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| Bewertung für das Schiff Fram | |
|---|---|
| von Fridoline aus Köln,Deutschland (Anzahl Reisen 7, Alter: 57 ) | |
| Kreuzfahrertyp | leger |
| Eingetragen am | 22.07.2010 02:33 |
| Details Zur Bewertung | |
| Reisedatum | 20.05.2010 |
| Dauer | 9 |
| Route | Hamburg - Bergen - Olden - Nordfjordeid - Runde - Andalsnes - Froya - Selsoyvik - Svartisen - Reine - Solvaer - Nyksund - Bjarkoy - Tromso |
| Kabine | 601 (Kategorie Suite) |
| Gesamtnote | 4.46 (Detaillierte Benotung aufrufen) |
| Die bewerteten Kategorien im Detail | Gesamtnote für diese Kategorie |
| Reiseleitung (auf dem Schiff) | 5 |
| Anmerkung: | In Kleinigkeiten war man recht gedankenlos. Wenn ich eine Urlaubsreise entlang der norwegischen Küste unternehme, dann möchte ich im Bordshop keine Postkarten, T-Shirts und sonstigen Schnickschnack mit Motiven aus der Antarktis, Grönland oder Spitzbergen sehen, sondern aus dem aktuellen Reisegebiet. Also musste man die Postkarten an Land kaufen.
Ich frage mich auch immer noch, wieso das Porto für eine Postkarte innerhalb Europas auf dem Schiff 15 Kronen, an Land bei der Post oder in Geschäften nur 11 Kronen betrug? Dass ich einen Aufschlag aufs Porto zahlen muss, wenn ich die Briefmarken zum Beispiel in einem Hotel kaufe, ist mir noch nie passiert. Dafür hat man aber wohl die Post mit der Postkutsche befördert, denn die kam erst nach 10 Tagen hier an. Und dann zu dem Thema „Tiere hautnah“. Tja….. dann zeigte man uns einen Vogelfelsen…… Unter anderem mit Basstölpeln und Trottellummen. Mit einem starken Fernglas konnte man die erkennen. Was ein Glück, dass wir letztes Jahr auf Helgoland waren und ich wunderschöne, zum Teil sogar Porträtaufnahmen von diesen Vögeln machen konnten. Denen konnte ich ohne Fernglas in die Augen schauen. Bei dem, was man uns hier als großen Glücksfall, dass wir überhaupt so nah ran könnten, verkaufte, fühlte ich mich schon ziemlich veräppelt. Oder die eine Robbe (es war schon dämmrig), die man aber gegen den Untergrund nur schwer erkennen könnte….. Ich habe sie überhaupt nicht entdeckt. Aber auch die hatten wir wirklich hautnah auf Helgoland. Es kam dann später noch mal ein Vogelfelsen, an dem wir näher dran waren, aber da fuhren wir dann relativ schnell dran vorbei. |
| Infotainment (Informationen an Bord, Zeitung, TV) | 6 |
| Anmerkung: | Schiffsseitig wurden DVDs ins Fernsehen eingestellt. Aber alle auf Englisch. Einziger Livesender war BBC, die bekanntlich auch nicht auf Deutsch ausstrahlen.
Auch wenn wir persönlich keine Probleme mit der englischen Sprache haben, darf das aber nicht passieren, wenn man eine Reise "exklusiv für deutschsprachige Gäste" anbietet. Woraus man einen regelrechten Kult entwickelt hat, sind die Begegnungen mit anderen Hurtigrutenschiffen. Da wurde die Mannschaft zum Jubeln aufs Deck beordert und dann auch schon mal gegen 23 Uhr (wir lagen schon schlafend im Bett) laut das Nebelhorn geblasen. Auch die Lautsprecheransagen auf dem Schiff ließen sich in der Kabine nicht auf die wirklich wichtigen Durchsagen (z.B. Notfall) beschränken. Selbst wenn man den Ausflug früh morgens nicht gebucht hatte und statt dessen ausschlafen wollte, nix da, alle mussten spätestens zur selben Zeit wach werden. |
| Kabine | 2 |
| Anmerkung: | Unsere Kabine (Suite) war in Ordnung, das Wohnzimmer schon fast zu groß (leider ohne Balkon), das Badezimmer hatte allerdings die üblichen Miniatur-Standard-Maße, bei denen etwas korpulentere Gäste schon mal einen Schuhanzieher zum Rein- und Rausgehen benötigen könnten. Ein paar Schubladen klemmten und waren nur mit Trick 17 zu öffnen. Die Mandarine im Obstkorb war allerdings schon am ersten Tag nicht mehr die frischeste.
Der große Fernseher im Wohnzimmer funktionierte nicht. Als wir an der Rezeption darauf hinwiesen (auf Deutsch, denn schließlich war diese Reise "exklusiv für deutschsprachige Gäste"), wurden wir aufgefordert, unser Anliegen doch auf Englisch vorzutragen...... Die "Reparatur" hielt allerdings nur für 3 Tage. Aber wir hatten ja im Schlafzimmer noch den kleinen Fernseher, der funktionierte. |
| Essen/Trinken | 4.78 |
| Anmerkung: | Ich war bisher zum Glück noch nie auf einem Schiff, auf dem in 2 Sitzungen gegessen werden musste (meine 7. Schiffsreise), also bei dem nur für die Hälfte der Passagiere überhaupt Sitzplätze im Restaurant vorhanden sind. Zwei Sitzungen gab es allerdings nur bei 2 Abendessen. Alles andere erfolgte in Büffetform. Das ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man mit dem Partner nicht mehr gemeinsam essen kann. Na ja, entweder geht man gemeinsam ans Büffet, rennt dann aber mit seinem Teller auf der Suche nach 2 freien Plätzen rum, so dass dann das eh nicht besonders heiße Essen (würde Norwegen der EU angehören, würde die Küche wegen Verstoßes gegen die EU-Lebensmittelhygieneverordnung geschlossen) noch mehr abkühlte - dafür war das Speiseeis mangels Kühlung in seiner Konsistenz weich bis matschig. Oder man sucht sich zuerst 2 Plätze, einer setzte sich an den Tisch und bewacht diese, während der andere sich an die Büffetschlacht machen konnte. Wenn einer mit seinem vollen Teller zurück kam, konnte dann der Nächste gehen. Ein romantisches Essen zu zweit war so nicht möglich.
Auch das könnte man letztlich noch sportlich nehmen, wenn denn die Qualität der Speisen stimmen würde. Zu den Temperaturen habe ich mich schon oben ausgelassen. • Nichts gegen abgepackte Marmelade (aus hygienischen Gründen), aber die gibt es auch in durchaus guter Qualität und nicht nur solche, die wie geliertes Zuckerwasser mit Farbstoff schmeckt. • Die Antipasti bzw. geräucherte Fischwaren waren sowohl mittags wie auch abends immer die gleichen; als frische Salate gab es immer nur blassrosa Wassertomaten, geschmacksneutralen Eisbergsalat und Gurkenscheiben. Pistazieneis von Langnese war wohl ein Sonderangebot, denn das gab es sehr häufig. • Es gab mal etwas wie Spaghetti Carbonara, aber die waren weit von al dente entfernt. • Beim ersten gesetzten Essen muss es sich wohl um geräucherte Forelle im Teigmantel gehandelt haben, aber die war so versalzen, dass wir am Tisch die alle zurückgegeben haben. • Dann gab es am Büffet z.B. auch mal aufgeschnittene Braten, aber die Stücke sahen oft so undefinierbar aus, dass Appetit nicht wirklich aufkommen mochte. Lediglich ein Mal wurde vom Koch am Büffet ein Spanferkel frisch aufgeschnitten. Das schmeckte auch. • Aber selbst unsere anerkannt schlechte Kantine gibt sich bei der Präsentation der Speisen deutlich mehr Mühe. Und das Auge isst bekanntlich mit. Das zweite gesetzte Abendessen war ausnahmsweise wirklich gut. Ich rede nun nicht davon, dass andere Kreuzfahrtschiffe zum Beispiel ein „Early Bird-Frühstück“, einen Nachmittagssnack (bei uns gab es nur zwei Mal Waffeln am Nachmittag) und ein Mitternachtsbüffet anbieten. Das muss nicht sein, - wenn denn der Rest stimmig ist. Auch das Mittagessen bei einem der Landausflüge in einem aussaglich guten Restaurant (optisch wirkte das Haus durchaus sehr ordentlich) erweckte den Eindruck, als habe man stark die Kosten gedrückt. Dabei wollte einer der Hurtigruten-Reiseleiter, der beim Essen neben mir saß, mir die Aussage entlocken, dass das Essen auf dem Schiff doch wohl wesentlich besser wäre. Damit war er bei mir an der verkehrten Adresse. Nein, Kritik wollte er nicht hören. Wir würden ja von Kreuzfahrtschiffen reden, die Fram sei ja ein Expeditionsschiff. Sorry, aber die Columbus Caravelle nannte sich auch Expeditionsschiff, das Essen war dort aber um Klassen besser. (Damit waren wir 1993 in der Antarktis.) Anschließend ging mir der Herr vorzugsweise aus dem Weg. |
| Ausflüge | 4.5 |
| Anmerkung: | Die Organisation der Ausflüge war teilweise etwas chaotisch. Die Vorab-Informationsveranstaltungen fanden in Räumen statt, die für die Anzahl der betroffenen Passagiere viel zu klein waren. Nicht nur, dass die Luft schlecht war, es passten auch nicht genügend Stühle hinein, so dass man stehen musste. Und das für ein überwiegend doch älteres Publikum. So ging es zum Beispiel mit dem Bus nach Bjorli. Dort sollten wir in die Raumabahn zurück zum Schiff umsteigen, sozusagen mit der ersten Gruppe die Plätze tauschen, die mit dem Zug kommen sollten, um mit unserem Bus zum Schiff zurück zu kehren. Nur, was nicht kam, war der Zug. Wir standen und standen und standen. Zum Glück regnete es zu der Zeit mal nicht. Aber das Bahnhofsgebäude war abgeschlossen, so dass man nicht mal zur Toilette gehen konnte. Irgendwann kam dann mal ein anderer Zug, in den wir dann eingestiegen sind. Die Besichtigung der Lachsfabrik haben wir auch fast nur vor der Tür wartend verbracht. Aber manchmal war es gar nicht so einfach, an Land zu kommen, wenn nämlich mit den Tenderbooten gefahren werden musste. Da stand man schon mal dicht gedrängt in voller Ausgehmontur, angezogen mit unbequemer Rettungsweste und wartete, bis irgendwelche Schulklassen, Freunde des Personals an Bord kamen und die natürlich zuerst abgefertigt wurden. Schließlich waren wir ja nur die zahlenden Gäste, die warten konnten. |
| Weitere Einzelheiten | |
| Wie war der "gefühlte" Alterdurchschnitt an Bord? | 65 |
| Gab es feste Essenzeiten an Bord? | Während der Büffetzeit gab es recht große Zeitfenster, nur bei den beiden gesetzten Abendessen gab es feste Zeiten. |
| Gab es eine feste Kleidungsordnung an Bord (welche)? | nein |
| Welche Verpflegung ist im Reisepreis enthalten (Getränke inkl.)? | Vollpension (Frühstück, Mittag- und Abendessen); für Suiten war im Restaurant Wasser, Hauswein, Bier, Softdrinks und Kaffee und Tee inkludiert. In der Observation Lounge waren Kaffee und Tee für alle frei. |
| Wie hoch war der Reisepreis ohne Nebenkosten? | 4.000 pro Person |
| Wie hoch waren die UNVERMEIDBAREN Nebenkosten? | ? |
| Für welchen Kreuzfahrer-Typ ist dieses Schiff/Route zu empfehlen? | Das Schiff ist nur für unerfahrene, anspruchslose Passagiere geeignet. |
| Wie war der Zustand des Schiffes insgesamt? | soweit o.k. |
| Wie zufrieden waren Sie mit dem Problem- und Beschwerdemanagement an Bord? | Beschwerden wollte man nicht wirklich hören, ging mir dann lieber aus dem Weg. Die sogenannte Reparatur des Fernsehapparates hielt 3 Tage. Auch nach der Reise verniedlichte Hurtigruten die Mängel als "einige Unstimmigkeiten" |
| Wie hat Ihnen der Urlaub auf dem Kreuzfahrtschiff insgesamt gefallen? | gar nicht |
| Wie beurteilen Sie das Preis/Leistungsverhältnis des gesamten Urlaubs? | viel zu teuer für die Leistung; da bekommt man auf anderen Schiffen deutlich mehr geboten. |
