| Reisebericht Costa Concordia | ||
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| VON | rumtreiber (Baujahr: 49 aus Esslingen,) |
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| Schiff | Dunker | |
| Eingetragen am | 22.02.2010 | |
| Reise vom | 24.05.2012 | |
| Dauer | 7 TAGE | |
| Route | Savona, Barcelona, Mallorca, Tunis, Malta, Palermo, Civitavecchia | |
Im Hafen angekommen wurde uns wie gewohnt das Gepäck abgenommen. Nach Bezahlung der Parkgebühren wurde auch unser Auto, nach einem genauen Check auf irgendwelche Beschädigungen, vom Hafenpersonal übernommen. Als Mitglieder im Costa- Club bekamen wir die Einschiffungsnummer 3 und konnten bereits um 12Uhr 30 an Bord gehen. Im SB-Restaurant auf Deck 9 gab es dann auch schon Mittagessen. Nach dem Essen erkundeten wir das Schiff. Unsere Meinungen dazu wechselten immer wieder zwischen pompös, überladen und kitschig, und beeindruckend und wunderschön. Das Atrium das über 9 Stockwerke geht und von ständig wechselnden Farben beleuchtet wird, mit seinen grün verglasten Aufzügen war sicher der beeidruckenste Raum. Gegen 14Uhr konnten wir unsere Kabine beziehen. Sie war zwar nicht besonderst groß aber absolut ausreichend und sehr sauber. Leider gab es im Fernsehen nur ein deutschsprachiges TV-Programm aber dafür 10 italienische Programme.
Um 16Uhr 30 wurde dann die obligatorische Seenotrettungsübung inszeniert.
Beim Auslaufen aus Savona hörten wir dann zum ersten Mal den Beeinduckenden Klang vom Schiffshorn. Zum Glück wurden wir zum Abendessen in die erste Sitzung um 19 Uhr eingeteilt. Die zweite Sitzung beginnt erst um 21Uhr 30, also viel zu spät für unsere kleine Tochter. Wir hatten einen schönen ruhigen Tisch, mit Fenster im oberen Stockwerk des hinteren Restaurants. Schmunzeln mussten wir als wir die Speisekarte übergeben bekamen. Es gibt bei Costa seit 5 Jahren immer die gleichen Gerichte. Die sagen sich wohl, dass man bewährte Sachen nicht ändern muss. Unser Kellner musste 28 Personen bedienen. Darum dauerte es immer ein bisschen Länger bis wir, dann aber gut, abgefüttert das Restaurant verlassen konnten.
Abends ließen wir dann unsere Balkontüre offen und wurden vom Meeresrauschen in den Schlaf begeleitet. Die bequemen großen Betten, die mit angenehmen Bettdecken ausgestattet waren, sorgten für einen guten Schlaf.
Am nächsten Tag beim Frühstück bekam unsere Urlaubsstimmung einen kleinen Dämpfer. Die Brötchen waren altbacken, der Schinken sehr fettig und die Butter schmeckte ranzig. Das beliebte Actimel war Ersatzlos gestrichen und das gute Danone Jogurt wurde von einen minderwertigen Italienischen Produkt ersetzt. Aber immerhin war der Kaffee und die Spiegeleier wie erwartet sehr gut. Einstimmig stellten wir fest, dass Costa beim Frühstück wohl Sparmaßnahmen eingeführt hat.
Vormittags badete unsere kleine Tochter dann im mittleren Pool. Im Gegensatz zur Costa Fortuna und Magica ist auch der mittlere Pool mit einem fahrbaren Dach ausgestattet und somit kann man auch bei schlechtem Wetter dort Baden. Auf der riesigen Leinwand wurden ständig irgendwelche Costa- Werbefilme gezeigt. Gegen Mittag wurde das Dach geöffnet. Sofort war das Pooldeck in ein Sonnendeck verwandelt.
Mittags ging unsere Tochter dann mit großer Freude das erste Mal in den Maxiclub. Besonderst positiv zu erwähnen ist das jedes Kind am Eingang schriftlich an- und abgemeldet werden muss, und das den Eltern kein Zutritt in den Spielbereich gewährt wird. Es waren auch mehrere Deutschsprachige Kinderanimateure anwesend.
Für Barcelona wurden Shuttlebustickets für 5 Euro pro Stück verkauft. Zu unserem Ärgernis kauften auch wir die Tickets um dann festzustellen dass kein Mensch in dem wahnsinnigen Gedränge die Tickets kontrollierte. Nach einem Spaziergang über die Ramblas und durch den Markt fuhren wir dann zu Dritt für zusammen 5 Euro mit dem Taxi zurück zum Schiff. Die Drängelei vor den Shuttlebussen wollten wir nicht noch mal mitmachen.
In Mallorca beschlossen wir, das Schiff nicht zu verlassen und genossen bei einem Spaziergang über alle Decks das leere Schiff und bestaunten nochmals die Größe des Schiffes und Einrichtung.
Abends war dann Gala angesagt. Amüsiert haben wir die Passagiere in ihren Abendroben beobachtet. Einige davon schienen wohl von Helloween übrig geblieben zu sein. Ich muss dazu sagen, dass Galaabende nicht gerade zu unseren Lieblingsveranstaltungen an Bord gehören. Es waren aber nur 2 und somit im Rahmen des erträglichen. Die Flamenco-Show im Theater war so Mittelmäßig das wir nach 10 Minuten das Theater verließen.
In Tunis sind wir nach langen Preis-Verhandlungen mit dem Taxifahrer in die Soux gefahren. Es war nicht besonderst Lohnenswert. Das einzige was wir kauften waren Turnschuhe. Die waren aber besonders günstig.
Nach einer Bewegten Nacht haben wir dann gespannt die Einfahrt von unserem riesigen Schiff in den Hafen von Malta beobachtet. Es war Maßarbeit wie das Schiff in dem engen Hafenbecken gewendet wurde. Vormittags spazierten wir durch die Altstadt und besichtigten einige Kirchen und das Marinemuseum.
An diesem Abend nahmen wir dann die Einladung des Costa Clubs in das Luxusrestaurant Club Concordia wahr. Dazu ist zu sagen, dass wir schon mehrere Einladungen in diese Restaurants hatten und daher glaubten zu wissen, was auf uns zukommt. Doch diesmal kam es anders. Wir erhielten eine zweigeteilte Karte: Auf der linken Seite das Menü für die Gäste, die 20 € zuzahlten, oder wie wir eine Einladung zum Club Concordia haben. Rechts war die Seite mit den wirklichen guten Leckerlis. Links waren lediglich 2 kalte Vorspeisen, eine Suppe, ein Nudelgericht, 2 Hauptgerichte und 1 kaltes und 1 warmes Dessert aufgeführt. Von diesen wenigen Angeboten durften wir 2 Gerichte, also 1 Vorspeise und 1 Hauptgericht und 1 Dessert bestellen! Absolut lächerlich!! Auf der rechten Seite der Speisekarte waren dann die ganzen anderen Gerichte, die wir von früheren Besuchen her kannten, die aber allesamt teuer zu bezahlen gewesen wären!
In Palermo machten wir unseren ersten von Costa organisierten Ausflug. Nachdem wir eine Kirchenruine besichtigt hatten, wurden wir zu den Katakomben gefahren. Dort wurden bis ins 19. Jahrhundert die Toten einbalsamiert und bis heute aufbewahrt. Schockiert bewunderten wir einen Teil der 8000 Mumien die dort in den verschiedensten Stadien des Verfalls aufbewahrt werden. Ein Besuch der Katakomben ist nur was für gute Nerven. Ich denke, das Kinder dort einen Schock fürs Leben bekommen. Zur Entspannung besuchten wir nach dem Gruselkabinett irgendein altes Lustschloss.
Sonntags liefen wir dann in Civitavecchia ein. Viele Passagiere machten wie wir einen organisierten Ausflug nach Rom. Die Busfahrt dauerte etwas über eine Stunde. Zuerst wurden wir an das Forum Romanum gebracht, dann zum Kolosseum und nach dem Mittagessen zur Hauptattraktion, dem Petersplatz. Die Größe und der Prunk des Petersdoms beeindruckten uns alle. Nach dem 10stündigen Ausflug waren wir dann Glücklich als wir wieder das Schiff betreten konnten. Abends mussten wir dann noch die Koffer packen. Die Woche war schon fast vorbei.
In Savona klappte alles wie erwartet sehr gut. Bereits um 9 Uhr 15 saßen wir in unserem Auto und fuhren wieder nach Hause.
Noch Fragen? Dann meldet euch unter: ursele@aol.com