläche und ein Nachttisch aus Metall. Die Laden der Kommode haben zwar etwas geklemmt, das störte uns jedoch nicht.

Es gab bei der Kommode auch eine normale 220V-Steckdose an die wir einfach unseren mitgebrachten 3-er Stecker für Fön und Aufladegeräte angesteckt haben.

Die Klimaanlage konnte nicht ganz abgedreht werden (sorgt ja für die Luftzufuhr), aber von schwach bis stark geregelt werden. Wir hatten den Regler die ganze Woche auf ganz schwach gestellt und das Raumklima war vollkommen in Ordnung.

Fernseher gibt es keinen, ist mir aber auch nicht abgegangen. An der Wand ist ein größerer Lautsprecher montiert, der einen Drehknopf besitzt mit dem man das Radio ein- und ausstellen konnte. Die Musik (welche auch in den Kabinengängen gespielt wurde) war modern und eher flott.

Vom Badezimmer kann ich sagen, dass jenes in unserer Kabine neu ausgefliest war. Die Fliesen waren heller und sahen neuer aus, als jene in den anderen beiden Kabinen. Die Einrichtung selbst war aber auch hier überall ident. Ein kleines Waschbecken in der Ecke, Spiegel, eine Ablage und ein kleines Kästchen oberhalb des WC. Zu zweit hatten wir ausreichend Platz. Ein kleines Manko im Bad war die Dusche, deren Bedienung etwas Geduld erforderte. Der Wasserdruck war zwar in Ordnung, aber meistens war das Wasser zu kühl oder zu heiß oder schwankend, eine gute Regulierung habe ich die ganze Woche leider nicht hinbekommen. In den beiden anderen Kabinen dürfte das besser funktioniert haben, wobei auch eher die Tendenz zu heißem Wasser ging.

Unsere Kabinenstewardess hat alles immer sehr sauber gehalten, bei einem Handtuchwechsel bekamen wir eine Handtuchrose gefaltet. Wenn wir sie gesehen haben, wurden auch immer ein paar freundliche Worte gewechselt wie uns zB Tanger gefallen hätte. Gleich beim Einzug hat uns ein zweiter Kabinenschlüssel gefehlt. Ich habe kurzerhand einen Zettel geschrieben, da wir ja nicht wussten, ob wir sie noch sehen würden, da wir die Ausfahrt aus Genua genießen wollten. Als wir vorm Abendessen auf die Kabine kamen, lag der 2. Schlüssel schon bereit. Jeden Abend lag eine kleine Schokolade am Kopfpolster, obwohl wir die vom Vortag noch gar nicht gegessen hatten. Auch die 4 anderen waren mit ihren Kabinenstewardessen sehr zufrieden.

GASTRONOMIE & SERVICE

Bevor ich zu den Speisen komme noch ein paar Worte zu den angebotenen All-Inclusive Paketen. Die Pakete können immer nur pro Kabine gebucht werden:

Full AI (also auch mit alkoholischen Getränken) kostet EUR 130,- für 7 Tage. Wir nutzten allerdings das AI-Non-Alkohol um EUR 56,- für 7 Tage. Die Getränke werden dann anstatt in den üblichen Dosen bzw. Flaschen in Gläsern serviert. Es beinhaltet Tee, Kaffee, Wasser, Cola, Fanta, Sprite (Achtung! KEIN Eistee, den gibt es nur in Dosen gegen Aufpreis), diverse Fruchsäfte sowie alle nicht alkoholischen Cocktails und Milchshakes. Schon allein wenn jemand gerne und viel Kaffee trinkt zahlt es sich aus. Auf ein großes Bier zum Abendessen (EUR 4,20) hat mein Vater trotzdem nicht verzichtet. Für die Ausflüge hatte ich noch von der Anreise eine kleine Plastikflasche aufgehoben, die ich mir abends mit Saft und Wasser in der Kabine aufgefüllt habe.

Frühstücken konnte man im Restaurant oder an Deck zwischen ca. 6:30 und 11 Uhr. Da wir immer draußen gefrühstückt haben, kann ich zum Restaurant nichts sagen. Am Buffet gab es eine Auswahl an Müsli, Obstsalaten, diverse Ei-Gerichte (hartgekocht, Rührei, Omlette, Spiegelei), Würstchen, Speck, Rösti, Baked Beans, Wurst- und Käseplatte, Gemüse (Tomaten, Gurken, Zwiebel), Brot, Brötchen, Croissants, Muffins, Marmelade, Butter….also wer sich da nichts findet, ist selbst schuld. An Getränken gab es Tee (schwarz, Pfefferminz, Kamille), Kaffee, Apfel-, Ananas-, und Orangensaft vom Automaten. Weiters wurde ein großer Topf Milch für Kakao bereitgestellt.

Beim Mittagessen konnte auch wieder zwischen Restaurant und Buffet an Deck gewählt werden, auch hier kann ich nichts zum Restaurant sagen. Beim Buffet würde ich den Andrang als normal bezeichnen, ich habe nie lange (eigentlich fast nie) warten müssen. Jeden Tag gab es eine andere Suppe und Pasta des Tages. Neben warmen Speisen gab es täglich eine Wurst- und Käseplatte, diverse Salate und Oliven. Bei den warmen Gerichten konnte man meist zwischen 3-4 Geflügel- oder Fleischgerichten wählen, Beilagen wie Kartoffeln, Gemüse und Reis gab es auch täglich. Das Gemüse war immer knackig und das Fleisch für die lange Warmhaltedauer nur selten etwas zäh. Zudem gab es auch noch täglich Pizza. Zusätzlich konnte man aus diversen kleinen süßen Nachspeisen oder Obst wählen. Wider erwarten wurde mittags auch der Tee- und Kaffeeautomat geöffnet.

Das Abendessen wurde in 2 Sitzungen im Restaurant serviert, ein zusätzliches Buffet wird nicht angeboten. Hier gibt es wie überall die Menükarte, aus der man sein bis zu 6-gängiges Menü zusammenstellt. Ich habe mir auch immer was leckeres gefunden und unser Kellner verwöhnte uns oft mit eigentlich gar nicht bestellten Zwischengängen (zB zusätzlicher Salat oder eine zweite Nachspeise). Uns hat das Essen allen 6 hervorragend geschmeckt, die Portionen sind gerade passend. Nur wer sich bei jedem Gang hübsch verzierte Teller vorstellt, ist auf der Coral falsch, nur für mich hat Qualität nicht viel mit Verzierungen zu tun.

Auch unser Getränkekellner war immer auf Zack und wir mussten nie lange warten. Wasser bekamen wir auch ohne ein Wort immer wieder nachgeschenkt.

Neben den beiden Gala-Abenden (wobei es zu unserer kleinen Enttäuschung beim Captains-Cocktail keinen Sekt gab) gab es am Dienstag eine Crepes-Party von 23-24 Uhr an Deck. Das fanden wir sehr nett und auch lecker. Zu den leeren Crepes konnte man heiße Früchte, diverse Soucen, Nüsse und Eis wählen.

Und nachdem wir am Donnerstag von Ibiza zurückkamen gab es an Deck und im Restaurant ein ganz gutes Tex-Mex-Buffet. Wobei es durch so manche undisziplinierten Gäste etwas chaotisch herging, vor allem um den angebotenen Schokobrunnen.

Da wir in unserer kleinen Runde ein Geburtstagskind mithatten, hatte ich ca. 1 Monat vor Reisebeginn an den Passenger-Service nach Griechenland gemailt (bei der Buchung im Reisebüro hatten wir darauf vergessen), damit wir auch eine Torte bekommen. Das hat auch super gut geklappt, dazu das übliche Geburtstagsständchen der Kellner.

SPORT/UNTERHALTUNG

Täglich bekamen wir die Louis News mit den Aktivitäten des nächsten Tages auf die Kabine.

Das Angebot an sportlichen Aktivitäten ist sehr mager, aber dazu ist auch zu wenig Platz auf der Coral. Es stand glaube ich 2 oder 3 Mal Gymnastik in der Woche im Programm. Sonst gibt es das übliche wie Quiz, Bingo, Sprachkurs, Tanzkurs, etc. Wir verbrachten aber die Zeit lieber an Deck um die Aussicht oder die Sonne zu genießen, denn die Unterhaltung fand immer drinnen statt.

Die abendliche Show haben wir nie gesehen, da diese für Gäste der 2. Sitzung immer erst nach 23 Uhr begann. Wir wollten lieber fit für den nächsten Tag sein. Aber was wir so im vorbeigehen gehört haben, gefiel unseren Ohren nicht wirklich.

Als Zwischenprogramm nach der 1. und vor der 2. Show veranstalte das Animationsteam meistens irgendwelche Gästewettbewerbe oder Sketches.

Wie schon an anderer Stelle mal erwähnt, gab es zwar ein etwas deutsch sprechendes Animationsmitglied, aber mir kam es so vor, als ob lieber mit Italienern und Franzosen gesprochen wurde. Ist jetzt ein subjektives Empfinden…

MITREISENDE

Genaue Verhältniszahlen habe ich nicht, aber vom Gefühl her waren viele Italiener und Franzosen an Board, gefolgt von einer überraschend großen Gruppe an Österreichern und ein paar Deutschen Gästen. Mit unserem Bus aus Wien reisten auch einige ungarische Gäste an.

Mir persönlich sind die Italiener zu laut und die Franzosen teilweise zu arrogant (ich weiß, dass das auch den Klischees entspricht, aber ich empfand das so). Ein paar nörgelnde deutsche KRs wären mir manchmal lieber gewesen als lautstark telefonierende od. sprechende Italiener in der Nachbarkabine od. beim Essen.

REZEPTION & AUSFLUGSBÜRO

Die Damen und Herren an der Rezeption waren stets bemüht und freundlich, auch wenn nicht immer so wirklich der deutschen Sprache mächtig. So wurde für unsere Kabine bei der Zwischenabrechnung das AI-Paket für 8 statt 7 Tage berechnet, aber dies wurde sofort ausgebessert. Ab Mitte der Woche ist es auch möglich das automatisch verrechnete Trinkgeld von EUR 8,- pro Person/Tag zu ändern.

Da die deutsche Infoveranstaltung zu den Ausflügen bereits im Laufen war, als wir an Board kamen, habe ich mich später beim Ausflugsbüro erkundigt. Hier traf ich auf Mirko, der mir alles sehr gut und freundlich erklärte. Allerdings kam von ihm später auch die Info, dass es in Malaga 40 Minuten zu Fuß in die Stadt wären, was im Endeffekt nicht wirklich gestimmt hat. Eine Kollegin von ihm reagierte bei der Bus-Sticker-Vergabe allerdings eher pampig auf meine Frage, ob wir, wenn wir von der Alhambra zurückkehren (bei der Rückkehr konnten wir gleich in der Stadt aussteigen), wie der Busfahrer weiß, dass wir gratis fahren, da wir ja keine Tickets mehr hatten. Sie meinte glatt, dass wir den Shuttle auch bezahlen müssten (Mirko erzählte mir tags zuvor aber was anderes), natürlich mussten wir nichts bezahlen. Trotzdem waren wir von der pampigen Ansage der Guten etwas verwirrt.

Als ein großes Manko des Ausflugsbüros fand ich auch, dass es für individuell an Land gehende Gäste keine Stadtpläne gab. Ich hatte mir gottseidank schon vor Reisebeginn alles so gut wie möglich im Internet zusammengesucht. Es war zwar immer ein bunter Stadtplan auf einer Tafel aufgehängt, Kopien davon gabs nicht, nur einen Zettel mit ein paar Infos zu Geschichte und Sehenswürdigkeiten, Taxipreisen und wie lange man zu Fuß in die Stadt ging (meist mit dem Zusatz, dass es zu weit und daher nicht empfohlen ist zu Fuß zu gehen).

DESTINATIONEN/LANDAUSFLÜGE

Marseilles

Das Schiff ist ca. 8 km vom Alten Hafen entfernt. Wer keinen Ausflug gebucht hat, kann ein Shuttle benutzen (EUR 10,- Hin- inkl. Rückfahrt). Wir haben den abenteuerlichen Weg gewählt und sind mit dem öffentlichen Bus (Nr. 35) gefahren. Bis zur Busstation sind es ca. 20-25 Minuten Fußweg durch den Hafen (immer der dicken grünen Linie folgen). Die Buszeiten hatte ich mir im Vorfeld zur besseren Planung schon im Internet ausgedruckt. So mussten wir nicht lange auf den Bus warten. Eine Fahrt hätt EUR 1,70 gekostet, da der Fahrer aber anscheinend nicht jeden einzeln abkassieren wollte, hat er uns hineingewunken. Man fährt dann ca 10 Minuten zu „La Joliette“. Dort ist eine Metrostation, wo wir uns gleich ein Tagesticket aus dem Automaten gezogen haben (EUR 4,50), weil wir doch noch einige Fahrten mit den Öffis vorhatten. Von La Joliette geht man dann noch ca. 10 Minuten über den Boulevard de la Republique zum Alten Hafen. Man könnte aber auch gleich durchs Panier-Viertel bummeln. Am Alten Hafen stand dann zufällig gleich der Bus Nr. 60 in den wir gleich eingestiegen sind um zur Notre Dame de la Garde hochzufahren, von dort hat man einen wunderschönen Ausblick über Marseilles. Auch die Kirche selbst ist innen sehr schön. Nach einer Stunde sind wir dann wieder mit dem Bus zum Alten Hafen hinunter gefahren und prompt hatten wir eine Fahrscheinkontrolle. Danach sind wir am Fischmarkt herumgeschlendert um dann die La Canebiere ein Stück hinaufzulaufen. Bei der ersten Gelegenheit sind wir in die Straßenbahn eingestiegen und bis zum Palais Longchamp gefahren. Ein nettes Palais mit einem Brunnen davor, der schon etwas bemoost ist und somit ganz gut aussieht. Wieder mit der Straßenbahn zurück zum Alten Hafen um noch einen Spaziergang im Panier-Viertel zu machen. Wir wollten uns zunächst an der roten Linie am Boden orientieren, was gar nicht so einfach war. Irgendwann kamen wir bei der Vieille Charité hinaus. Danach haben wir uns Richtung Meer und der Kathedrale La Major gehalten, wo wir letztendlich auch wieder rauskamen. Von dort gings dann mit dem Bus Nr. 55 wieder zu La Joliette und mit dem Bus Nr. 35 wieder zurück zum Schiff. Im Bus wurden wir von der Hilfsbereitschaft der Franzosen überrascht. Ein Fahrscheinkontrollor erklärte uns wo wir genau aussteigen müssten, also die Station befindet sich unter einer Brücke, heißt aber gleich wie jene, die in die Altstadt fährt „Littoral Gourret“. Er bat auch noch den Busfahrer uns zu sagen, wann wir aussteigen müssten. Für uns ein gelungener Ausflug in Marseille.

Da in Marseille ja noch die französischen Gäste eingeschifft hatten, fand nachmittags noch die obligatorische Seenotrettungsübung statt. Dies ging trotz der Ansagen in 4 Sprachen sehr zügig voran. Sammelstellen waren auch nicht an Deck sondern in Lounge und Cafe, sodass man auch bequem sitzen konnte.

Palma de Mallorca

Auch hier haben wir den öffentlichen Bus Nr. 1 benutzt, der direkt vorm Terminal seine Haltestelle hat. Damit fuhren wir bis zum Placa D’Espagna, von wo aus wir dann durch die Altstadt Richtung Kathedrale gebummelt sind. Die Kathedrale haben wir dann auch innen besichtigt (Eintritt EUR 4,-). Als wir rauskamen regnete es leider in Strömen. Trotzdem gingen wir weiter zu Fuß den Hafen entlang auf der Suche nach einem Markt bzw. Supermarkt, den wir in einer Seitengasse dann auch gefunden haben. Mit dem Bus Nr. 1 (der dann schon sehr vollgestopft war) gings wieder zurück zum Terminal. Wer es lieber sportlich mag, kann auch gut zu Fuß vom Terminal in die Stadt gehen (ca. 30 Minuten), die Hafenpromenade ist sehr schön.

Almeria/Malaga

3 von uns haben den Ausflug zur Alhambra gebucht. Wir sind also morgens um 9 in Almeria an Land gegangen, das Schiff fuhr sofort Richtung Malaga weiter. Auch wenn man lange im Bus sitzt (insgesamt ca. 3,5 bis 4 Stunden) zahlt es sich aus die Alhambra zu besichtigen. Schon allein die Hinfahrt durch die Wüste und dann die Sierra Nevada ist sehenswert. Die Eintrittskarten der Alhambra sind Zeitkarten, deshalb ist es als Individualist wahrscheinlich nicht so einfach eine Besichtigung zu machen. Als Gruppe hatten wir auch unseren eigenen Guide, sonst sah ich einige mit diesen Audiogeräten herumspazieren. Die Reiseleitung im Bus, als auch der Guide in der Alhambra sprachen sehr gut deutsch und erklärten viele interessante Dinge. Nach der ca. 1,5 bis 2stündigen Führung bekamen wir auch ein leckeres Mittagessen in einem Hotel serviert. Zur Vorspeise gab es Brot, Oliven, Perlzwiebel und eine Art Quiche. Als weitere Vorspeise wurde eine frische, große Portion Paella serviert. Dann kam erst der eigentliche Hauptgang. Man konnte wählen zwischen Fisch oder Fleisch mit Kartoffeln/Pommes und Bohnen. Zur Nachspeise gab es Eis. Rotwein und Wasser standen gratis am Tisch zur Verfügung. Das Essen selbst ging recht zügig voran, sodass wir noch etwas Zeit hatten um uns im Souvenirladen umzusehen. Um 15:50 sollten wir alle beim Bus-Treffpunkt sein. Bus Nr. 1 und 3 fuhren auch recht schnell ab, nur wir im Bus. Nr. 2 mussten noch warten. Nach mehrmaligen Durchzählen fehlten leider immer noch 2 Passagiere. Die Reiseleitung suchte nochmals die Umgebung, Hotel und Souvenirladen ab, die beiden waren aber nirgends zu finden. So verstrichen mal 30 Minuten. Es wurde mit Schiff und Reiseagentur telefoniert. Danach wurden auf Grund der Ausflugstickets die Namen ermittelt. Erst nach 1 Stunde warten im Bus kam die Freigabe von Schiff und Agentur, dass wir auch ohne die beiden losfahren können. Dabei hatten wir uns schon so gefreut, dass wir mehr Zeit in Malaga noch zur Verfügung hätten. Ich möchte noch erwähnen, dass die Reiseleitung nach max. 30 Minuten abgefahren wäre, schon allein auf Grund der Tatsache, dass in unserem Bus 6 Kleinkinder inkl. einem Baby mit waren. Ihr waren allerdings auch die Hände an die Freigabe gebunden. Unterwegs kam dann ein Anruf, dass die beiden Passagiere dem Schiff sowieso schon bekannt wären und dass sie mittlerweile mit dem Taxi zum Hafen in Malaga gefahren sind. Der schöne Tag in Granada hat dadurch doch etwas einen schalen Beigeschmack erhalten. Um ca. 18:30 war dann auch unser Bus in Malaga gelandet. An der Hafenpforte, die ja gleich neben der Altstadt liegt, konnten wir aussteigen um später gratis den Shuttlebus zum Schiff benutzen. Also sind wir noch auf die Alcazaba hinaufspaziert (Eintritt EUR 2,-) und durch die Stadt gegangen.

Die anderen 3 unserer kleinen Reisegruppe sind auf dem Schiff bis Malaga mitgefahren. Vom Ausflugsbüro kam die Meldung, dass wir ca. 40 Minuten zu Fuß von der Stadt entfernt liegen würden, woraufhin auch brav Schuttle-Tickets zu EUR 5,- gekauft wurden. Wie sich in Malaga herausstellte wären das nie und nimmer 40 Minuten zu Fuß gewesen. Solche Angaben finde ich dann schon ziemlich frech!

Tanger

Um 9 Uhr (Ortszeit war eigentlich 7 Uhr, die Uhren wurden allerdings nicht verstellt) kamen wir in Tanger. Da wir von verschiedenen Seiten gehört hatten, dass die Ausflüge nicht so toll wären, entschieden wir uns individuell an Land zu gehen (obwohl auch davon abgeraten wird). Man muss dann ca. 15 Minuten durch den Hafen durchgehen, wo schon viele Taxis auf einen warten. Da wir zu so einer Taxitour auch eher ängstlich eingestellt waren haben wir uns immer höflich aber entschieden für die Angebote bedankt und nein gesagt. Das wurde auch gut akzezptiert. Als wir allerdings zum Eingang in die Altstadt kamen, lauerten auch dort schon „Guides“, die nicht locker ließen und einen immer wieder verfolgten. Sollte man auf so einen Guide keinen Wert legen, dann am besten erst gar nicht mit ihm zu Sprechen beginnen, auch nicht grüßen. Auch wenn man sich dann unfreundlich vorkommt, wird man so nicht belästigt.

Da für das Gassengewirr kein Stadtplan existiert, ich aber im Internet verschiedenes recherchiert hatte, brachte ich meine kleine Gruppe erfolgreich zum Platz des 9. April. Danach schafften wir es auch noch Richtung Kasbah. Aber als wir dann das erste Mal in einer Sackgasse landeten, wollte ein Teil zurück zum Schiff. Da wir zusammenbleiben wollten, machten wir uns also auf den Rückweg und wollten eventuell noch am Großen Markt vorbeigehen. Da es allerdings ja noch früh morgens war, war noch nicht so viel los und auch nicht viel vom Markt zu sehen und mit etwas Glück fanden wir auch durch die kleinen engen Gassen zurück zum Hafen. Dort überwältigte uns dann noch der Fischgestank und wir waren alle froh, als wir endlich duschen konnten. Da vor dem Schiff auch ein kleiner Markt aufgebaut wurde, wäre es kein Problem gewesen auch hier noch das eine oder andere marokkanische Souvenir zu erstehen.

Gibraltar

Die Straße von Gibraltar erlebten wir in Sonnenschein an Deck im Liegestuhl. Natürlich immer ein Auge aufs Meer gerichtet um eventuell Delphine zu sehen. Lange mussten wir nicht warten, tauchte auch schon ein ganzes Rudel auf. Gleich am ersten Tag bei der Ausfahrt aus Genua hatten wir schon Delphine gesehen.

In Gibraltar angekommen nahmen wir den Angebotenen Transfer inkl. Seilbahn um EUR 22,- in Anspruch. So sind wir sehr schnell vom Schiff gekommen, erreichten den ersten Bus und die erste Seilbahn hinauf bevor der Rest der Meute kam. Oben angekommen begegneten uns auch gleich die ersten Affen. Auch der Ausblick von den verschiedenen Plattformen war herrlich, so konnten wir die Crystal Serenity bei der Ausfahrt beobachten. Ich habe mich dann etwas mit einer Affenmama angelegt, weil ich ihrem Baby wohl zu nahe gekommen bin und meine Mutter hatte plötzlich einen Affen am Rücken hängen, als sie die Trinkflasche aus ihrem Rucksack nehmen wollte. In beiden Fällen ist aber nichts passiert.

Mit der Seilbahn gings auch wieder hinunter, dann noch ein Bummel durch die Main Street von Gibraltar bis zum Schiff zurück.

Hier war es sehr von Vorteil, dass wir die 2. Abendessen Sitzung gewählt hatten, da sich jene Passagiere der ersten Sitzung zum Schiff zurückbeeilen mussten. Ich habe aber gesehen, dass an jenem Abend die Gäste auch noch nach den sonst üblichen 15 Minuten eingelassen wurden.

Ibiza

Nach einem wohlverdienten Fast-Seetag kamen wir auch etwas früher als geplant gegen 18 Uhr in Ibiza an. Das Ausflugsbüro gab an, dass es ca. 45 Minuten zu Fuß in die Altstadt wären. Da die Angabe in Malaga ja ähnlich war, aber der Fußweg kürzer, nahmen viele an, dass es auch in Ibiza so sei. Aber schon beim Anlegen wurde klar, dass es hier doch ein sehr weiter Weg zu Fuß war. Also ab zur Rezeption um Shuttle-Tickets für EUR 5,- (Hin- inkl. Rückfahrt) zu besorgen. Bald kam auch schon die erste Durchsage, dass die Busnummern 1-3 zur Gangway kommen sollen. Hier entstand aber ziemliches Gedränge, alle wollten gleichzeitig raus. Nach einem Blick auf unsere Tickets fiel uns auf, dass wir gar keine Nummer hatten. Als Treffpunkt hatten wir uns die Kabine meiner Eltern auf dem Poseidon-Deck ausgemacht. Nur dorthinzukommen war nicht so einfach, da diese genau neben der Gangway lag und das Treppenhaus bereits verstopft war. Nachdem wir uns dann doch so höflich wie möglich durchgekämpft hatten, mussten wir uns vor der Kabine der Eltern stehend, von einem Animateur auf französisch und italienisch beschimpfen lassen, dass wir hier nicht stehen dürfen und verschwinden sollen, wenn wir nicht die aufgerufene Busnummer hätten. Auf Englisch erklärten wir, dass wir hier auf unsere Eltern warten. Als Antwort kam wieder eine arrogante Antwort auf Französisch und Italienisch. Um doch unser Verständnis zu zeigen, begaben wir uns also im Endeffekt zu sechst in die Kabine meiner Eltern und beobachteten das Schauspiel an Drohungen der Passagiere an den Animateur bei geöffneter Kabinentür. Nach ca. 20 Minuten hieß es dann, dass auch der Rest (also keine Nummer) vom Schiff gehen dürfe.

Mit dem Bus fuhren wir bis zum Eingang der Altstadt von Ibiza, danach gings zu Fuß weiter hinauf auf die Festung und danach etwas Bummeln – war sehr nett in Ibiza, etwas wärmer hätte es sein können.

Zurück auf der Coral erwartete uns eine offene Sitzung in Form eines Tex-Mex-Buffets im Restaurant und an Deck. Wir wählten das Restaurant, da es uns draußen einfach etwas zu kalt war. Im Restaurant gings dann etwas chaotisch zu, aber mit ein bisschen Geduld gabs reichlich gutes Essen, zur Nachspeise sogar einen Schokobrunnen, der nur leider etwas später von den Gästen ziemlich verwüstet aussah. Das Obst und die kleinen Süßspeisen schmeckten aber auch ohne Schokoglasur sehr gut.

Nach dem Essen fielen wir wie jeden Tag todmüde ins Bett, damit wir für Barcelona fit sind.

Barcelona

Ich habe 2004 Barcelona leider nur im Nebel erlebt, damals konnten wir nicht mal in den Hafen einfahren und der Ausflug fiel nicht ins Wasser sondern in den Nebel. Als wir morgens aufstanden, war es auch noch sehr wolkig und es nieselte. Im trüben Morgenlicht sah man in weiter Ferne die MSC Orchestra auch Richtung Barcelona fahrend. Zu meiner großen Freude stellte ich fest, dass auch Barcelona vor uns schon in Sichtweite war.

Da wir wieder etwas früher als geplant ankamen, konnten auch die individuell an Land gehenden Passagiere vor den Ausflüglern von Board gehen (das war durch unsere Überpünktlichkeit in jedem Hafen so). Zu Fuß marschierten wir zur Metro-Station „Drassanes“ wo uns ein sehr netter Angestellter der Öffis beim Ticketautomaten half und uns auch noch mal die schnellste Verbindung zur Sagrada Familia zeigte. Da es noch vor 10 Uhr war, waren noch nicht extrem viele Menschnemassen um die Kirche herum unterwegs. Ich fand sie trotz der vielen Gerüste und Baukräne sehenswert. Also einmal rundherum, dann wieder mit der Metro zurück zur Station „Diogonal“. Wir spazierten entlang der Gracia an der Casa Mila und dem zweiten Gaudi-Bauwerk (Casa ? – fällt mir leider grad nicht ein) vorbei. Am Placa Catalunya machten wir einen Abstecher ins Hard Rock Cafe, dann weiter die La Rambla hinunter Richtung Hafen. Natürlich schauten wir uns auch die Markthalle an, die keiner in Barcelona auslassen sollte. Alleine auf Grund der Markthalle möchte ich unbedingt noch mal mehr Zeit in dieser Stadt verbringen.

Zurück auf der Coral kam dann leider bald die Einsicht, dass diese schöne Woche nun fast vorbei war und die Koffer wieder gepackt werden mussten.

Genua

Da wir erst mittags in Genua ankamen, hatten wir noch einen Vormittag an Board der Coral, nur leider regnete es, also war die Lounge und das Cafe voller Menschen mit ihrem Handgepäck und man merkte, dass so manche Nerven schon etwas blank lagen. Bei Sonnenschein hätte das ganze wahrscheinlich schon besser ausgesehen, aber so war der Abschied nicht allzu schwer. Um 13:15 fuhr der Bus Richtung Wien los, bereits um 1:45 waren wir am Ziel, die Heimreise gestaltete sich also reibungsloser als die Anreise nach Genua.

FAZIT

Uns hat es sehr gut gefallen, die Coral ist sicher im Sommer ein sehr gemütliches Schiff und ich würde wieder mit ihr auf Kreuzfahrt gehen. Ob ich damit im Spätherbst oder Winter unterwegs sein möchte, weiß ich nicht, da das Angebot an Innenräumen nicht so riesig ist.

Sollte der Generator nicht wie vorgesehen ausgetauscht werden, empfehle ich Ohropax mitzunehmen.

Was die Landausflüge betrifft, ist es sicherlich von Vorteil, sich vorher zu informieren, was alles auf eigene Faust machbar ist, da kann einiges gespart werden.

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