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Unabhängige Bewertungen und Reiseberichte zum Thema Kreuzfahrten direkt aus 1. Hand.

 

Ein Reisebericht von der AIDAcara


Von Morris (männlich)
Alter: 52
Detailbild Schiff AIDAcara
Quelle: Quelle: Rainer Nuyken
SchiffAIDAcara
Bericht vom07.01.2005
Reise vom07.01.2005
Dauer7 TAGE
RouteTunis, La Valletta, Palermo, Neapel

REISEBERICHT IM DETAIL


Bevor ich den eigentlichen Bericht beginne, will ich auch diesmal wieder ein paar Worte vorweg schreiben, zur Warnung.

Wie schon der Bericht von der Vita September 2004, so ist auch dieser Bericht wieder sehr persönlich, zuweilen emotional und nicht immer objektiv, da ich immer noch ein AIDA-Fan bin. Den Schwarzsehern empfehle ich daher erneut einen Besuch bei www.jammern.de.

Alle anderen lade ich ein, eine Woche mit uns auf der AIDAcara zu verbringen und uns zu folgen auf

Die Glühweinroute

Anreise
Ganz spontan kam Moni auf die Idee, doch diesmal den Vorabend-Check-In zu nutzen, und es war die absolut richtige Idee. Gegen 20.30 Uhr war der Konrad-Adenauer-Flughafen so belebt wie die Lambada-Bar zum Frühstück, und wir konnten sofort einchecken, es gab sogar noch Notausgangsplätze, und da wir anscheinend einigermaßen normal daherkamen, haben wir die auch bekommen. Innerhalb einer Dreiviertelstunde war alles erledigt, inklusive Hin- und Rückfahrt.

So konnten wir am nächsten Morgen ganz entspannt zum Kölner Flughafen fahren, wir parkten diesmal im Parkhaus 3 (22,00 Euro / Woche, der Blick ins Internet zeigte über 1.800 freie Plätze), aber da es saukalt war, gönnten wir uns eine Fahrt mit dem Shuttle-Taxi für 3,80 € zum Terminal. Schließlich ist ja Urlaub.

Dort angekommen checkten wir durch zum Gate, und wir begannen den Tag mit einem Wodka-Bull. Das verleiht nicht nur Flügel, sondern ist auch ein perfektes Mittel gegen Flugangst. Während wir warteten, taxierten wir die Mitflieger, und wir versuchten herauszufinden, wer wohl auf die Aida gehen würde. Seit es die leuchtend bunten Anhänger nicht mehr gibt, ist das schwieriger geworden. Zwei ältere Damen hielten zum Zeitvertreib ein kleines Schwätzchen. Es ging um die Enkelkinder, oder um den netten Witwer von Gegenüber oder um die Lebensdauer von Batterien in Vibratoren, wir wissen es nicht.

Wir wissen nur, dass Gespräche in Flughafenlounges nicht erlaubt sind, denn die beiden wurden von einer weiteren Dame neben dran grob zu recht gewiesen. Sie mögen doch bitte still sein, denn sie könne sich gar nicht auf ihre Lektüre konzentrieren (Ich glaube sie las Carnegie’s ‚Wie man Freunde gewinnt…’). Na, Mahlzeit, die wollten wir schon mal nicht auf dem Dampfer haben.

Wir starteten pünktlich. Der Flieger war nur zu 80% besetzt. Der Service war gut, das Essen schmackhaft, die Crew freundlich. Die Zeit verging mal wieder wie im Flug. Schon bald konnten wir Mallorca sehen. Wir flogen über das Cap Formentor ein, und dann quer über die Insel. Es war ein klarer, sonniger Tag und Mallorca präsentierte sich von seiner besten Seite. Die Sierra Tramuntana schien zum greifen nah, und aus dem Flickenteppich aus Feldern, Wiesen und Äckern wuchsen hier und da die mallorcanischen Windmühlen. Leider war uns ein Blick auf das Schiff nicht vergönnt, dafür kamen wir eben von der falschen Seite.

Mallorca empfing uns mit frühlingshaften 18 Grad und strahlendem Sonnenschein. Die Taschen waren schnell geholt, und auch die Transferbusse schnell gefunden. Denn erstens stehen sie ja immer an der gleichen Stelle, und zweitens sorgen die Mitarbeiter von Kontiki-Tours mit ihren Schildern dafür, dass man den Weg gut findet. Jetzt hieß es warten. Denn wir waren ja mit Vanni verabredet, die im Air Berlin Flieger aus Düsseldorf saß.

Außerdem wollten wir nicht auf die Finca, aber wir wollten unsere Reisetaschen loswerden. Wenn ihr das auch wollt, dann meldet euch bei den Mädels von Kontiki, die ja im Auftrag von Aida-Cruises die Transfers machen. Sagt denen, dass ihr nur die Koffer mitgeben wollt, und dass ihr nicht mitkommt. Dann stellt ihr eure Koffer in einen Transferbus, gebt die Transfervoucher ab, und schon seid ihr von eurem Gepäck befreit. (Wie ihr euren Koffer in den Transferbus bekommt, ohne pauschal gebucht zu haben, das bleibt allerdings unser kleines Geheimnis.)

Nach etwa 20 Minuten traf Vannessa ein, und so machten wir uns gemeinsam auf nach Palma. Wir gönnten uns ein Taxi, das hat vom Flughafen bis nach Palma knapp 14 Euro gekostet. Der Bus kostet pro Nase nur 1,80 €, die Haltestelle ist gegenüber vom Taxistand, kurz hinter dem Parkplatz der Transferbusse. Alles kein Problem.

Wir spazierten durch Palma, sahen uns ein wenig die Stadt an. Die Geschäfte waren geschlossen, es war beste Siestazeit. Wir hatten eine Coke bei Macke Donnalde und entschieden uns, den Weg zum Schiff zu Fuß zu machen. So schönes Wetter, so eine schöne Insel, kann ja nicht so schlimm sein.

Von der Kathedrale aus brauchten wir eine gute Stunde zu Fuß bis zum Liegeplatz der Cara. Die Zeit verging aber wie nichts (jedenfalls mir, aber in so netter Gesellschaft….). Und dann sahen wir sie vor uns: AIDAcara. Es ist doch jedes Mal wieder toll, oder? Da biegt man ums Eck, und hat dann diesen tollen Anblick. Sofort waren wir wieder gefangen. Auch wenn man schon weiß, was kommt, immer wieder erwischt es einen aufs Neue.

Leider kamen gerade kurz vor uns 2 Transferbusse vom Flughafen an, so dass wir ein wenig warten mussten. Aber dann konnten wir endlich wieder Pass gegen Bordkarte tauschen, noch schnell die Kreditkarte durchziehen lassen, dann wieder etwas warten, in die Kamera grinsen und…drin.

Unsere Kabine war eine C-Innen. Die C-Kabinen auf der Cara haben getrennte Betten, die im rechten Winkel zu einander stehen. Ihr könnt also Kopf an Kopf schlafen (bevorzugte Stellung), Fuß an Fuß schlafen (Standardstellung nach Alkoholgenuss) oder auch Kopf an Fuß schlafen (von dieser Stellung ist – vor allem nach einer Party - abzuraten). Ansonsten sind die Kabinen ausgestattet wie immer – praktisch, freundlich und sauber.

Der Abend verlief zunächst harmlos: Poolbar, Abendessen und Aida-Bar. Wir hatten außerdem endlich das Vergnügen, ‚TheFlyingCam’ Ronny, den TV-Operator kennen zu lernen. Dann empfingen wir Sandra und ihre Mutter Ulla an der Gangway standesgemäß mit Sekt bzw. Long Island Ice Tea. Nun waren wir komplett. Ein schöner Tag lag hinter und ein noch schönerer Abend vor uns.

Das Schiff legte pünktlich ab, und wir kamen in den Genuss der Welcome-Poolparty. Das wirklich gute Showensemble tanzte uns was (obwohl sie sich bewegten, war den Tänzerinnen aber kalt, glaube ich), und dann gab es die Lasershow. Da die Cara – anders als Vita und Aura – nur einen Laser hat, genießt man die Show am besten von der Poolbühne aus. Da der Clubdirector Richi nur im dünnen Hemd dort saß, gedachte Moni ihn zu wärmen. Da ich Moni aber nicht mit einem fremden Mann – schon gar nicht mit einem Österreicher – alleine lassen kann, ging ich mit, und das Elend begann.

Wir machten uns mit Richi bekannt, richteten die Grüße von Rolf aus, und genossen die Lasershow. Zum Dank für die Nähe, und die damit verbundene Wärme, lud uns Richi nach der Show an die Poolbar ein. Wir trafen dort Andreas den Finnen, seines Zeichens Clubmanager, und Alex, den T&A Manager und keine Ahnung wen sonst noch. Und wir trafen den Meister. Der Meister ist dunkelbraun, ein eher herber Typ. Er ist ein auch wenig bitter, und kommt in leicht zu unterschätzenden kleinen Portionen daher. Hinterhältig, wie er ist, enthält er Alkohol. Manche meinen er sei sogar gesund, andere raten von ihm ab. Richi ist ihm sehr zugetan, und da wir so schlecht nein sagen können, sind wir in die Falle des Meisters getappt.

Gegen Mitternacht war für Moni und mich die Party zu Ende, und im Jägermeisterrausch krochen wir heimwärts zu unserer Kabine. Wenn es ihn denn gäbe, hätte Moni sich den Pokal für den Rausch des Abends verdient. Daher decke ich auch den Mantel des Schweigens über alles Weitere und sage an dieser Stelle nur einen lieben Gruß an DJ Olli.

Seetag
Von diesem Seetag ist uns nicht so furchtbar viel in Erinnerung. Wir verbrachten ihn mit Essen und vor allem mit Schlafen (und damit, dass uns dermaßen übel war). Aber keine Angst, gegen Abend ging schon das erste Corona wieder rein. Das wichtigste Ereignis war unser Umzug. Die Kabine 5120 grenzt an ein Treppenhaus, welches vom Housekeeping im Minutentakt genutzt wird. Das schlagen dieser Tür weckte Moni ständig auf, da es nicht nur zu hören, sondern auch zu fühlen war. Aber dieses Problem hat Reiseleiter Tom schnell, kompetent, freundlich und souverän gelöst: Wir zogen um, denn zum Glück war noch eine C-Innen frei, ein paar Türen weiter. (Hallo Tom, viele Grüße von uns.)

Ich will also den Raum nutzen, an dieser Stelle etwas zum Schiff zu schreiben. Die Cara ist ja bekanntlich die Mutter der Aidas. So gibt es durchaus Dinge, die bei den Töchtern besser gelöst sind, weil man dazugelernt hat. Toiletten in beiden Treppenhäusern, zwei Laser, das Aquarium für die DJs, die Poolbar an prominenterer Stelle, alles Dinge, die auf Vita und Aura besser gelöst sind. Trotzdem aber macht die Cara genauso viel Spaß wie die anderen, denn die Unterschiede sind wirklich minimal. Das Schiff ist auch nach wie vor in einem guten Zustand. Die Cara ist natürlich ein paar Tage älter, aber außer einigen – nennen wir es Gebrauchsspuren – ist sie super in Schuss. Es gibt keinen Grund, dieses Schiff zu meiden.

Der Service in den Restaurants war meistens perfekt, die Küche war wieder ausgezeichnet. Sowohl was die Auswahl der Speisen, als auch die Zubereitung angeht. Das Buffet war nicht zermatscht, wie es hier schon mal hieß, und auch die leeren Teller wurden zügig abgeräumt.

Manchmal waren die Teller, wenn sie frisch aus der Spülmaschine kamen, allerdings so heiß, dass man sie nicht anfassen konnte. Es fand sich aber meistens ein freundlicher Philli, der entweder einen kühleren Teller oder eine Serviette zur Hand hatte um auszuhelfen. Liebe Maîtres D’, an diesem Punkt könntet Ihr arbeiten. (Solltet Ihr mal auf heiße Teller stoßen, im Karibik-Restaurant steuerbordseitig gibt’s immer kalte Teller beim Dessert).

Nicht gefallen hat uns der Service am einzigen Tag, an dem wir spät zum Frühstücken kamen. Ab etwa 20 vor 10 kamen wir uns vor wie ungebetene Gäste. Teile des Restaurants wurden schon abgesperrt, die Getränkestationen geschlossen, und dass, obwohl es bis 10 Uhr Frühstück gibt. Da waren wohl einige Leute etwas übereifrig.

Aber das war schon alles. Ansonsten war’s wie immer große Klasse. Falls Ihr mal Spiegeleier von beiden Seiten gebraten haben wollt, oder ein Stück Hirsch auf den Punkt rosa, dann wendet euch einfach an Ralf. Der schafft im Durchgang zwischen den beiden Teilen des Karibikrestaurants, wo es die guten gebratenen Sachen gibt. (Viele Grüße von hier aus, Ralf, ich hoffe ich kann bald wieder ein Spiegelei bei Dir bestellen.) Wir waren eh meistens im Karibik essen, irgendwie ist es dort lockerer und heller. Deshalb kann ich hier über das Marktrestaurant nicht viel sagen.

Die Welcome-Show an diesem Abend hat sogar mir, dem erklärten Nicht-Show-Gänger, gefallen. Mr. Bojangles und Swing, Swing, Swing, das war mal etwas anderes als das übliche Musical-Zeug.

Der Abend war relativ schnell zu Ende für mich, der Vorabend wirkte nach. Aber die Nacht hatte noch eine Überraschung für mich. Bevor ich mich in meine Koje begab wollte ich schnell noch mal in die keramische Ausstellung. Zu meinem Schrecken musste ich feststellen: Verstopft! Tja, selbst auf der Aida findet man um Mitternacht keinen Klempner mehr. Leider dauerte es – trotz früher Meldung an der Rezi – bis zum Abend, bis das Problem behoben war. Außerdem war es nötig, die Reparatur anzumahnen. Schade. (Sandra und Ulla hatten das Problem zwei Mal, und es war immer nötig, mehrmals an die Reparatur zu erinnern.)

Tunis
Endlich an Land, und Land das heißt für mich ja: Rauf aufs Bike. Ich hatte das große Vergnügen, ein gnadenlos gutes Bikerteam kennen zu lernen: David, Alex und Robert (Robert steigt allerdings nächsten Freitag ab, dafür ist jetzt Arne an Bord. Arne ist noch ganz frisch, das erste Mal Aida überhaupt, also seid nett zu ihm.)

Die Bike-Tour in Tunis ist leicht zu fahren. Da wir außerdem super Wetter hatten, war die Tour Fun pur. Wir fuhren nach Karthago, Sidi Bou Said und auf den Byrsa-Hügel. Auch einen amerikanischen Soldatenfriedhof haben wir gesehen.

Los gings erst um 9.30 Uhr. Da ich aus dem Sommer noch Startzeiten von 8.00 Uhr gewohnt war, empfand ich es als sehr angenehm, etwas später aufzustehen. Wir fuhren in 2 Gruppen zu ca. 20. Die Strecke hat kaum Steigungen, und die Tunesier waren im Umgang mit einer Truppe bekloppter Biker ebenso erstaunt wie entspannt. Autofahrer ließen uns in aller Regel passieren (wenn nicht, fand sich auch schon mal ein Polizist, der uns Trillerpfeife blasend den Weg frei machte), Passanten spendeten Beifall und was uns der ein oder andere sonst noch zurief wird ewig im Dunkeln bleiben.

Die einzige steile Stelle ist der Byrsa-Hügel, aber der Anstieg ist sehr, sehr kurz. Dort oben steht eine Kirche und es befindet sich dort der Eingang zum Carthago-Museum. Beides wurde von unserem Guide als eher langweilig eingestuft, so dass wir auf die Besichtigung verzichtet haben. Es war das erste Mal, das ich irgendwo hinaufgefahren bin, um mir etwas nicht anzusehen (Alex, ich freue mich schon jetzt auf die Dinge, die wir uns im Mai nicht ansehen werden.) Schließlich wollen wir ja Biken, und nicht alte Steine begucken.

In Sidi Bou Said gab es einen Stopp. Manche sind durch den Bazar spaziert, aber erstens haben die Buden alle das gleiche Sortiment, und zweitens sind die Typen so was von aufdringlich, dass ich euch rate, einen Tipp der Guides zu befolgen: Geht vom Parkplatz aus schnurstracks rechts die Straße rauf zum Café des Nattes ( wenn ihr drin seid, werdet ihr auch wissen, warum es so heißt) und bestellt euch einen Pfefferminztee. Köstlich. Ich glaube, hier könnte man auch eine Wasserpfeife durchziehen, es ist jedenfalls sehr gemütlich. Überhaupt ging es sehr gemütlich zu. Wenn vier Mann zusammenstanden, und aufeinander einredeten – gleichzeitig natürlich – dann wussten wir: Hier findet das Leben auf der Straße statt. Redeten vier Mann aufeinander ein, von denen einer eine Schaufel hatte, dann wussten wir: Achtung Baustelle.

Falls ihr euch Sorgen um eure Sicherheit macht: Ich habe noch nie so viele Polizisten an der Straße stehen sehen, wie dort. Die Tour verläuft nämlich meistens ganz in der Nähe zum Präsidentenpalast, und auf den passen die dort so gut auf, dass man seine Hütte nicht fotografieren darf. Gegen 13.30 Uhr waren wir zurück, 30 km Tunis lagen hinter uns, ein schöner Auftakt für die Woche, und eine gute Gelegenheit, das Biking-Team kennen zu lernen.

Den Nachmittag verbrachte ich bei Moni und Vanni in der Sauna. Die Sauna ist wirklich sehr schön, es gibt eine Kräutersauna, ein Dampfbad und eine finnische Sauna. Allerdings finde ich in der Sauna zu liegen auf dem Schiff genauso langweilig wie an Land. Der Nachmittag verlief also ereignislos, zum Abendessen trafen wir Sandra und Ulla. (D.h. meistens trafen wir zuerst immer Sandra, die auf der Suche nach ihrer Mutter war.)

Für den Abend war nach dem Grand Prix Gletscherglühen angesagt, ein Ereignis, dass weder Moni noch Vanni oder mich besonders interessierte. (Sandra gestand allerdings am nächsten Tag, dass sie schwer genagelt hatte an diesem Abend). Also gingen Vanni, Moni und ich um 21.30 Uhr zu Bett, und den Rest wollt ihr gar nicht wissen.

La Valletta
Wir sind früh aufgestanden, um das Einlaufen in den Hafen von Valletta zu genießen. Die Festungsanlagen leuchteten golden im Schein der Morgensonne, der Himmel war wolkenlos, und wir konnten Kapitän Böttcher und dem Lotsen beim manövrieren zusehen (die Cara hat eine offene Brückennock, anders als Vita oder Aura). Auch Ronny konnten wir beobachten. Er hat als Kameramann das seltene Privileg, auch auf der Brücke zu filmen. Heute war das Einlaufen nach Valletta auf dem Programm. Selbst Vanni war dabei, die uns gestand, dass sie erstmalig früh genug aufgestanden sei, um das Einlaufen in einen Hafen mitzuerleben – auf ihrer 12. Aida-Reise.

Wir Biker trafen uns wieder um 9.30 Uhr, um uns dann auf eine Stadtrundfahrt zu begeben. Heute würde es anstrengender werden. Während gestern noch die Tour für jedermann geeignet war, so sollte man für Valletta schon ein bisserl Grundfitness mitbringen. Aber man kann alle Anstiege gut bewältigen. Auf dieser Tour kamen wir durch Floriana, wir sahen die Upper Barracca Gardens, das Fort St. Elmo und wir fuhren bis in die Vororte Vallettas.

Mir bleiben vor allem zwei Eindrücke: Erstens die gewaltigen Festungsanlagen, die die Stadt beherrschen, mächtige Mauern und bedrohliche Forts, die über viele Jahrhunderte gewachsen sind. Dies war schon sehr beeindruckend. Zweitens die gewaltigen Mengen an Hundescheiße, die überall auf den Gehsteigen und Promenaden liegen, und die zum Slalom zwingen. Mächtige Haufen und bedrohliche dunkelbraune Würste, die die Gehsteige beherrschen. Ich habe schon viele Städte gesehen, aber Valletta war mit Abstand die Stadt mit der größten Scheißhaufendichte. Für Biker ohne Schutzbleche stellen diese Haufen ernst zu nehmende Hindernisse dar (Stell Dir vor Du fährst – flatsch – durch, und kurz drauf zügig einen Berg hinunter, die Fliehkraft beschleunigt die braune Masse, sie löst sich vom Profil und …… hmmm ….. na ja …… )

Mich haben auch die alten britischen Autos begeistert, die hier noch fuhren. Allen voran ein Morris 1000 Speedwell, aber auch ein Morris Minor und alte Fords und Vauxhalls waren zu sehen. Die alten Leyland oder Bedford Busse sind ebenfalls sehenswert.

An dieser Stelle zusätzlich eine Info aus zweiter Hand:

Sandra und Ulla haben sich am Hafen ein Taxi genommen, als Preis 40 Euro ausgehandelt, und dafür hat der Fahrer sie 3 Stunden durch Valletta und Umgebung gekarrt. Er hielt immer wieder an, so dass die beiden auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen konnten. Leider fehlte es an Mitfahrern, denn dann wäre der Preis von 20 Eu pro Nase auf 10 Eu gesunken. Also, Zettel ans Brett „Von Gast zu Gast“, und ab geht’s für 10 Euro 3 Stunden durch Valletta. Viel Spaß.

Nachmittags sind Vanni, Moni, Sandra, Ulla und ich zu Fuß durch die Altstadt gelaufen. Schnell erreicht, schnell abgehakt, wenig spektakulär (außer, dass wir uns plötzlich alle auf der Suche nach Ulla befanden).

Abends war Poolparty mit Lasershow, Glühwein und Lumumba. Leider ist so eine Party immer schon gegen 23.30 Uhr zu Ende, denn dann wird es wirklich langsam schattig. Aber der geglühte Wein war sehr gut, und auch von Lumumba konnte man angeheitert werden.

Palermo
Heute stand die Heimat der Mafia auf dem Programm. Die Biker hatten mir ein Angebot gemacht, zu dem ich nicht nein sagen konnte (By the way: Bike-Touren kosten 49 Euro, dafür gibt’s dann ein Rad, einen Rucksack, einen Müsliriegel und eine Trinkflasche. Das Rad und den Rucksack müsst Ihr zurückgeben, den Müsliriegel könnt ihr essen [Ihr wisst dann auch, wie sich eure Katze fühlt, wenn ihr Trockenfutter hinstellt], die Flasche dürft ihr behalten [Was nicht mehr so interessant ist, seit es kaum noch Original-Aida-Flaschen gibt], und das Erlebnis bleibt in euren Erinnerungen. Die Touren sind mit 30 bis 35 km etwas kürzer als die Touren, die im Sommer auf der Vita gefahren wurden.)

Valletta war eine Steigerung zu Tunis, und Palermo eine zu Valletta. Allein die Tatsache, dass es wohl weniger Hunde gibt in Palermo war eine deutliche Verbesserung. Wir fuhren zunächst aus der Stadt hinaus, am Fuße des Monte Pellegrino entlang zum Capo Gallo. Die Anstiege auf dieser Tour sind manchmal lang, aber nie steil. Eine Route, die auch weniger Geübte fahren können. Hier draußen findet ihr Natur pur, Ruhe und Idylle, ihr könnt die Häuser der Reichen bewundern. In Mondello gab’s eine Café-Pause, wir saßen in einem Café in einem sehr malerischen Dorf. Der Café Latte ist sehr gut hier, und Eisbecher serviert man mit frischen Blumen der Saison.

Man konnte fast vergessen, wo wir herkamen, und wo wir gleich wieder hinmüssen: Palermo. Die Sizilianer fahren Auto, als wäre Krieg. Jeder gegen Jeden, geparkt wird wo Platz ist, und man drängt sich in die kleinste Lücke. Rücksichtnahme unbekannt. Ich habe noch nie so viele Egoisten auf einen Haufen gesehen. Ich bin schon durch viele Städte mit dem Bike, aber Palermo hat mich aggressiv gemacht. Ich verspürte irgendwie immer den Wunsch, eine Autotür ein- oder wenigstens einen Rückspiegel abzutreten. Aber ich will euch auch nicht zu viel Angst machen. Moni, die ja eigentlich nie wieder mit dem Bike raus wollte, ist mitgefahren, und sie war trotz allem begeistert.

Am Ende hatten wir alle das Gefühl: Jawohl, heute haben wir was geschafft. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass Alex uns immer umsichtig durch die Stadt geführt hat. Umsichtig, aber auch mal mit Ellbogen raus, wenn’s nötig war. Wenn Ihr durch diese Stadt fahrt, wehrt Euch. Dann habt Ihr Spaß. Sonst geht Ihr unter.

Am Abend war ich wieder in der Show, und ich muss sagen, das Grusical – ein Potpourri aus verschiedenen Musicals – hat mit gut gefallen. Die Sänger und Tänzer waren richtig gut, und ich fühlte mich bestens unterhalten. Später sollte es im Arkona Club noch, passend zum Thema, eine Scary Night geben. Aber davon später mehr. Zunächst noch einen kleine Exkurs zu dem, was Sandra und Ulla erlebt haben, denn das erscheint mir doch für den ein oder anderen interessant zu sein.

Palermo Gourmet Tour
Die angegebenen 10 Minuten Fußweg entpuppen sich zwar als Marsch von einer halben Stunde, aber es sollte sich lohnen. Auf einem kleinen aber feinen Markt waren zunächst spannende Fische zu bewundern, die man sonst nur filettiert und gebraten sieht, wie Rochen oder Seeteufel. Außerdem gab’s Obst und Gemüse, Kräuter und andere Leckereien. Diese wurden aber nicht nur bestaunt, befühlt und berochen, sondern auch gekauft. Wie das? Ganz einfach, Oliver Katzer, Chef des Rossini Blu, und Klaus Pechbrett, AIDAcara Chefkoch, waren auf Einkaufstour mit Aida-Gästen. Während die Gäste sich bei einer Marsala-Verkostung von den Strapazen erholen konnten, brachten dienstbare philippinische Geister die Einkäufe zum Schiff. Hier wurden schon Vorbereitungen getroffen für ein Show-Cooking mit Oliver Katzer, der den Gästen die Zubereitung einiger Speisen erklärte. Natürlich wurde auch gekostet, zusätzlich gab es Antipasti mista im Rossini Blu exklusiv für die Gourmet-Gruppe.

Am Abend traf sich die Gruppe im Rossini Blu zu einem gemeinsamen 7-Gänge-Menu, bei dem die Einkäufe des Tages zubereitet auf den Tisch kamen. Einkaufstour, Show-Cooking, Antipasti und Diner kosteten 38 Euro p.P., und bis auf eine Teilnehmerin waren alle zufrieden. Eine etwas andere Art, Palermo kennen zu lernen.

Während Sandra und Ulla noch tafelten, machten sich Vanni, Moni und ich auf zur Scary Night. Da wir einen heißen Tipp bekommen hatten, hatte Moni ein paar Utensilien einpacken können, und wir machten uns mit Lippengrün, Tuberkulosegrau, Leichenschwarz und Theaterblut zurecht. DJ Olli spielte Musik aus der Gruft, die Ani zog alle Register (Florian, du hast nie besser ausgesehen als an diesem Abend), und sogar ein paar Jungs vom Showensemble tauchten als Transen auf (Sandra und Ulla kamen später noch dazu, und Ulla bewunderte eine schöne, geheimnisvolle Frau. Sie fragte sich, wo die wohl herkäme, bis sie dann die Brusthaare bemerkte – es war eben Scary Night.) Wenn noch ein paar mehr Gäste die Lidschattendose geplündert hätten, wäre es noch geiler geworden, also Leute, traut euch.

Neapel
Was hatten die Biking-Guides uns nicht alles erzählt über die Tour durch diese Stadt. Hektik, Chaos und völliges Durcheinander sollten dort herrschen, andererseits sollte es aber auch großartig sein. Die Tour selber ist teils einfach, teils anspruchsvoll, es gibt lange Steigungen und steile Abfahrten. Vor dem Verkehr solltet ihr Respekt haben, aber Angst ist völlig unnötig. Die schon oft von mir erwähnte Grundfitness solltet Ihr ebenfalls mitbringen, und dann könnt Ihr starten, zur besten Tour der Woche (ich bin mir noch nicht sicher, aber ich glaube, die Neapel-Tour ist meine neue Nummer eins, noch vor der Lissabon-Tour.)

Aber von Anfang an. Wir waren nur zu fünft, plus die Guides David und Alex. Der Himmel war wolkenverhangen, sollte es der erste Tag ohne Sonne werden. Als die Tour um 11.30 Uhr startete, riss die Bewölkung auf, die Sonne lugte hervor, und eine halbe Stunde später hatten wir den wärmsten Tag bisher.

Zunächst ging’s aus der Stadt hinaus, und an der Küste entlang pirschten wir uns langsam den Berg hinauf bis wir oberhalb der Stadt waren. Die Steigung war lang aber bequem zu meistern. Grandiose Ausblicke, hinunter auf die Brennenden Felder, oder auf die Stadt Neapel. Andeutungsweise war schon etwas von dem zu erkennen, was uns erwartete.

Eine lange Abfahrt verschaffte uns zunächst etwas Abkühlung und sie führte uns zurück in die Stadt. Wir sahen uns die Galerie Umberto 1 an und machten eine Rast in einem kleinen Café. Der Café Latte war sehr gut, und Mitbiker Fred meinte, die Zeit sei gekommen, Grappa zu trinken. Es wurden dann zwei. Einer im Café und einer solo. Sehenswert in diesem Café war die Toilette. Man muss links hinten vorbei an einem Kühlschrank, fünf Stufen hinab steigen, dabei passiert man einige Vorräte, und dann einfach geradeaus (nicht rechts, bitte, da steht das Gebäck). Die Tür kann man schließen, muss man aber nicht, ich jedenfalls habe mich nicht getraut. Die Spülung bestand aus einem Schlauch, der in der Schüssel hängt, und permanent läuft, das Klo hat außerdem gute Augen, denn die Brille fehlt. Was passiert, wenn hier einer einen ordentlichen 3-Tage-Aida-Buffet-Haufen reindonnert, ist nicht auszudenken.

Dies war einer der Momente, in denen ich zutiefst dankbar bin, als Mann auf die Welt gekommen zu sein. Ansonsten ein sehr liebenswürdiger Ort, der eine Kellner alt, freundlich vergesslich, der andere jung, freundlich und auf der Suche nach einem oder zwei fehlenden Chromosomen.

Frisch gestärkt ging es nun los. David führte uns in das Gewirr der neapolitanischen Gassen. Leute, das war ganz großes Kino! Hinter jeder Ecke wartete eine neue Überraschung auf uns. Die Gassen selber sind nicht breiter als maximal 2 Meter, dafür sind die Häuser 5 oder sechs Stockwerke hoch. An diese Orte dringt kein Sonnenstrahl mehr vor, hier hat sich wohl Karl May für sein „Durch die Schluchten des Balkan“ inspirieren lassen. Aber glaubt nicht, es herrsche hier kein Verkehr. Scooter, Mofas, Autos und sogar Kleintransporter finden ihren Weg hinein, und wohl auch wieder hinaus. Obwohl manche Autos so abenteuerlich und kunstvoll eingeparkt wurden, du glaubst, die wurden direkt nach dem Kauf hier eingeparkt und nie wieder bewegt.

Inmitten dieses Gewirrs aus Ecken, Winkeln, Treppen und Rampen findet man alles: Obst und Gemüse, exklusive Weinläden, eine Autolackiererei neben einer Bäckerei, eine Autowerkstatt mit Lager vor der Türe, und ein Schreiner, der mitten in der Gasse eine Tür schreinert. Hätte er nicht einen Elektrohobel benutzt, es hätte eine Szene aus dem Mittelalter sein können. So ging es hinauf und hinab, linksrum rechtsrum geradeaus und wieder zurück. Irre. Das muss man gesehen haben. Über all dem hing ein Geruch nach Persil, denn kaum ein Balkon kam ohne eine Dekoration mit frisch gewaschener Wäsche aus. Manchmal hängt die Wäsche auch quer über die Gasse, zum Glück immer hoch genug, sie stellt also keine Gefahr für Biker dar.

Nach den Gassen fuhren wir noch zum Dom und zum Palazzo Reale, dann zum Hafen und zurück zum Schiff. Die Autofahrer in Neapel waren auch hektisch, parkten wie sie wollten, und wo kein Auto reingeht, passt immer noch ein Scooter durch, aber sie waren nie so aggressiv wie die Jungs in Palermo. Im Gegenteil, sie blieben meisten entspannt, ließen uns durch, und grüßten.

Den Abschluss der Bike-Woche wollten David, Alex, Fred und ich ein bisschen feiern, deshalb verabredeten wir uns für später im Arkona Club.

Doch bis dahin galt es noch, eine Show anzusehen und den Schlagertörtchen zu lauschen. Die Show an diesem Abend besuchten wir mit großen Erwartungen: Es würde Book of Secrets geben. Davon hatten wir schon viel gehört. Nur für Aida komponiert, kein Musical, das alle schon kennen, nein etwas Exklusives. Na ja, das war es dann auch. Exklusiv langweilig. Der Sirup lief die Bühne hinunter und Zuckerwatte verklebte das Hirn. Als erste verschwand Musicalfan Vanni vorzeitig aus dem Theater, dann erlöste Musicalfan Moni den erklärten Nicht-Showgänger von seinem Leid, und auch wir machten uns davon.

Die Törtchen gaben alles, aber heute war uns nicht nach Schlagern. Also brachte ich Moni zur Kabine und machte mich auf in den Arkona Club. Auf dem Weg dorthin traf ich Fred. Da die Disse noch geschlossen war, schoben wir zwei Zwibie an der Aida-Bar ein, das heißt ich schob zwei Bier ein, Fred wechselte das Getränk (frei nach Charles Bukowski: I started out on Burgundy, but soon I hit the harder stuff.) und stieg um auf Wodka-Bull.

Die Disco war fast leer, also vertrieben wir uns die Zeit mit trinken und schnacken, und so nach und nach füllte sich der Club (genauso wie Fred, der tapfer am eingeschlagenen Weg festhielt). Red Bull verleiht wirklich Flügel. Fred hat sich damit vom Planeten gebeamt. Es war wirklich noch ein netter Abend. A. zeigte mit N. eine Szene aus ‚Titanic’ und nicht wenige der Crew nutzten den Abend vor dem eher ruhigen Seetag zum Feiern.

2. Seetag
Der Tag begann für uns mit dem Frühstück und für Sandra mit der Suche nach Ulla. Sandra drehte tapfer eine Runde nach der anderen durch das Karibik-Restaurant, aber keine Spur von Muttern. Als sie Ulla dann später im Marktrestaurant friedlich beim Frühstück entdeckte, meinet Ulla ganz entrüstet: „Du, die haben hier seit gestern alles umgestellt.“

Der Höhepunkt des 2. Seetages war der Cocktailworkshop mit Kai und Philipp. Der Workshop war anders als der auf der Vita, aber genau so gut. Philipp und Kai sind nicht nur gute Barkeeper, sondern auch wunderbare Entertainer, und so haben wir etwas gelernt, wurden gut unterhalten und ganz nebenbei auch noch wunderbar betrunken.

Immer erst das Eis, das ist ja schon lange klar. Aber es gab auch noch ein paar neue Regeln. Erst das Zeug mit wenig Alkohol ins Glas, dann das mit viel. Oder erst den Stoff mit viel Zucker, dann den mit wenig Zucker. Ich sag’s euch, ein Barkeeper muss ein halber Physiker sein. Irgendwo hab ich mal gehört, ein Barkeeper muss zuhören können. Ich habe festgestellt, dass ein Barmann auf der Aida vor allem erzählen können muss – jedenfalls beim Cocktailworkshop.

Gute Tipps gab’s auch. So solltet Ihr immer darauf achten, dass der Barkeeper ein Glas niemals mit der Hand abdeckt, z.B. beim Rühren. Denn vielleicht war gerade Landgang, und er war in einem kleinen Café in Neapel, dann habt ihr nun nicht nur seinen, sondern auch den Hintern von halb Neapel im Gesicht.

Ich möchte an dieser Stelle alle nachfolgen Teilnehmerinnen bitten, etwas für Kai zu tun. Denn Kai ist auf dem Weg, zum Alkoholiker. Immer wenn er nämlich allein aufwacht, und sich von den Mädels mal wieder so richtig ausgenutzt fühlt, dann mixt er sich schon zum Frühstück einen Drink. Also, Mädels, wenn ihr Euch also mit Kai zum Frühstück verabreden wollt, er freut sich bestimmt wenn ihr ihn morgens anstuppst, um dann gemeinsam Café zu trinken.

Hier das Rezept für den Drink, für alle, denen es genau so geht wie Kai:

  • Armer Kai
  • 4 cl Wodka
  • 2 cl Kahlúa
  • Milch
  • Eis
Nachdem wir uns also Caipirinha, Mojito, Dry Martini, Aida Spezial, Mai Tai, BBC, Planter’s Punch, Galliano Hot Shot, White Russian (=Armer Kai), Pina Colada, Singapore Sling, Staubsauger und B52 bekannt gemacht hatten, waren wir alle reichlich illuminiert. Nochmals Danke an Kai und Philipp, ihr seid ein tolles Team.

Heute war es uns endlich mal gelungen, zum Aida-TV durchzudringen. Die Konkurrenz war diesmal viel stärker. Das Studio ist übrigens noch chaotischer als das auf der Vita, und überall hängen Bilder, auf denen unsere Verena zu sehen ist. Außer Ronny und André gab es sogar ein Kameraschwein, ihr seht, hier werden keine Kosten und Mühen gescheut. Moni gewann beim Kroko gegen CM Andreas ein Aida-Backgammon, so hatte sich der Besuch im Studio auch gelohnt (Ich hatte übrigens zwei Tage vorher die Aufkleber für Kasi gewonnen, und den Ronny gleich dazu. Die Aufkleber habe ich mitgebracht, aber Ronny war widerspenstig.)

Der Abend verging mit Essen und Farewell-Show, die Turniersieger bekamen ihre Urkunden, und auch die Teilnehmer des Cocktailworkshops erhielten ihre Leberwerte auf einem schmucken Urkundenblatt. Das alles natürlich auf der Bühne, und so hatten Vanni, Moni und ich endlich mal wieder die Gelegenheit, den Clubtanz, den wir gar nicht beherrschen, vorzuführen. Gut, das ich in der 2. Reihe stand.

Abreise
Am Abreisetag mussten wir bis 9.00 Uhr die Kabinen räumen, die Koffer hatten wir schon nachts vor die Kabinentür gestellt. Um 09.30 Uhr checkten wir direkt am Hafen unser Gepäck ein, und so konnten wir noch einen geruhsamen Tag auf dem Schiff verbringen (Es kommt auf die Airline an, ob man am Hafen einchecken kann. Einige Hapag Lloyd Gäste nach Bremen wurden zum Flughafen gebracht zum einchecken. Die konnten dann wahlweise weiter zur Finca, oder zurück zum Schiff kommen.)

Die Sonne verwöhnte uns mit einem superschönen Tag, es war warm, keine Wolken, und auch in bar bezahlt schmeckt das Corona. Übrigens, Fred hat auch wieder zurück auf den Planeten gefunden. Nachdem ich mir am Seetag schon Sorgen gemacht hatte, habe ich ihn am Abreisetag lebendig wieder gesehen. Seine Frau trugs mit Humor.

Vanni verabschiedete sich bereits gegen 13.30 Uhr, da sie einen früheren Flug hatte. Sandra, Moni und ich hatten die Gelegenheit, DerDirk aus dem Forum/Chat kennen zu lernen. Der hatte nämlich seinen ersten Tag an Bord. Wir hatten das Schiff also ordentlich übergeben, weitergereicht in neue verantwortungsvolle Fan-Hände.

Es war mal wieder eine gelungene Aida-Reise. Nur die wegen der kühlen Abende doch recht kurzen Poolpartys haben uns gefehlt. Ich kann also mal wieder ein großes Lob an alle Beteiligten aussprechen, ihr habt wieder einen super Job gemacht (gut, die Mädels an der Rezi sahen ungewohnt verkniffen aus, aber die hatten vielleicht nur Heimweh oder grad Liebeskummer). Also Danke an Arne, Florian, Lya und das Ani-Team; Dank den Bar-Teams, vor allem Kai, Phillip, Ronny und Stefan; Danke an Tom, Richi und Andreas; und vor allem an die Biker Alex, David und Robert. RonnyTheFlyingCam, danke für Deine Gesellschaft.

Auch mit den Mitreisenden Vanni, Sandra und Ulla ging es ganz entspannt zu. Keiner hat die anderen zu etwas gedrängt, wir sahen uns oder auch nicht, gingen unserer Wege, trafen uns wieder, und jeder konnte aber keiner musste. Ulla wird der Titel „Die Unkaputtbare“ verliehen, und wenn mal wieder jemand die Altersdurchschnittsdiskussion anfängt, dann schicken wir den mit Ulla gemeinsam aufs Schiff. Und nur wer länger durchhält als sie, der darf auf dem Schiff bleiben.

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