Schiff suchen:
REISEBERICHT EINSTELLEN



Fantastisch polarisch – Feurige Momente und eiskalte Abenteuer am Ende der Welt
VON cetraria (Baujahr: 31)
SchiffDunker
Eingetragen am22.02.2010
Reise vom24.07.2006
Dauer14 TAGE
RouteSchottland, Island, Spitzbergen, Honningsvag, Tromsö, Geiranger Fjord, Bergen
X
X
X
X

REISEBERICHT IM DETAIL

ANREISE & EINSCHIFFUNG

Die Anreise begann eigentlich mit einem Schock. Es sollte am 23.7. losgehen, wir wurden aber noch in Wien erreicht, dass es auf Grund eines technischen Defektes erst am 24.7. losgehen würde. Da beginnt man natürlich zu grübeln, aber es war weiter kein Problem, da wir selbst mit dem Auto anreisten und daher flexibel waren. An Bord habe ich später herausgefunden, dass die Steuerbox der Ruderanlage defekt war und ausgetauscht werden musste.
24 Stunden später als geplant ging es dann endlich los von Wien nach Travemünde in 10 Stunden. Da wir schon früh morgens in Travemünde waren und gerade noch die Ausschiffung in Gange war, parkten wir auf einen der zahlreichen Parkplätze und erkundeten die Stadt und den Strand. Gegen 11 Uhr fuhren wir zum Schiff und es wurden uns sofort die Koffer abgenommen und der Weg zum Parkplatz der Drittfirma gezeigt, die das Auto unterstellten und auch nach Bremerhaven überführten, wo wir 16 Tage später wieder zurückkamen.
Die Einschiffung selbst begann um 12 Uhr, eine Stunde früher als geplant. Von jedem Passagier wurde mittels Webcam ein Foto gemacht, welches auf der Bordkarte gespeichert wird. Daher brauchten wir bei den Landgängen nie einen Reisepass. Am Schiff angelangt wurden wir zu unserer Kabine geführt, allerdings wie wir selbst herausfanden zur falschen, also machten wir uns selbst auf den Weg zur richtigen Kabine auf dem Marina Deck.

KABINE

Wir hatten eine Glückskabine innen für 4 Personen gebucht und waren erstaunt, dass wir diese auf dem Hauptdeck bekommen hatten. Weniger entzückt waren wir zu Beginn von der Größe. Bewaffnet mit 5 Koffern und einer Menge Handgepäck schafften wir es doch alles gut unterzubringen. Zur Ausstattung der Kabine kann ich nur sagen: Es lebe der 70er Stil! Wir waren allerdings sehr glücklich, dass der sogenannte Kasten "nur" einen Vorhang hatte, weil wir dadurch viel mehr Platz hatten. Die Nasszelle war sehr praktisch angelegt, rund um das und unter dem kleinen Waschbecken gab es genug Ablagefläche. Das einzige schwerwiegende Manko war meine Matratze, die komplett durchgelegen war, nach zweimaliger Meldung an der Rezeption wurde sie dann gegen eine neue Matratze ausgetauscht.

ÖFFENTLICHE RÄUME Die Arielle war mit 1051 Passagieren ausgebucht, was man auch in den öffentlichen Räumen bemerkte, die stets gut voll waren, vor allem bei den Tagen auf See, wo es nebelig war. Aber es war immer ein Plätzchen zu finden, wir Jugendlichen bevorzugten die Moonlight Bar, in der wir oft bis in die frühen Morgenstunden unsere Zeit verbrachten.
Morgens/mittags/abends gab es im Bistro das Essen am Buffet. Hier musste man manchmal etwas länger nach einem Platz Ausschau halten, da man aber auch immer im Restaurant essen konnte, verteilte sich das sehr gut. Wenn es das Wetter zuließ, konnte man auch am Pool speisen. Auf den Außendecks sind auch reichlich Liegen vorhanden, sodass man sich hier keine Sorgen machen musste keinen Platz zu ergattern. Ein Highlight ist es auch den Pool (geheizt, ca 30-35 °C) auszuprobieren, vor allem wenn das Schiff im Nebel fährt und etwas Seegang ist. Und danach ein Saunagang. In der Arielle Lounge fand täglich die Abendshow statt, tagsüber etwas Animationsprogramm, aber nicht aufdringlich (vor allem Gymnasik/Aerobic, Tanzkurs, Quizzes, Bingo, Kreativ). Für Kinder und Jugendliche bis 17 gibt es den Dingi Club.

PERSONAL & MITREISENDE

Negatives kann ich hier nur über unsere Kabinenstewardess berichten, aber ich denke es sind nicht alle so. Oft war die Kabine um 12 Uhr noch immer nicht aufgeräumt, was mich persönlich nicht störte, aber wenn dann auch kein Klopapier mehr vorhanden war, oder nur 3 anstatt 4 Handtücher ausgelegt wurden, wurde es etwas nervig. Aber sonst ist das Personal stets bemüht und sehr freundlich. Wenn man zB im Restaurant nicht automatisch gefragt wird ob man zum Dessert Kaffee möchte, dann muss man eben selbst fragen. Oft liegt es an der Sprachbarriere. Immerhin arbeiten 25 Nationalitäten auf der Arielle. Bewundernswert ist allen voran der Kapitän Emanuel Psarrakis. Ich habe noch nie einen Kapitän erlebt, der sich so viel unter den Passagieren aufhält. Geht mittags ins Bistro essen, spielt mit Kindern im Stiegenhaus, singt selbst beim Frühshoppen, ist live dabei bei der Polartaufe (unbedingt mitmachen!!!!).
Auch das Reiseleiter- und Animationsteam war immer sehr freundlich und hilfsbereit!

Zu den Mitreisenden möchte ich nicht viel sagen…Ich war zuvor mit Costa unterwegs und da sind mir die Kappenrentner nicht so sehr aufgefallen wie auf der Arielle. Ansonsten hätte ich mir mehr junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren an Bord gewünscht.

ESSEN & TRINKEN, PREISE

Die ersten Tage waren wir begeistert von dem vielen frischen und sehr gut reifen Obst an Bord, jedoch bis zum Ende der Reise merkte man, dass es aus wurde und die Dosenkost überkam uns. Aber damit muss man auf so einer langen Reise fast rechnen. Als Österreicherin bin ich es auch nicht gewohnt zu jeder Speise Sauce zu essen, aber es war gottseidank kein Problem im Restaurant die Sauce abzubestellen *g*. Die Speisen waren sonst geschmacklich ganz gut hergerichtet, aber die Fleischqualität stimmte oft nicht (ziemlich oft sehr zäh), auch die Internationalität der Speisen war nicht gegeben. Schlussendlich bin ich aber auch nicht verhungert, aber zugenommen hab ich auch nichts wie sonst immer.
Automatenfruchtsäfte und Wasser wurde nur zum Frühstück geöffnet. Mittags/Abends gab es nur Kaffee/Tee. Allerdings sind die Getränkepreise im Vergleich sehr günstig (0,5 Weizenbier 2,40; 0,33 Cola etc. 2,00; Cocktails 3,70).

DESTINATIONEN - HIGHLIGHTS

Schottland - Kirkwall/Orkney Islands
Hier haben wir die Orkney-Rundfahrt gebucht, um einfach mal einen Überblick zu bekommen. Das Highlight war hier der "Ring of Brogar" - der Steinring. Sonst hat mich Orkney eigentlich in Hinblick auf die anderen Destinationen wenig umgeworfen und wenn ich dort nochmal hinkomme, würde ich mir die Stadt Kirkwall ansehen.

Island - Reykjavik
Der typische Ausflug ist hier natürlich zum Gulfoss Wasserfall, Geysir, Thingvellir. Auch wenn es leider Massenabfertigung ist, würde ich diese Tour jedem empfehlen. Schon allein die Fahrt durch die isländische Landschaft ist einfach einzigartig!

Island - Akureyri
Auch hier führt der Ausflug zu einem Wasserfall - dem Götterfall und nach Laufas, wo es alte Torfhäuschen zum Ansehen gibt, auch eine kleine Stadtrundfahrt ist dabei.

Passieren von Jan Mayen
Nach überstandener Polartaufe am Vormittag, passierten wir am Nachmittag die Insel Jan Mayen. Zur Polartaufe möchte ich nicht zu viel verraten, wer es nicht kennt sollte einfach mitmachen :. Ein kleiner Tipp: Wenn man gleich mit Badeanzug und Handtuch hingeht, erspart man sich einiges, auch wenn es ziemlich frisch ist.
Wir hatten enormes Glück und konnten Jan Mayen bewundern. Die Insel liegt sonst die meiste Zeit im Nebel. Dieses Naturschauspiel sollte man sich nicht entgehen lassen, auch wenn es an Deck noch so kalt ist!

Spitzbergen - Ny Alesund, Hornsundfjord
Durch die verspätete Abfahrt mussten wir leider in Spitzbergen einen Tag einsparen (Magdalenenfjord viel leider aus). In Ny Alesund wollten alle gleichzeitig von Bord was zu enormer Dränglerei und Wartezeit führte. Aber dick eingepackt ist es ein Muss dieses Örtchen anzusehen und eine Postkarte zu schreiben. Auf Grund der vielen Stempelwütigen legten wir 20 Minuten verspätet wieder ab, aber außer einigen Nörglern machte das nichts aus. Am Nachmittag kamen wir dann in den Hornsundfjord mit seinem Gletscher - einfach nur atemberaubend vor dem blauen Eis zu stehen.

Honningsvag - Nordkap
Ob sich die Fahrt zum Nordkap lohnt, kann ich schwer beantworten. Angeblich muss man sehr viel Glück haben um die Mitternachtssonne wirklich zu sehen. Wir hatten zumindest insofern Glück, dass wir 45 Minuten ohne Nebel zur Verfügung hatten um uns mit der Kugel zu fotografieren. Auch die Fahrt zum Nordkap ist sehr schön und man kann Rentiere beobachten.

Tromsö
In Tromsö haben wir keinen Ausflug gebucht. Wenn man gut zu Fuß ist, spaziert man über die Brücke zur Eismeerkathedrale, dann zur Seilbahn um sich Tromsö von oben anzusehen. Man kann auch mit den Linienbussen über die Brücke fahren. Wir hatten auch noch genug Zeit um die Stadt selbst etwas anzusehen und einkaufen zu gehen. Tromsö ist wirklich eine sehr nette Stadt mit vielen Cafes.

Geiranger Fjord
Ich denke für mich das Highlight der Destinationen. Leider hab ich die frühe Einfahrt (5 Uhr morgens) verschlafen, weil ich mir zuvor die hellen Nächte nicht entgehen lassen wollte. Aber auch die Ausfahrt abends war genauso schön. Man fährt vorbei an vielen Wasserfällen. In Geiranger selbst haben wir den sportlichen Ausflug zum Storseter-Wasserfall gewählt. Nach einer kurzen Busfahrt begannen wir allerdings gleich mit der Kaffeepause, weil es organisatorisch nicht anders ging. Also gestärkt mit supertollen Waffeln gings dann endlich los zum Wasserfall. Wenn man gut zu Fuß ist, in 30 min locker zu schaffen, aber unsere Guides legten immer wieder für mich lähmende Pausen ein. Es glich eher einer Warterung als Wanderung. Wenn man dann beim Wasserfall angelangt ist, muss man erst einen ziemlich steilen und rutschigen Weg zum Wasserfall gehen um ihn zu sehen, aber es lohnt sich auf alle Fälle bis ganz hinunter hinter den Wasserfall zu gehen!!! Anstatt mit dem Bus baten wir darum zu Fuß zum Schiff zurück zu wandern und dieser Wunsch wurde uns erfüllt. Also brachte uns ein Guide diesmal in zügigen Wanderschritten zur Tenderstelle zurück.

Bergen
Auch in Bergen gingen wir wandern, aber auf eigene Faust. Also mit der Floibahn hinauf, dann kann man oben einige schöne Wege abgehen, da ist für jeden was dabei (Wanderkarte gleich beim Kauf der Fahrkarte verlangen). Dann haben wir uns noch am Fischmarkt umgesehen und das alte Hanseviertel Bryggen bewundert. Hier sollte man nicht versäumen auch in die Häuschen hineinzugehen!

Bremerhaven - Ausschiffung
In Bremerhaven ging eigentlich alles viel zu schnell, der Abschied war viel zu schwer...Das Auto stand schon geparkt vorm Terminal und alles ging ganz problemlos!

So, ich hoffe das ist nicht zu lang und interessant genug...wenns noch Fragen gibt - nur zu !

Alles Liebe
Sandra

REISEBERICHT MELDEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestätigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um einen Bericht zu melden, geben sie bitte noch einen Grund an
Grund für die Meldung:

REISEBERICHT WEITERLEITEN


Da sie nicht registriert sind, hinterlassen sie bitte noch ihre Email-Adresse und bestästigen Sie den Sicherheitscode.
Email:
Sicherheitscode:
Um den Bericht weiterzuleiten, geben sie bitte die gewünschte EmailAdresse an
An wen weiterleiten:
Nachricht für den User: